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Sonntag, 8. Januar 2023

35. DEL2-Spieltag am Sonntag: Kaufbeuren fertigt Bad Nauheim im ersten Drittel ab, Selb schießt Regensburg aus der Halle, Dresden gewinnt Sachsenderby

Klarer Derbysieg für Selb: Die Wölfe schickten am Sonntag die Eisbären Regensburg mit einer 6:0-Packung nach Hause.
Foto: Mario Wiedel

Acht Treffer im ersten Abschnitt – und dann über 40 Minuten kein weiterer mehr: Im Topspiel des 35. DEL2-Spieltags machte der ESV Kaufbeuren mit dem EC Bad Nauheim kurzen Prozess – und feierte einen 6:2-Heimsieg. Mit einem deutlichen 6:0-Erfolg schickten auch die Selber Wölfe im Aufsteiger-Duell der letzten beiden Jahre die Eisbären Regensburg am Sonntagnachmittag wieder nach Hause. Und auch die sächsischen Teams aus Dresden (4:0 im Derby gegen Weißwasser) und Crimmitschau zu Hause gegen Freiburg (3:0 durch einen Hattrick des Finnen Henri Kanninen) triumphierten jeweils zu null. Am Sonntagabend waren zudem der EV Landshut (5:3 in Krefeld), die Ravensburg Towerstars (4:1 gegen Freiburg) und die Kassel Huskies (3:2 gegen Bayreuth) erfolgreich. Was der erste Spielsonntag im Jahr 2023 in der DEL2 auch zu bieten hatte: Tolle Kulissen, unter anderem in Dresden, Selb und Krefeld.

Im Derby zwischen den Aufsteigern der vergangenen beiden Jahre aus Selb und Regensburg wurden die Hausherren der prächtigen Kulisse von 3.185 Fans gerecht und erarbeiteten sich mit je zwei Toren in den ersten beiden Spieldritteln vor dem Schlussabschnitt eine beruhigende 4:0-Führung. Bei Spielende hieß es 6:0 für die Oberfranken, die damit ein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende komplettierten und ein Ausrufezeichen im Kampf um Platz zehn setzen konnten. Der zuletzt schon formstarke Michel Weidekamp im Gehäuse der Wölfe ließ bei 29 Schüssen auf sein Tor keinen Gegentreffer zu. Und Angreifer Mark McNeill erzielte – wie schon am Freitag – einen Dreierpack.

Nach 20 Spielminuten war das Duell zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem EC Bad Nauheim beim Stand von 6:2 für die Hausherren aus dem Allgäu entschieden. Die Gäste aus Hessen erlebten ein rabenschwarzes Auftaktdrittel mit zwei frühen Gegentreffern in der ersten Spielminute. Beim Stand von 6:2 nach 20 Minuten blieb es dann bis zum Ende – Bad Nauheims Backup Rihards Babulis, der zur ersten Drittelpause Felix Bick im Tor der Gäste ersetzte, ließ kein weiteres Gegentor mehr zu.

Die Spiele im Stenogramm: (7 Einträge)

 

 

Durchaus etwas Geduld brauchten die Fans der Dresdner Eislöwen beim Sachsenderby bei ausverkaufter Kulisse vor mehr als 4.400 Zuschauern gegen Weißwasser. Die Eislöwen gingen durch einen Treffer des Schweden Johan Porsberger zwar zeitig in Führung, doch dann dauerte es bis ins Schlussdrittel, ehe weitere Tore fielen. Das 2:0 von Vladislav Filin, ein Treffer von David Rundqvist bei doppelter Überzahl und ein Shorthander von Tom Knobloch besiegelten den 4:0-Derbyerfolg der Hausherren gegen an diesem Abend unterlegene Lausitzer Füchse, die bei 22 Versuchen Janick Schwendener im Dresdner Gehäuse nicht überwinden konnten.

