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Sonntag, 18. Januar 2026

Die PENNY DEL am Sonntag Eisbären verlieren trotz Wissmanns Comeback-Tor, Köln mit 14. Sieg in Folge, Nürnberg bezwingt München dramatisch

Zurück im Lineup: Eisbären-Kapitän Kai Wissmann traf bei seinem Saisondebüt nach langwieriger Achillessehnenverletzung prompt, die Berliner 2:5-Niederlage in Wolfsburg verhinderte dies allerdings nicht.
Foto: City-Press

Die Kölner Haie eilen in der PENNY DEL weiterhin von Sieg zu Sieg. Am 41. Spieltag feierten die Rheinländer beim 4:2 über Iserlohn den 14. Erfolg in Serie, stellten damit einen neuen Clubrekord auf und bauten den Vorsprung in der Tabelle auf den Rangzweiten Mannheim auf 14 Zähler aus. Mannheim nutzte indes mit einem 6:2-Erfolg in Dresden den Ausrutscher Münchens. Die Oberbayern verloren das Derby in Nürnberg beim Comeback von Nationaltorhüter Mathias Niederberger mit 4:5. München bleibt als Rangdritter einen Punkt vor Ingolstadt, das sich in Frankfurt mit 2:1 nach Penalty-Schießen durchsetzte. Von der Rolle sind indes die Straubing Tigers, die im Derby gegen gut aufgelegte und effiziente Augsburger mit 1:4 den Kürzeren zogen und damit ihre vierte Niederlage in Folge kassierten. Einen wichtigen Heimerfolg feierte Wolfsburg beim 5:2 gegen Berlin. Die Grizzlys (aktuell auf Rang acht) haben damit den Rückstand auf die Eisbären (Platz sieben) auf fünf Zähler verringert. Im Kampf um Platz zehn hielten die Schwenninger Wild Wings Augsburg auf Distanz.

Die Spielstenogramme (7 Einträge)

 

Trotz des spektakulären Comebacks von Kai Wissmann haben die Eisbären Berlin am Sonntagnachmittag in der PENNY DEL bei den Grizzlys Wolfsburg einen Dämpfer im Kampf um die direkte Viertelfinalqualifikation hinnehmen müssen. Der Nationalverteidiger erhielt bei seinem Saisondebüt prompt mehr als 18 Minuten Eiszeit und erzielte mit einem platzierten Handgelenkschuss sogar das zwischenzeitliche 2:2 nach 0:2-Rückstand. Letztlich kassierte der offensiv weitgehend ideenlose Meister dennoch eine nicht unverdiente 2:5-Niederlage, wobei nach zehn Matches auch die Torserie von Eisbären-Angreifer Liam Kirk endete. Die Hauptstädter verloren darüber hinaus Stürmer Blaine Byron bereits im Auftaktdrittel verletzungsbedingt, während Wolfsburg den dritten Sieg aus den jüngsten vier Partien mitnahm.

Durch den Dreier wahrten die Grizzlys auf Rang acht ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf die Nürnberg Ice Tigers, die sich im Heimspiel gegen den zuvor dreimal in Serie siegreichen EHC Red Bull München in dramatischer Manier durchsetzten. Nürnberg um Doppeltorschütze Brett Murray verspielte im bayerischen Duell eine zwischenzeitliche 4:1-Führung und drohte im Schlussabschnitt sogar noch sämtlichen Ertrag zu verspielen. Stattdessen schloss jedoch Evan Barratt, der zuvor bereits drei Treffer vorbereitet hatte, 18 Sekunden (!) vor dem Ende eine sehenswerte Kombination mit dem 5:4-Siegtor ab. Münchens Aufholjagd, die im Mitteldrittel durch einen Powerplay-Doppelpack von Adam Brooks eingeleitet worden war, blieb somit unbelohnt, während die Ice Tigers nach Mannheim am Freitag das zweite Spitzenteam des Wochenendes bezwangen.

Einen ganz späten Treffer gab es auch in Frankfurt, wo sich die heimischen Löwen beim Comeback von Defender Reid McNeill nach zweieinhalb Monaten 46 Sekunden vor Schluss für eine gute Leistung belohnten und durch Cameron Brace zum 1:1 ausglichen, nachdem Alex Breton die Besucher vom ERC Ingolstadt im zweiten Durchgang in Überzahl in Führung gebracht hatte. Das Team von Head Coach Mark French brachte in 65 Minuten lediglich 17 Torschüsse zu Stande – und gewann letztlich dennoch mit 2:1, weil Kenny Agostino im Penalty-Schießen als einziger Schütze erfolgreich war. Die Schanzer stehen nach ihrem Zwischentief nun bei drei Siegen am Stück, während Frankfurt weiter auf den zweiten Erfolg im Kalenderjahr 2026 wartet.   

