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Sonntag, 1. März 2020

Der 50. DEL-Spieltag am Sonntag München ist Hauptrundenmeister, Verfolger tauschen Plätze – Augsburg sichert sich Platz unter den ersten Zehn, Köln definitiv raus

Jubel beim EHC Red Bull München, der sich den Hauptrundentitel gegen Schwenningen erkämpft hat.
Foto: imago images/Eibner-Pressefoto/Feiner

Der drittletzte Spieltag der DEL-Hauptrunde stand am Sonntag an – und sowohl oben als auch weiter unten im Tableau sind nun einige Entscheidungen endgültig gefallen. Während München sich durch einen Comeback-Erfolg gegen Schlusslicht Schwenningen den Hauptrunden-Titel sicherte, tauschten dahinter Mannheim und Straubing die Plätze – und auch wenn es wahrscheinlich eintritt: Sicher in der CHL sind beide weiter nicht. Köln nutzte gegen die Tigers auch der dritte Erfolg in Folge nichts mehr, Augsburg machte durch einen souveränen Heimsieg über Iserlohn auch die letzten Mini-Chancen der Haie auf Platz zehn zunichte. Unterdessen ist Bremerhaven bis auf einen Punkt an Düsseldorf herangerückt, Berlin ist Platz vier kaum mehr zu nehmen und Nürnberg klettert dank des fünften Sieges aus den vergangenen sechs Partien.

Meister Mannheim bleibt weiter im Rennen um Platz zwei und das potenzielle Heimrecht in einer Playoff-Halbfinalserie. Die Adler setzten sich auf eigenem Eis nach Penalty-Schießen gegen den ERC Ingolstadt mit 4:3 durch. Torjäger Borna Rendulic markierte im Shootout den entscheidenden Treffer, nachdem Mannheim spät eine 3:1-Führung verspielt hatte. Der immer stärker werdende Wayne Simpson rettete den Panthern mit einem Doppelpack zumindest noch einen Punkt.

Drei Punkte Rückstand beträgt der Rückstand von Ingolstadt indes nun auf Platz sechs, da Bremerhaven zuhause gegen Düsseldorf mit 3:2 die Oberhand behalten hat. Zweimal lagen die Fischtown Pinguins in Rückstand, egalisierten aber jeweils. Auf die erstmalige Führung der Norddeutschen durch Brock Hooton wusste dann die DEG keine Antwort mehr, die als Fünfter nur noch einen Zähler mehr auf dem Konto hat als Bremerhaven.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Durch einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung in Wolfsburg haben die Eisbären Berlin Platz vier nun so gut wie sicher. Landon Ferraro glich die Führung der Grizzlys von Mathias Olimb, erzielt eine Sekunde vor Ende des zweiten Abschnitts, in der 53. Minute aus. Marcel Noebels markierte in der Overtime den Siegtreffer für Berlin. Durch die dritte Niederlage in Folge hat Wolfsburg nun keine Chance mehr auf die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.

Aufatmen in Augsburg, die Panther sind nun auch rechnerisch sicher in der ersten Playoff-Runde. Dank eines 4:1-Heimsieges über die Iserlohn Roosters sind die Fuggerstädter von den Kölner Haien nicht mehr abzufangen. Daniel Schmölz, Drew LeBlanc und Patrick McNeill schossen eine beruhigende 3:0-Führung nach 40 Minuten heraus, ehe Alexej Dmitriev verkürzen konnte. LeBlanc machte mit seinem zweiten Treffer des Abends den Deckel drauf und schoss Augsburg endgültig unter die ersten Zehn.

