Playdown-Zonen-Duell: Der EC Bad Nauheim trifft auf die Blue Devils Weiden.
Foto: Andreas Chuc
Gleich zweimal treffen am anstehenden DEL2-Wochenende direkte Tabellennachbarn aufeinander. Die Eisbären Regensburg (8.) duellieren sich am Freitag mit den Bietigheim Steelers (7.). Beide Mannschaften stehen vor dem Wochenende bei 48 Punkten und nahmen aus ihren jüngsten fünf Partien zwei Niederlagen, zwei Siege in regulärer Spielzeit und einen Zwei-Punkte-Erfolg mit. Während die Steelers im Powerplay die bessere Figur machen (21,2 Prozent, Platz sechs im Ligavergleich), stehen die Eisbären mit ihrer 87,5-Prozent-Unterzahlquote auf Rang eins der DEL2 – auch wenn dem Team bislang nur ein Shorthander gelang.
Auch in den Playdown-Rängen kommt es am Freitag zur Partie zwischen Tabellennachbarn: Die Blue Devils Weiden (11.) gastieren beim EC Bad Nauheim (12.). Die Roten Teufel sind – mit Ausnahme von Schlusslicht Kaufbeuren – das heimschwächste Team der zweiten deutschen Spielklasse – nur 1,13 Punkte pro Heimspiel sprangen für das Team von Peter Russell heraus. Nach vier Pleiten in Serie folgte für die Bad Nauheimer vergangenen Sonntag gegen Freiburg wieder ein Erfolgserlebnis in Form eines 6:0-Kantersiegs. So auch bei den Blue Devils: Diese hatten vor dem 4:1-Heimsieg über Kaufbeuren am Sonntag sieben Niederlagen am Stück kassiert. Ebenso mussten die Oberpfälzer sogar viermal in den letzten acht Matches eine Zusatzschicht einlegen. Die Overtime- und Shootout-Niederlagen sorgten trotz der Punktgewinne für Ernüchterung bei Weidens Allrounder Manuel Edfelder, der aber auch sagt: „Es ist immer enttäuschend, wenn man verliert – vor allem, wenn man mehrere Spiele in Folge verliert. Aber man muss einfach jeden Punkt mitnehmen, denn am Ende kann jeder einzelne wichtig sein.“
Sollte die Düsseldorfer EG (10.) das Straßenbahn-Derby bei den Krefeld Pinguinen (1.) am Sonntag verlieren, droht dem DEL-Absteiger (weil die DEG am Freitag spielfrei hat) das erneute Abrutschen in die Playdown-Zone der DEL2. Vor dem Wochenende liegen die DEG-Verfolger Weiden als Elfter nur zwei Punkte und Bad Nauheim als Zwölfter nur sechs Punkte hinter den Düsseldorfern. Bad Nauheims Garret Pruden hat jedenfalls weiter Hoffnung auf Platz zehn. „Unser Ehrgeiz treibt uns an. Wir bestreiten einen Wettkampf, und keiner verliert gerne. Der bisherige Saisonverlauf hat zudem gezeigt, was alles passieren kann“, berichtete der Defender in unserer aktuellen Ausgabe. Hoffnung gibt den Verfolgern der DEG auch der Fakt, dass die Krefeld Pinguine die zwei bisherigen Derbys für sich entschieden haben. Zudem fehlt Yushiroh Hirano nach seiner Sperre gegen seinen Ex-Club.
Ein bayerisches Duell steigt am Freitag zwischen den Starbulls Rosenheim und dem ESV Kaufbeuren. Beide Kontrahenten stehen an den gegenüberliegenden Enden der Gegentor-Tabelle. Der ESVK hat mit 127 Gegentreffern die meisten der Liga – die Starbulls haben mit 75 kassierten Toren die beste Defensive der DEL2.
Lisa Taduschewski