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Freitag, 15. Mai 2020

Neuer Plan der Liga Thema mit Sprengkraft: DEL-Spieler sollen in der kommenden Saison vorerst auf 25 Prozent ihres Gehalts verzichten

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke
Foto: City-Press

Es ist ein heikles Thema mit Sprengkraft für die gesamte Liga: Neben den neuen „Corona-Klauseln“ in den Spielerverträgen sollen die DEL-Profis aller 14 Clubs noch eine weitere einschneidende Veränderung akzeptieren: Das Einfrieren von 25 Prozent ihres Jahresgehalts. Und das – so ist das Ziel von Liga und Clubs – schon bis zum 24. Mai, wenn Abgabeschluss für die Lizenzunterlagen ist.

Was bedeutet das? Die „75/25-Prozent-Klausel“ sieht vor, dass die Spieler aller 14 Clubs bei laufendem Spielbetrieb zunächst nur drei Viertel ihres Lohns erhalten. Die Auszahlung des offenen Viertels soll in der Saison 2020/21 abhängig von den Einnahmen des jeweiligen Clubs sein, bei dem der Spieler unter Vertrag steht. Bewegen sich diese auf dem Niveau des Vorjahres, erhalten die Profis am Saisonende die einbehaltenen 25 Prozent ausbezahlt. Konnte der Club zum Beispiel nur 90 Prozent erlösen, werden noch 15 der fehlenden 25 Prozent überwiesen. Liegt der Umsatz nur bei 75 Prozent oder darunter, gibt es keine weitere Auszahlung – was in der anstehenden Saison das realistischste Szenario ist.

„Wir wollen keinen über den Tisch ziehen. Das Geld ist derzeit einfach nicht da. Das müssen die Spieler realisieren. Es gibt keine Gesellschafter oder Aktionäre, die sich an dem Entgegenkommen der Spieler bereichern würden“, sagte Gernot Tripcke im Gespräch mit Eishockey NEWS. Das Szenario bei Verweigerung ist laut dem DEL-Geschäftsführer düster. „Im Worst case gibt ein Club erst gar keine Lizenzunterlagen ab, auch wenn ich das natürlich nicht hoffe. Und ob das im Sinne des Spielers wäre, wage ich doch sehr zu bezweifeln.“

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der nächsten Print-Ausgabe von Eishockey NEWS, die ab Sonntagabend als E-Paper oder ab Dienstag im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.


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Notizen

  • vor 16 Stunden
  • Die Verteidiger Bastian Cramer (sechs Assists bei 41 Einsätzen) und Paul Wallek (eine Vorlagen in 14 Matches) spielen auch in der kommenden Saison 2026/27 für den Süd-Oberligisten Erding Gladiators. Angreifer Björn Salhi (drei Scorer-Punkte in 34 Partien) verlässt das Liga-Schlusslicht dagegen.
  • vor 17 Stunden
  • Die Champions Hockey League hat den Rahmenterminplan der Saison 2026/27 veröffentlicht. Sie beginnt demnach am Donnerstag, den 3. September 2026 und endet mit dem Finale am Dienstag, den 23. Februar 2027. Aus Deutschland sind bereits die Kölner Haie als DEL-Hauptrundensieger qualifiziert.
  • gestern
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • gestern
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • gestern
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
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