Beim letzten Aufeinandertreffen Anfang Januar fertigten die Bad Nauheimer Freiburg mit 6:0 ab.
Foto: Andreas Chuc
Es ist das Wochenende der richtungsweisenden DEL2-Spiele. Angefangen mit dem Duell Freiburg (13.) gegen Bad Nauheim (12.) in der unteren Tabellenregion: Beide Clubs trennen nur zwei Punkte voneinander. Die Bad Nauheimer mussten zuletzt vier Niederlagen einstecken und stehen seit der Weihnachtszeit auf dem zwölften Tabellenplatz, den es aus der Bad Nauheimer Sicht am Freitag gegen die Wölfe zu behaupten gilt. „Wir haben den Puck gut laufen lassen, haben nicht viel falsch gemacht“, bilanzierte Peter Russell, Coach der Wetterauer, nach dem bitteren vergangenen Wochenende (4:5 gegen Weißwasser, 2:3 n.V. gegen Düsseldorf) und analysierte: „Wenn man trotz solcher Leistungen auf Rang zwölf steht, zeigt das, in welch einer verrückten Liga wir spielen.“ Am Sonntag steht den Roten Teufeln dann noch das Duell gegen Kaufbeuren bevor – dem zweiten Club neben Freiburg, der hinter den Hessen steht. Für die Bad Nauheimer bietet sich also die Möglichkeit, wieder an den zehnten Tabellenplatz heranzurücken.
Doch nicht nur im Tabellenkeller stehen Partien mit Relevanz an. Der aktuell formschwache EV Landshut (7.) gastiert am Freitagabend bei den Ravensburg Towerstars (6.). Nach der 1:5-Niederlage gegen dezimierte Bietigheim Steelers am Dienstagabend erhielt der EVL von seinem Publikum Pfiffe von den Rängen sowie hämischen Applaus. Denn mit dieser Pleite rutschte das Team von Head Coach Uwe Krupp auf einen Pre-Playoff-Rang ab. Anders hingegen verlief es zuletzt bei den Oberschwaben. Diese haben sich in der Tabelle hochgearbeitet und sind nun wieder im Stande, die direkten Konkurrenten zu ärgern. Weiterhin überzeugt die Top-Reihe um Erik Karlsson, Robbie Czarnik und Mark Rassell. Die zweite Sturm-Formation um den nachverpflichteten US-Amerikaner Odeen Tufto fällt im Vergleich noch etwas ab. „Auch wenn es derzeit eine kleine Durststrecke gibt, haben wir ja schon ein paar wichtige Tore erzielt“, hält Tufto jedoch in unserer aktuellen Ausgabe entgegen.
Ein Wochenende der großen Herausforderungen steht auch bei den Bietigheim Steelers an. Mit personellen Problemen und verletzungsbedingt nur zwei Imports bewies das Team von Alexander Dück Charakterstärke und erkämpfte sich zuletzt den vierten Tabellenplatz – als Aufsteiger aus der Oberliga eine bis dato beachtenswerte Leistung. „Mittlerweile sind wir in dem Tabellenbereich, den wir uns vorgestellt haben. Aber das ist eine Momentaufnahme und wir müssen uns ranhalten“, sagte Steelers-Cheftrainer Alexander Dück im Interview mit Eishockey NEWS nach dem Sieg in Landshut. Härtetests gegen das Spitzenduo der DEL2 folgen am Freitag in Kassel und am Sonntag gegen Spitzenreiter Krefeld. Bei diesen Partien hoffen die Ellentaler auch auf eine Rückkehr der Leistungsträger Cole Fonstad und Brett Kemp. Letzterer wird gemeinsam mit Corey Mackin, Top-Scorer der Eispiraten Crimmitschau, als Neuzugang für die kommende Saison 2026/27 bei der Düsseldorfer EG gerüchtet.
Lisa Taduschewski