Fehlerfrei: Ravensburgs Goalie Nico Pertuch beim 3:0-Sieg in Weißwasser.
Foto: Thomas Heide
Am 48. DEL2-Spieltag verloren die Krefeld Pinguine mit 2:3 gegen den Tabellenzweiten Kassel und verpassten es somit, den Hauptrundentitel vorzeitig einzufahren. Die Düsseldorfer EG feierte beim 3:2 nach Verlängerung gegen Bad Nauheim im dritten Heimspiel der Woche den ersten Sieg. Da auch Freiburg (mit 1:5 in Rosenheim) und Weiden (2:5 gegen Bietigheim) unterlagen, verbesserten die Eispiraten Crimmitschau ihre Position im Rennen um den zehnten Platz mit einem 2:0 gegen Landshut enorm. Ravensburg stoppte mit einem 3:0 in Weißwasser den Lauf der Lausitzer Füchse, Regensburg kam beim 3:7 in Kaufbeuren überraschend unter die Räder.
Philip Gogulla brachte Krefeld gegen Kassel schon im ersten Abschnitt in Front, doch die Gäste blieben dran und drehten im Schlussdrittel auf. Angeführt vom starken Tristan Keck (zwei Tore, eine Vorlage) machten die Huskies aus dem Rückstand eine 3:1-Führung und überstanden nach Marcel Müllers Anschlusstreffer auch die intensive Schlussphase. Trotz der Niederlage verfügen die Pinguine noch über sieben Punkte Vorsprung auf die Huskies und bleiben vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde der große Favorit auf das uneingeschränkte Playoff-Heimrecht.
Die Düsseldorfer EG erkämpfte sich gegen den EC Bad Nauheim zwei Zähler, obwohl der vor der Saison von der DEG aussortierte Ryan Olsen in der Schlussphase das wichtige 2:2 (56.) für die Roten Teufel erzielt hatte. In der Overtime nutzte Erik Bradford ein schönes Zuspiel von Michael Clarke zum Sieg für den DEL-Absteiger, der sich in der Tabelle am EV Landshut vorbeischob und auf Platz acht vorrückte. Denn der EVL blieb bei der 0:2-Niederlage in Crimmitschau erneut harmlos. Verteidiger Adam McCormick schnürte einen Doppelpack für die Eispiraten, die den zehnten Rang vor Freiburg (1:5-Niederlage in Rosenheim, bei der Starbulls-Stürmer Scott Feser zweimal erfolgreich war) und Bad Nauheim festigten. Rosenheim ist ein Top-Sechs-Platz nun nicht mehr zu nehmen, die direkte Viertelfinal-Qualifikation steht.
Travis Turnbull hat dem ESV Kaufbeuren neues Leben eingehaucht. Nach dem 5:2-Coup in Kassel führte der Routinier das Schlusslicht zu einem 7:3-Kantersieg gegen Regensburg; bis dato eins der defensivstärksten Teams der Zweiten Liga. Turnbull sammelte – wie auch Youngster Nikolaus Heigl – zwei Tore und zwei Vorlagen. Ravensburg stoppte die Siegesserie der Lausitzer Füchse. Beim 3:0-Erfolg an der polnischen Grenze verteilten sich die drei Towerstars-Treffer gerecht auf die Top-Reihe um Erik Karlsson, Mark Rassell und Robbie Czarnik.
Die Blue Devils Weiden kassierten beim ersten Heimauftritt mit Trainer Alan Letang eine 2:5-Niederlage gegen Bietigheim. Bemerkenswert: Steelers-Stürmer Marek Racuk schnürte einen Doppelpack, erzielte in den letzten vier Partien somit acht (!) Tore.
Tim Heß