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Freitag, 27. August 2021

Pressekonferenz mit Vertretern von „Indoor-Teamsport-Bayern" Nürnbergs Wolfgang Gastner nennt Bayerns aktuelle Schutzverordnung einen „Schlag ins Gesicht" und fordert „Vollauslastung mit 3G"

Wolfgang Gastner (46), Geschäftsführer der Nürnberg Ice Tigers aus der PENNY DEL, bei der Pressekonferenz von „Indoor-Teamsport-Bayern" am Freitagmittag.
Foto: imago images/Zink

Der Frust war spürbar: Vertreter der Interessengemeinschaft „Indoor-Teamsport-Bayern“, der sich unter anderem die PENNY-DEL-Clubs aus Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg und Straubing sowie die Eishockey-Zweitligisten Tölzer Löwen, ESV Kaufbeuren, EV Landshut und Bayreuth Tigers angeschlossen haben, äußerten sich am Freitagnachmittag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz zu den aus ihrer Sicht „inakzeptablen Einschränkungen für die bayerischen Hallensportarten“. Die in der vergangenen Woche veröffentlichte aktuell gültige Version der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nannte Wolfgang Gastner, Geschäftsführer der Nürnberg Ice Tigers, dabei eine „schallende Ohrfeige“ und einen „Schlag ins Gesicht“ für die bayerischen Hallensport-Proficlubs.

Das Zulassen einer 50-prozentigen Auslastung sei dabei nämlich nur eine „plakative Schlagzeile“ gewesen, so Gastner. Tatsächlich sei diese Marke in den Hallen aufgrund der 1,5-Meter-Abstandsregel sowie des Stehplatzverbots allerdings nicht erreichbar. „Ich mutmaße, dass nur über Fußball diskutiert wurde, aber auch wir sind Aushängeschilder unserer Städte und Regionen. Auch wir wollen Gehör finden – deswegen unser Hilferuf, uns gleichberechtigt zu sehen und nicht massiv benachteiligt zu werden im Vergleich zu allen anderen Bundesländern“, sagte der 46-Jährige, der gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Kreitl vom DEL2-Club ESV Kaufbeuren sowie Vertretern aus den höchsten beiden Basketball- und Handball-Ligen auf dem Podium saß.

„Am Ende fordern wir tatsächlich die Vollauslastung mit 3G. Wir wollen eigentlich auch keine Maske am Platz. Und wir hätten es auch gerne, dass die Fans sich eine Halbe Bier kaufen können“, hofft Gastner auf eine 14. Bayerische Infektionsschutzverordnung, „die uns wirklich hilft und uns zusammen in eine verantwortungsvolle Zukunft gehen lässt“. Zu diesem Zweck „nutzen wir alle unsere politischen Kontakte, jeglichen Landtagsabgeordneten. Ich glaube, dass uns da viele unterstützen – zumindest war das das Feedback.“

„Wir müssen eine gewisse Normalität mit Corona hinbekommen“, befand auch Geschäftsführer Philipp Galewski vom neunmaligen deutschen Basketballmeister Brose Bamberg. Angesprochen auf etwaige juristische Möglichkeiten, sagte Dr. Carsten Bissel, der Aufsichtsratsvorsitzende des Handballclubs Erlangen: „Natürlich habe ich mich auch mit der Rechtsfrage befasst. Wir wollen hier nicht mit einer Klage wedeln, das ist nicht unser Stil. Wir sind unseren Vereinen aber verpflichtet und können hier nicht gemeinsam untergehen.“

Stefan Wasmer


Kurznachrichtenticker

  • vor 52 Minuten
  • Benedikt Schopper wird dem Deggendorfer SC vier bis sechs Wochen fehlen. Wie der Süd-Oberligist am Freitag mitteilte, hat sich 37-jährige Verteidiger am Dienstag beim 3:2-Sieg beim SC Riessersee eine „Oberkörperverletzung“ zugezogen.
  • vor 18 Stunden
  • Der SC Riessersee trennt sich mit sofortiger Wirkung von den Spielern Simon Gerstmeir und Lukas Koziol. Die gab der Club aus der Oberliga Süd am Donnerstag bekannt. Beide Verträge wurden aus unterschiedlichen Gründen in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.
  • vor 20 Stunden
  • Verteidiger Markus Jänichen beendet mit sofortiger Wirkung sein Engagement bei den HC Landsberg Riverkings in der Oberliga Süd. "Der Zeitpunkt ist natürlich mehr als ungünstig, leider ging es nicht anders", sagt der Lehrer, bei dem sich eine neue berufliche Situation ergeben hat.
  • vor 20 Stunden
  • Stürmer Jayden Schubert von den Hannover Indians wurde nachträglich für insgesamt drei Meisterschaftsspiele der Oberliga Nord vom DEB gesperrt.
  • gestern
  • Süd-Oberligist Passau Black Hawks hat die Verträge mit Levin Vöst und Jonas Franz aufgelöst. Für beide Spieler sei der Aufwand Oberliga-Eishockey zu spielen und gleichzeitig ihren Berufen nachzugehen, nicht mehr vereinbar gewesen, teilte der Club mit.
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