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Samstag, 7. März 2026

Vor dem 50. DEL-Spieltag Schwenningen kann Top Ten fixieren, Nürnberg und Ingolstadt unter Druck, Berlin beginnt Hammerprogramm

Phil Hungerecker und die Schwenninger Wild Wings haben die Nase aktuell (noch) deutlich vorne gegenüber den Augsburger Panthern im Kampf um die erste Playoff-Runde. Doch Tim Wohlgemuth (weißes Trikot) & Co. sind seit Freitag wieder voll im Rennen.
Foto: City-Press

Nur noch drei Spieltage verbleiben in der Hauptrunde 2025/26 der PENNY DEL – kein Wunder also, dass sich mehr und mehr auch rechnerische Tabellenentscheidungen nähern. Am Sonntag (alle sieben Spiele live bei MagentaSport) gilt dies nicht zuletzt für das Schwenninger Heimspiel gegen Augsburg, wobei die Rechnung für die Wild Wings simpel ist: Gewinnen sie, ist ihnen ein Platz in der ersten Playoff-Runde nicht mehr zu nehmen. Und selbst eine Niederlage nach Overtime oder Penalty-Schießen würde nach menschlichem Ermessen bei dann sechs Punkten Vorsprung auf die Panther angesichts der weitaus besseren Tordifferenz reichen – es wäre indes der erste Zähler gegen die Fuggerstädter in der laufenden Saison überhaupt.

Hinzu kommt: Die Panther dürften ihrerseits ebenfalls auf einen Sieg brennen, sind sie seit Freitag doch selbst ohne Zweifel zurück im Kampf um die Top Ten. Angeführt von D.J. Busdeker (drei Tore, drei Assists – „Ich hatte noch nie ein Sechs-Punkte-Spiel in meinem Leben“) wurde die Pflichtaufgabe gegen den sportlichen Absteiger aus Dresden mit 6:3 gelöst, während parallel die Nürnberg Ice Tigers ihr turbulentes Heimspiel gegen die Eisbären Berlin mit 4:5 verloren und plötzlich nur noch drei Zähler Vorsprung auf Augsburg haben. Erst ein einziger Sieg in fünf Matches gelang Nürnberg seit der Olympia-Pause, Defender Julius Karrer will dennoch „nicht nach hinten gucken, sondern uns auf uns fokussieren. Da haben wir erst mal genug zu tun.“ Gleichwohl haben auch die Ice Tigers im Vergleich zu den Panthern das deutlich bessere Torverhältnis, weshalb ein Dreier am Sonntag bei den Grizzlys Wolfsburg um Neu-Coach Tyler Haskins und eine Augsburger Nullnummer in Schwenningen gleichbedeutend mit mindestens einer Vorentscheidung wäre.

So weit ist das Rennen um Rang sechs, also um den letzten direkten Viertelfinalplatz, noch nicht. Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben seit Freitag zwar zwei Zähler Rückstand auf die Eisbären Berlin, „dürfen“ jedoch am Sonntag in Iserlohn ran – in der Auswärtstabelle sind die Fischtown Pinguins Fünfter, zu Hause hingegen nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie (Club-Negativrekord) nur Zehnter. Hoffnung darf dem Team von Cheftrainer Alexander Sulzer darüber hinaus das Berliner Restprogramm mit Duellen gegen die Spitzenmannschaften aus Köln, Mannheim und München machen, los geht es am Sonntagnachmittag bei den Haien. „Es wird nichts leichter“, sagt Eisbären-Angreifer Marcel Noebels mit Blick auf die hohen Hürden einerseits, sieht das Programm andererseits aber auch als gute Vorbereitung auf die Playoffs: „Wir haben jetzt drei Gegner, die wir, wenn wir im April noch spielen wollen, auf jeden Fall sehen werden.“

Während Berlins Sonntagskontrahent aus Köln Rang eins nach der Hauptrunde längst fixiert hat, tobt dahinter nach wie vor der Kampf um die weiteren guten Ausgangspositionen mit Blick auf die Playoffs – wobei es einer Sensation gleichkäme, sollten die Straubing Tigers ihren zweiten Platz mit dem neunten (!) Dreier in Serie beim abgeschlagenen Schlusslicht in Dresden nicht weiter festigen. Unter Druck steht derweil insbesondere der ERC Ingolstadt. Gehen die Schanzer im Spitzenspiel gegen Mannheim (ab 16.15 Uhr live im Free-TV bei DF1) leer aus und holt der zwischen den beiden Teams rangierende EHC Red Bull München erwartungsgemäß alle drei Punkte gegen die Löwen Frankfurt, wäre das Heimrecht für Ingolstadt im Viertelfinale schon jetzt futsch – und das, nachdem die Schützlinge von Head Coach Mark French im Oktober und November noch quasi unaufhaltsam daherkamen. Immerhin: Die Ingolstädter Heimbilanz gegen Mannheim war zuletzt mit vier Siegen am Stück positiv. Doch die zunächst mäßig aus der Olympia-Pause gekommenen Adler reisen mit neuem Selbstvertrauen an. Gleich mehrere Spieler sahen beim 5:1-Ausrufezeichen gegen Köln am Freitag die beste Saisonleistung, Stürmer Kris Bennett etwa meinte: „Das war wahrscheinlich unser komplettestes Spiel, wir haben über 60 Minuten stark gespielt. Jetzt wollen wir in Ingolstadt nachlegen.“  

Stefan Wasmer

 

Die Spiele im Überblick mit den Quoten von INTERWETTEN.DE

14.00 Iserlohn - Bremerhaven 2.60|4.10|2.25
14.00 München - Frankfurt 1.25|6.50|9.50
14.00 Köln - Berlin 2.05|4.20|2.95
16.30 Dresden - Straubing 7.00|5.75|1.35
16.30 Ingolstadt - Mannheim 2.10|4.00|2.85
16.30 Wolfsburg - Nürnberg 1.83|4.30|3.45
19.00 Schwenningen - Augsburg 1.80|4.30|3.50


(Stand: 07.03.2026, 14.00 Uhr)

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Notizen

  • vor 21 Stunden
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
  • gestern
  • Berlins Verteidiger Korbinian Geibel, der auch im Februar Olympia-Luft schnupperte, fällt aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich am Mittwoch in Dresden zuzog, für den Rest der Saison aus. Der 23-Jährige wird zeitnah operiert.
  • vor 2 Tagen
  • Vorzeitiges Saisonende für Rourke Chartier: Der Stürmer der Dresdner Eislöwen (PENNY DEL) fällt mit einer Handverletzung aus.
  • vor 3 Tagen
  • Die Eisbären Regensburg (DEL2) verlängern die Verträge mit Co-Trainer Hugo Boisvert und Torwarttrainer Joey Vollmer.
 Beide bleiben auch in der Saison 2026/27 Teil des Trainerteams der Oberpfälzer.
  • vor 4 Tagen
  • Von den Heilbronner Falken wechselt Stürmer Luis Ludin zu den Bietigheim Steelers. Aus dem eigenen Nachwuchs wurde mit Philipp Nuss ein weiterer Stürmer lizenziert.
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