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Freitag, 8. Februar 2019

45. DEL2-Spieltag am Freitag Frankfurt siegt im Spitzenspiel, Ravensburg und Nauheim klauen sich gegenseitig Punkte, Crimmitschau mit Einstandsgeschenk für Naud

<p>Intensiver Schlagabtausch: Beim 5:1-Sieg gegen den direkten Verfolger aus Weißwasser behielten die Löwen Frankfurt (dunkle Trikots) nicht nur auf dem Scoreboard die Oberhand.<br/>Foto: Hübner</p>

Intensiver Schlagabtausch: Beim 5:1-Sieg gegen den direkten Verfolger aus Weißwasser behielten die Löwen Frankfurt (dunkle Trikots) nicht nur auf dem Scoreboard die Oberhand.
Foto: Hübner

Der Erste gegen den Dritten, der Vierte zu Gast beim Zweiten: Das Führungs-Quartett der DEL2 blieb am Freitag unter sich - eine nicht nur wegen der engen Punkteabstände untereinander vielversprechende Spieltagskonstellation. In Frankfurt bekamen die mehr als 5.000 Zuschauer alle Facetten eines Spitzenspiels geboten. Die Löwen und die Lausitzer Füchse begegneten sich über weite Strecken absolut auf Augenhöhe. Und obwohl beide Teams vor allem darauf achteten, defensiv stabil zu stehen, entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel. Mitte des Schlussdrittels sorgten die Gastgeber dann in etwas mehr als zwei Minuten mit drei schnellen Toren für den 5:1-Endstand. Quasi als Sahnehäubchen feierte Frankfurts Dominik Meisinger in einem sehenswerten Faustkampf gegen Maximilian Adam zur Freude der Heimfans einen klaren Punktsieg.

Frankfurt führt jetzt die Konkurrenz mit einem Zähler Vorsprung an, weil sich Ravensburg und Bad Nauheim gegenseitig Punkte wegnahmen. Erster Verfolger der Löwen sind weiterhin die Ravensburg Towerstars, die gegen die Roten Teufel einen Zwei-Tore-Rückstand im Schlussdrittel noch egalisieren konnten. Der Ausgleich fiel dabei erst vier Sekunden vor der Schlusssirene im Powerplay durch Mathieu Pompei. Zum Spieler des Tages kürte sich Ravensburgs "Goldhelm" David Zucker, der nach 2:18 Minuten in der Verlängerung traf - nachdem er nach nur vier Minuten im ersten Drittel den Torreigen eröffnet hatte und bei Pompeis Ausgleich die Vorlage lieferte. Für Rich Chernomaz war es der zweite Sieg im zweiten DEL2-Spiel hinter der Towerstars-Bande.

Einen weiteren Rückschlag im Kampf um Platz vier musste der ESV Kaufbeuren hinnehmen, der zu Hause mit 3:4 nach Verlängerung gegen Bad Tölz verlor. Mit dem einen Punkt war der ESVK dabei nach zuvor drei glatten Niederlagen noch gut bedient, denn nach 2:0-Führung nach dem ersten Drittel lag man wenige Minuten vor dem Ende mit 2:3 hinten. Bei nur noch 37 Sekunden auf der Uhr erzwang schließlich Sami Blomqvist in Überzahl die Verlängerung. In dieser sicherte dann aber Tyler Gron den Löwen den wohlverdienten Zusatzpunkt.

Die Spiele in der Statistik (7 Einträge)

 

Das spielte nicht zuletzt den Bietigheim Steelers in die Karten, die vor heimischer Kulisse einen 4:3-Overtimesieg gegen Heilbronn feiern konnten und als Sechstplatzierte somit bis auf drei Punkte an Kaufbeuren heranrücken. Matt McKnight war es nach 3:43 Minuten der Verlängerung vorbehalten, die Mehrzahl der 4.517 Zuschauer vom Nervenkitzel zu erlösen.