Mit einem Hattrick im ersten Abschnitt brachte Henri Kanninen seine Eispiraten Crimmitschau beim Heimspiel gegen Freiburg früh auf die Siegerstraße, die die Westsachsen auch nicht mehr verließen. Die drei Tore des erfahrenen Finnen in Diensten der Hausherren blieben bis zum Schluss die einzigen in dieser Partie. Ilya Sharipov hielt mit 22 Paraden sein Gehäuse bis zum Ende sauber und freute sich über sein zweites Zu-Null-Spiel der Saison.

Philip Riefers (7.), der nach mehrwöchiger Verletzungspause ins Krefelder Aufgebot zurückkehrte, brachte die Pinguine gegen den EV Landshut in Front. Andreas Schwarz egalisierte nur 17 Sekunden später. Im zweiten Drittel legten die Gastgeber vor 3.648 Zuschauern noch zwei weitere Male vor, doch die Niederbayern hielten Schritt. Nach 56 Sekunden im Schlussabschnitt besorgte Tyson McLellan mit einem verdeckten Schlenzer im Powerplay die erstmalige EVL-Führung. Das war letztlich auch der Gamewinner. Julian Kornelli machte mit einem Empty-Net-Goal noch den Deckel drauf.

Die Ravensburg Towerstars ließen im Duell mit Heilbronn nichts anbrennen. Als Vorentscheidung durfte man das 3:0 von Max Hadraschek – zu einem günstigen Zeitpunkt 16 Sekunden vor der zweiten Pause – deuten. Nach Maximilan Leitners einzigem Falken-Treffer sorgte Towerstars-Stürmer Fabian Dietz für den 4:1-Endstand. Für eine faustdicke Überraschung sorgten beinahe die Bayreuth Tigers, die beim souveränen Tabellenführer Kassel mit einem Minikader antraten. Huskies-Defender Steven Seigo erzielte erst in der 55. Spielminute mit dem 3:2 das entscheidende Tor und machte so den elften Sieg in Serie der Nordhessen perfekt. Zuvor waren die Schlittenhunde immer wieder am überragenden Tigers-Schlussmann Brandon Halverson (48 Saves) gescheitert.

Sebastian Groß/Tim Heß


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Kevin Gaudet, Trainer der Hannover Scorpions, hat sich nach seinem Kreislaufproblemen am Freitag wieder zurückgemeldet. Untersuchungen im Krankenhaus hätten keine Auffälligkeiten zu Tage gebracht. Er stieg am Samstag schon wieder in den Trainingsbetrieb ein.
  • vor 2 Tagen
  • Tamas Kanya erhält eine Förderlizenz für die EXA IceFighters Leipzig. Der Stürmer, der aufgrund von zwei schwerwiegenden Verletzungen bislang nur acht Saisonspiele für Crimmitschau (DEL2) bestritt, soll nach seiner Pause vorerst beim Kooperationspartner in der Oberliga Nord Spielpraxis sammeln.
  • vor 2 Tagen
  • Die ESC Wohnbau Moskitos Essen müssen bis Saisonende auf Tim Junge verzichten. Wie der Nord-Oberligist am Freitag mitteilte, hat sich der 21-jährige Verteidiger einen Kahnbeinbruch zugezogen.
  • vor 2 Tagen
  • Verteidiger Rob Brown gibt erneut sein Comeback und hilft bis Saisonende beim EC Peiting aus. Der 41-jährige Deutsch-Kanadier hatte seine aktive Laufbahn erstmals nach der Saison 2018/19 (bei Peiting) und nach einem einjährigen Intermezzo bei den Blue Devils Weiden im Frühjahr 2022 abermals beendet.
  • vor 3 Tagen
  • Torhüter Tommi Steffen bleibt eine weitere Saison bei der EG Diez-Limburg (Oberliga Nord). Der 21-jährige Deutsch-Finne, der maßgeblich an der starken ersten Saisonhälfte der Rockets beteiligt war, bestritt 37 Partien und kommt auf eine Fangquote von 89,0 Prozent und einen Gegentorschnitt von 4,24.
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