Chris DeSousa erzielt das 1:0 für München – am Ende spielten sich die Red Bulls gegen Straubing in einen wahren Torrausch.
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Spektakel pur mit 66 Toren am 51. Spieltag der PENNY DEL: Red Bull München zeigte sich dabei schon in Playoff-Form und deklassierte die Straubing Tigers im Derby mit 10:1. Meister Berlin triumphierte im Klassiker gegen Mannheim 4:2 und steht damit kurz vor der direkten Viertelfinal-Qualifikation, während Wolfsburg ein irres Match gegen Köln mit 8:5 gewinnen konnte.
München legte gegen Straubing los wie die Feuerwehr: Nach zwei Minuten traf Chris DeSousa bereits zur Führung. Die Red Bulls danach weiter in Spiellaune, die Tigers vom Tempo der Hausherren dagegen maßlos überfordert. Am Ende hieß es sage und schreibe 10:1 für München – Yasin Ehliz und DeSousa trafen hierbei jeweils dreifach. Es war der höchste Heimsieg der Münchner in der DEL-Geschichte.
Wie so oft in diesem Duell schenkten sich Berlin und Mannheim nichts. Die Gäste aus der Kurpfalz hatten nach dem ersten Abschnitt mit 2:1 geführt, doch die Eisbären bissen sich in die Partie zurück und gingen kurz vor Pausensirene zwei durch Les Lancaster erstmals in Führung. Marcel Noebels machte mit seinem Schuss ins leere Tor zum 4:2 dann den Deckel drauf. Mannheim konnte damit das Straubinger Debakel nicht nutzen und liegt als Dritter weiter einen Punkt hinter den Niederbayern.
Spitzenreiter Köln erwischte in Wolfsburg einen rabenschwarzen Auftakt: Nach rund zehn Minuten stand es 4:0 für die Grizzlys. Zwar kamen die Domstädter zurück und glichen zwischenzeitlich auf 4:4 und 5:5 aus – doch am Ende hieß es 8:5 für die Niedersachsen, die damit ihre Chance auf Heimrecht in der 1. Playoff-Runde wahrten. Für die Haie war es hingegen die dritte Niederlage in Serie.
Bremerhaven lag bis zur 44. Minute bei spielstarken Nürnbergern noch 3:4 hinten, dann aber drehten Miha Verlic, Matt Abt und Nino Kinder das Match zu Gunsten von Fischtown. Die Nordseestädter rangieren durch das 6:4 nun weiter zwei Punkte hinter Berlin auf Platz sieben und müssen am letzten Spieltag auf einen Ausrutscher des Meisters hoffen.
Der ERC Ingolstadt besiegte unterdessen die Augsburger Panther mit 7:4. Für die Schanzer, bei denen Riley Barber seine Saisontore 30 und 31 markierte, steht nun Rang fünf als Abschlussplatzierung fest, während die Fuggerstädter ihre letzte theoretische Möglichkeit auf Platz zehn verspielten.
Phil Hungerecker erlöste Schwenningen mit seinem Treffer zum 3:2 gegen Iserlohn zwei Minuten vor dem Ende. Die Schwarzwälder verteidigten damit Rang acht und ein mögliches Heimrecht in der 1. Playoff-Runde. Vor der Partie hatten die Wild Wings die Vertragsverlängerung mit Alex Karachun verkündet – der Angreifer markierte passend dazu auch noch seinen 20. Saisontreffer.
Im Kellerduell zwischen Absteiger Dresden und den Löwen Frankfurt gewannen die Hessen mit 6:4 und könnten am letzten Spieltag noch an den Iserlohn Roosters vorbeiziehen, die derzeit Rang zwölf belegen.
André Schall