Die Kölner Haie haben unterdessen ihren 14. Sieg in Folge gefeiert und damit einen neuen Clubrekord aufgestellt. Beim 4:2 gegen Iserlohn fiel die Entscheidung jedoch erst in der Schlussphase, obwohl die Kölner zwischenzeitlich schon 3:1 geführt hatten. Nach dem 2:3 durch Thomas in der 58. Minute gingen die Roosters volles Risiko und nahmen Goalie Andreas Jenike vom Eis. Haie-Torjäger Patrick Russell machte mit einem Empty-Net-Goal dann aber alles klar.

Die vierte Niederlage in Folge kassierten die Straubing Tigers im Heim-Derby gegen Augsburg. Nur im ersten Drittel konnten die Niederbayern Akzente setzen, dann aber schwanden zusehends Kraft und Konzentration. Mit einem fulminanten Schlussdrittel machten die überzeugenden Gäste aus Augsburg – auch dank Doppeltorschütze Alexander Blank – alles klar und sind damit im Rennen um Platz zehn weiterhin voll dabei. Rang zwei in der Tabelle behaupteten die Adler Mannheim, die beim Tabellenletzten in Dresden einen lockeren 6:2-Erfolg feierten. Dabei führten die Gäste schon mit 6:0, ehe der Tabellenletzte in der Schlussphase noch zu zwei Treffern kam.

Die Schwenninger Wild Wings haben im Kampf um die Playoffs angesichts des vorangehenden Augsburger Erfolgs einen wichtigen Auswärtssieg gelandet. Beim 5:2-Erfolg bei den Fischtown Pinguins durchbrachen sie ihre Negativserie zuletzt in Bremerhaven nach sechs Spielen. Die Gastgeber waren im Powerplay in Front gegangen und bejubelten schon das vermeintliche 2:0, das aber wegen Torhüterbehinderung keine Anerkennung fand. Zwei Solo-Läufe – der erste kurz nach der strittigen Situation – drehten die Partie. Schwenningen erhöhte vor der zweiten Pause noch in Überzahl, doch Bremerhaven gab sich nicht auf und kam heran. In einem Powerplay rund neun Minuten vor Ende verhinderte unter anderem das Gestänge den Ausgleich. Zwei Emptynetter in die Bremerhavener Schlussoffensive hinein sorgten für klare Verhältnisse. Schwenningen bleibt auf Rang zehn und hält den Drei-Punkte-Abstand auf Augsburg.

Stefan Wasmer/Wolfgang Karl/Martin Wimösterer


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Notizen

  • vor 6 Stunden
  • Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Frauen steigt in die Top-Gruppe auf. Durch den 2:0-Erfolg am Sonntag gegen Norwegen ist sie in der Tabelle nicht mehr einholbar. Im Gegenzug steigt aus der Top-Gruppe Finnland ab.
  • vor 8 Stunden
  • Andrew Donaldson verlässt den ESV Kaufbeuren (DEL2). Der Kanadier hat den Club um die Auflösung seines noch bis Saisonende laufenden Vertrages gebeten. In den letzten Monaten war Donaldson Interimstrainer und sollte nach der Einstellung von Leif Carlsson auf seinen Co-Trainer-Posten zurückkehren.
  • gestern
  • Die U18-Nationalmannschaft der DEB-Frauen besiegte am Samstagnachmittag die bis dato ungeschlagenen Japanerinnen mit 2:1. Damit hat das Team von Trainer Sebastian Jones den Aufstieg in die Top-Division am Sonntagmittag gegen Norwegen in der eigenen Hand.
  • gestern
  • Torhüter Sebastian Scherer, 20, hat sich mit den Selber Wölfen aus persönlichen Gründen auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Er bestritt in dieser Saison ein Oberliga-Spiel.
  • vor 2 Tagen
  • Mit André Schrader wird ein deutscher Schiedsrichter bei den Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina mit dabei sein. Der 36-Jährige wurde nach 2014 und 2022 bereits zum dritten Mal vom Eishockey-Weltverband IIHF für Olympische Winterspiele nominiert.
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