Ohne die verletzungsbedingt ausfallenden Angreifer Sebastian Uvira, Justin Fontaine sowie Goalie Gustaf Wesslau (alle Unterkörperverletzung) hatten die Kölner Haie die Straubing Tigers zu Gast – und sind durch den Augsburger Sieg trotz des eigenen 4:1-Erfolgs definitiv raus im Rennen um Platz zehn. Nachdem Jon Matsumoto die große Chance auf das 1:0 mit einem vergebenen Penalty noch liegen gelassen hatte, markierte Ex-Hai T.J. Mulock im Powerplay zunächst das 1:0 für die Gäste. Doch im Mitteldrittel schlugen die Hausherren gleich dreimal zu und zogen durch Jason Bast, Dominik Tiffels und Matsumoto auf 3:1 davon. Spätestens als Matsumoto das 4:1 markierte, waren das erste Null-Punkte-Wochenende der Saison und das Abrutschen auf Rang drei für die Tigers besiegelt.

Erster gegen Letzter – die Vorzeichen schienen vor der Partie Münchens gegen Schwenningen klar. Doch die Roten Bullen hatten hart zu kämpfen und rannten nach zwei Dritteln einem 0:2 hinterher – Maxi Hadraschek und David Cerny mit seinem ersten DEL-Tor waren für die Gäste erfolgreich gewesen. Im Schlussabschnitt jedoch erzwang München durch Jason Jaffray und Maxi Kastner, der 33 Sekunden vor der Schlusssirene traf, die Overtime. In dieser hatte dann Philip Gogulla das letzte Wort und machte den Hauptrundentitel für München endgültig perfekt.

Im Abendspiel holten die Thomas Sabo Ice Tigers alle drei Punkte in Krefeld und siegten mit 4:3. In einer wilden Schlussphase vergaben Chad Costello (inklusive anschließendem Videobeweis) und Vinny Saponari erst das 3:3 für die Pinguine, dann legte Doppelpacker Kevin Schulze per Empty-Netter das 4:2 nach. Als Grant Besse mit seinem zweiten Treffer doch noch einmal der Anschluss gelang, mussten die Gäste nochmal 20 Sekunden lang zittern, brachten die Führung aber über die Zeit. Durch den Erfolg überholte Nürnberg die Grizzlys Wolfsburg, rückte auf Rang acht vor und bis auf zwei Zähler an Ingolstadt heran.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 18 Stunden
  • U20-Nationalspieler Nino Kinder – zuletzt für die Winnipeg Ice in der WHL (21 Scorer-Punkte in 49 Spielen) aktiv – kehrt zu den Eisbären Berlin zurück. Der 19-Jährige hat nach Clubangaben einen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben.
  • gestern
  • Die Bayreuth Tigers aus der DEL2 haben die Verpflichtung von Verteidiger Lubor Pokovic bestätigt. Der Deutsch-Slowake kommt von Süd-Oberligist ECDC Memmingen und sammelte in der abgelaufenen Saison in 39 Spielen 13 Punkte (ein Tor, zwölf Vorlagen).
  • vor 2 Tagen
  • Die Ice Tigers aus Nürnberg (DEL) haben die Verpflichtung von Timo Walther (22) bestätigt. Der ehemalige U20-Nationalstürmer war in den vergangenen drei Spielzeiten für die Dresdner Eislöwen in der DEL2 aktiv und verzeichnete dort bei insgesamt 164 Einsätzen 63 Scorer-Punkte (27 Tore, 36 Assists).
  • vor 4 Tagen
  • Die Straubing Tigers haben den Vertrag mit Verteidiger Maximilian Gläßl verlängert. Der 23-Jährige steht seit Sommer 2018 für die Tigers auf dem Eis und bestritt bis dato 69 DEL-Spiele. Darüber hinaus wird Marco Baßler ab der kommenden Saison fest zum Straubinger DEL-Kader gehören.
  • vor 6 Tagen
  • Trauer um Jack Bowkus: Der ehemalige Angreifer ist am Samstagabend mit nur 53 Jahren einem Krebsleiden erlegen. In Deutschland war Bowkus als Spieler für Amberg, Bad Wörishofen und Ulm/Neu-Ulm aktiv. In den vergangenen Jahren arbeitete der US-Amerikaner in seiner Heimat als Jugendtrainer.

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