Im Verfolgerduell zwischen den Dresdner Eislöwen und den Bayreuth Tigers behielten die Gastgeber mit 5:4 die Oberhand, die sich damit auf den neunten Platz vorschoben. Die Oberfranken dagegen rutschten durch den gleichzeitigen Erfolg Crimmitschaus (siehe unten) auf Rang elf ab. Beide Kontrahenten waren mit 59 Punkten in die Partie gegangen. Die Sachsen konnten sich vor allem auf ihr Powerplay verlassen, das beide Möglichkeiten verwertete. Das fünfte Tor schoss Nick Huard, der einen Doppelpack schnürte, gar in Unterzahl. Jordan Knackstedt war mit je zwei Toren und zwei Vorlagen der Matchwinner aufseiten Dresdens, Bayreuth half am Ende auch der Vier-Punkte-Abend von Michal Bartosch nichts.

Auch am Tabellenende kam es zu einem direkten Duell, denn der Tabellenletzte Deggendorf empfing den Vorletzten Freiburg. Und der Kampf gegen die Rote Laterne entwickelte sich zur wahren Nervenschlacht, die Entscheidung fiel erst im Penalty-Schießen. Der Gastgeber siegte schließlich nach fünf Shootout-Runden mit 3:2, ein erfolgreiches Debüt also für Rückkehrer Kim Collins hinter der Bande. Während Freiburgs Neuzugang Jozef Balej dabei keinen seiner drei Versuche versenken konnte - der erste Treffer wurde ihm aberkannt - wies Deggendorfs Kyle Gibbons bei zwei Anläufen eine hundertprozentige Erfolgsquote auf, nachdem er in der Overtime noch einen Penalty-Versuch ungenutzt gelassen hatte.

Crimmitschau setzte derweil im Kampf um die Pre-Playoffs ein Zeichen, feierte in Kassel mit 8:4 den dritten Sieg in Folge. Damit bescherten die Eispiraten nicht nur ihrem Neu-Trainer Danny Naud einen perfekten Einstand, sondern eroberten damit vorerst auch Platz zehn. Die Grundlage zum letztlich überzeugenden Erfolg legten die Westsachsen dabei Mitte des zweiten Drittels, als sie innerhalb von drei Minuten von 2:1 auf 5:1 davonzogen. Nach dem zurückliegenden Sechs-Punkte-Wochenende müssen die Huskies hingegen nach dieser ebenso deutlichen wie bitteren Niederlage wohl endgültig sämtliche Hoffnungen auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation aufgeben.

Carsten van Zanten


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Kurznachrichtenticker

  • vor 35 Minuten
  • Mit dem 20-jährigen Peter Spornberger steht der fünfte Verteidiger im Kader des EHC Freiburg fest. Er kommt von der U20 des Kölner EC. Der italienische Nachwuchsnationalspieler, der auch vier Spiele in der A-Nationalmannschaft vorzuweisen hat, wird noch vor der Saison einen deutschen Pass erhalten.
  • vor 3 Stunden
  • Verteidiger Andrew MacDonald (32), dessen Kontrakt mit bisher durschnittlich fünf Millionen US-Dollar zu Buche schlug, ist von den Philadelphia Flyers auf die Waiver-Liste gesetzt worden, um seinen Vertrag mit noch einem Jahr Laufzeit aufzulösen.
  • vor 3 Stunden
  • Die Los Angeles Kings haben den jährlich sieben Millionen US-Dollar schweren Vertrag mit Verteidiger-Routinier Dion Phaneuf vorzeitig beendet. Der Kontrakt wäre noch zwei Spielzeiten gelaufen. Der 34-Jährige kam 2018/19 in 67 Partien auf lediglich einen Treffer und fünf Vorlagen.
  • gestern
  • Verteidiger Stefan Rott bleibt dem EV Füssen auch nach dem Aufstieg in die Oberliga Süd erhalten. Der 30-Jährige steuerte zur Meisterschaft und der damit verbundenen Rückkehr in die Drittklassigkeit in 48 Partien 19 Torvorlagen bei.
  • gestern
  • Stürmer Jordan Eberle (29) hat einen neuen Fünfjahresvertrag bei den New York Islanders unterschrieben und verdient jährlich 5,5 Mio. US-Dollar. Während er in der Hauptrunde mit 19 Toren und 18 Assists in 78 Partien enttäuschte, war er mit neun Punkten in acht Playoff-Spielen bester Isles-Scorer.

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