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Freitag, 19. April 2024

Das vierte Match der DEL2-Finalserie am Freitag Kassel bekommt Booth nicht in den Griff: 39-jähriger Routinier führt Regensburg zum 4:2-Erfolg in Spiel 4 und damit zum Serienausgleich

Torhüter Tom McCollum war auch in Spiel 4 der DEL2-Finalserie ein starker Rückhalt für die Eisbären Regensburg.
Foto: Jan-Malte Diekmann

Beim vierten DEL2-Finalspiel konnten die Eisbären Regensburg zum ersten Mal auf Stürmer David Booth zurückgreifen. Der 535-fache NHL-Spieler hatte die ersten drei Matches verletzungsbedingt verpasst. Und natürlich avisierten die Oberpfälzer am Freitagabend vor heimischer Kulisse den erneuten Serienausgleich. Das Team von Max Kaltenhauser startete dementsprechend druckvoll in die Partie. Top-Scorer Andrew Yogan prüfte Brandon Maxwell früh mit einem satten Handgelenkschuss, doch der Huskies-Goalie war mit der Fanghand zur Stelle. Dann kam das in den Playoffs so starke Regensburger Powerplay erstmals zum Zug. Nach starker Vorarbeit von Corey Trivino ließ Kevin Slezak allerdings eine Top-Gelegenheit aus. Zuvor war Huskies-Stürmer Joel Lowry bei einem Unterzahlkonter in Eisbären-Schlussmann Tom McCollum gerauscht.

Ansonsten sahen die 4.712 Zuschauer in der ausverkauften Donau-Arena in den ersten zehn Minuten ein flüssiges Match, das nur selten unterbrochen wurde. Beim ersten Huskies-Überzahlspiel glänzte McCollum mit einem „Doppelsave“ gegen Daniel Weiß und Tristan Keck. Insgesamt kam jedoch Regensburg in regelmäßigeren Abständen zu nennenswerten Einschussmöglichkeiten, doch Corey Trivino (zweimal) und Nikola Gajovsky scheiterten stets am gut aufgelegten Maxwell. Kassel haderte hingegen mit der Abstimmung, lief bei aussichtsreichen Kontern immer wieder ins Abseits.

Das Spielstenogramm (1 Einträge)

 

 

Chancenlos war Maxwell nach 91 Sekunden im zweiten Drittel. Booth setzte Gajovsky (22.) in Szene und der EBR-Kapitän blieb bei seinem Alleingang cool. Doch dann spielten auch die Huskies bei einem Gegenstoß ihr Tempo aus. Ryan Olsen (25.) tauchte nach einem Pass von Louis Brune plötzlich vor McCollum auf und schloss mit der Rückhand ab. Die passende Antwort hatte jedoch Booth (29.) parat. In unnachahmlicher Manier galoppierte der 39-Jährige über die rechte Seite ins Angriffsdrittel, zog vor den Kasseler Kasten und bugsierte den Puck im Fallen über die Linie – 2:1. Anschließend rückten McCollum und Maxwell wieder in den Fokus – zumindest bis Booth vor dem dritten Regensburger Tor gleich drei Schlittenhunde beschäftigte, weshalb Spielmacher Marvin Schmid (35.) sich bei einem Abschluss zum 3:1 die Ecke aussuchen durfte.

Start nach Maß für die Gäste im dritten Abschnitt: Olsen (41.) verkürzte nach nur 21 Sekunden und inspirierte so einen Huskies-Sturmlauf auf das 3:3. Doch auch in numerischer Überlegenheit und mit der lautstarken Unterstützung der zahlreichen mitgereisten hessischen Anhänger gelang dem Aufstiegsaspiranten kein weiterer Treffer. Schließlich verwertete Yogan (59.) „endlich“ einen der unzähligen Regensburger Konter und sorgte für die Entscheidung. Bereits am Sonntag gastieren die Eisbären zu Spiel 5 in Kassel – mit der erneuten Chance, den ersten Auswärtserfolg der Finalserie einzutüten.

Tim Heß


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Notizen

  • vor 13 Stunden
  • Die deutsche Nationalmannschaft hat bei den Paralympics auch das letzte Gruppenspiel verloren. Gegen Italien gab es am Dienstag ein 1:2. Die Auswahl erzielte dabei ihr erstes Tor seit den Spielen 2006. Weiter geht es am Donnerstag mit dem ersten Platzierungsspiel um Platz fünf.
  • vor 21 Stunden
  • Mit Mark Waldhausen (36) verlässt die Erding Gladiators. Seit 2019 stand der Deutsch-Kanadier im Team. In der vergangenen Saison kam er in 52 Spielen auf zwei Tore und elf Vorlagen. Er soll noch einen „gebührenden Abschied“ erhalten, heißt es von Seiten des Clubs.
  • vor 21 Stunden
  • Im ersten Playoff-Spiel gegen die Lindau Islanders zog sich Klavs Planics von den Füchsen Duisburg, der erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte, nach einem Zweikampf an der Bande eine schwere Verletzung zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
  • gestern
  • Mit 18 Stichen ist Linus Wernerson Libäck nach seiner foulbedingten Verletzung beim Spiel in Bad Tölz genäht worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend so weit gut, teilen die Hammer Eisbären mit. Der Stürmer muss sich nach der Rückkehr nach Hamm weiteren Untersuchungen unterziehen.
  • vor 3 Tagen
  • Jake Ustorf, Stürmer der Nürnberg Ice Tigers, fällt bis Saisonende aus. Grund ist eine Handverletzung.
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