Bad Nauheims Parker Bowles ärgerte seinen Ex-Club Freiburg am Sonntag mit fünf Scorer-Punkten.
Foto: Andreas Chuc
Am 32. DEL2-Spieltag gewannen die hessischen Clubs Kassel (7:1 in Bietigheim) und Bad Nauheim (6:0 gegen Freiburg) jeweils mit sechs Toren Differenz. Auch Regensburg (5:0 gegen Weißwasser) fuhr einen souveränen Dreier ein, Tabellenführer Krefeld (3:1 in Crimmitschau) und der Dritte Rosenheim (2:1 in Düsseldorf) behaupteten sich auswärts. Ravensburg kletterte mit einem 5:3 in Landshut auf Rang fünf. Weiden stellte als Elfter mit einem 4:1 über Schlusslicht Kaufbeuren den Anschluss an die Top Ten wieder her.
Gebrauchter Tag für die Bietigheim Steelers. Nach drei Siegen in Serie war das Team von Alexander Dück beim 1:7 gegen den Tabellenzweiten Kassel chancenlos, zudem handelte sich Top-Scorer Jack Dugan bei einem heftigen Zusammenprall mit Huskies-Torhüter Philipp Maurer, der verletzt raus musste, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ein – eine harte Entscheidung. Kassels Verteidiger Bode Wilde schnürte vor 4.517 Zuschauern einen Doppelpack, auch Mitch Hoelscher, Yannik Valenti und Simon Schütz punkteten im Ellental zweifach.
Bad Nauheim landete einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Die Roten Teufel fertigten Verfolger Freiburg, das die Roten Teufel mit einem Sieg hätte überholen können, mit 6:0 ab. Vor allem das Sturmduo um Ex-Wolf Parker Bowles (zwei Tore, drei Vorlagen) und Sebastian Bengtsson (vier Zähler) war nicht zu bremsen. Defender Justin MacPherson gab vier Assists. Torhüter Jerry Kuhn verdiente sich sein viertes Shutout mit 33 Saves; es war bereits sein zweites Zu-Null-Spiel gegen Freiburg.
Düsseldorfs Yushiroh Hirano musste ebenfalls mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig duschen. Das Vergehen an Teemu Pulkkinen gegen Ende des zweiten Drittels: Treten. Zu diesem Zeitpunkt lag die DEG gegen Rosenheim mit 1:2 zurück, weil sie insbesondere im Mittelabschnitt zu viele gute Chancen ausgelassen hatte. Und auch in den letzten 20 Minuten war der formstarke Rosenheimer Schlussmann Christopher Kolarz nicht zu knacken – es blieb beim 1:2. Rosenheim baute das Polster auf den Vierten Landshut auf elf Punkte aus.
Zum dritten Mal in Serie ging der EV Landshut am Sonntagabend nämlich als Verlierer – und ohne Zähler – vom Eis. Die Niederbayern unterlagen zwei Tage nach der 0:3-Derbypleite in Rosenheim zu Hause dem nächsten Erzrivalen aus Ravensburg mit 3:5. Zwar bleibt das Team von Uwe Krupp aufgrund der Niederlagen der direkten Verfolger weiter Vierter. Der Rückstand zu den Top Drei in der Tabelle wird derweil aber immer größer. Angeführt von Doppelpacker Mark Rassell (nun bereits 25 Saisontreffer) sprangen die Towerstars, vor wenigen Wochen noch in der Playdown-Zone – nun auf Platz fünf und sind inzwischen punktgleich mit dem EVL.
Der Spitzenreiter aus Krefeld spielt weiter souverän und hielt am Sonntag – ohne den ganz großen Glanz – mit einem 3:1-Auswärtssieg in Crimmitschau seinen Sechs-Punkte-Vorsprung in der DEL2-Tabelle vor dem ersten Verfolger aus Kassel. Für die Pinguine war es der vierte Sieg in Serie, zu dem Stürmer Mathew Santos (Tor plus Vorlage) und Torhüter Felix Bick (95,24 Prozent Fangquote) maßgeblich beitrugen. Corey Trivino, Guillaume Naud und Kevin Slezak schossen für Regensburg in den ersten 40 Minuten eine komfortable Führung gegen Weißwasser heraus. Alex Berardinelli und Samuel Payeur sorgten für einen Endstand von 5:0. Eisbären-Goalie Jonas Neffin blieb bei 27 Schüssen fehlerfrei.
Im Kellerduell zwischen Weiden und Kaufbeuren siegten die heimischen Blue Devils mit 4:1. Ein zunächst sehr faires Spiel endete letztlich in einer kleinen Strafenflut, nachdem Max Kislinger und Neal Samanski im zweiten Drittel nach einem unschönen Stockcheck Kislingers gegen Neal Samanskis Bruder Noah aneinandergeraten waren und sich einen heftigen Faustkampf geliefert hatten. Weiden nutzte das daraus resultierende Powerplay zum 3:1 (37.) und eine doppelte Überzahl zu Beginn des letzten Drittels zum 4:1-Endstand. Alex-Olivier Voyer, vor einigen Wochen aus Ravensburg gekommen, war an drei Weidener Toren beteiligt.
Sebastian Groß/Tim Heß