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Donnerstag, 30. Dezember 2021

Der 29. DEL2-Spieltag am Donnerstag Favoritensiege in Frankfurt, Ravensburg und Dresden – Torfestival in Bad Tölz

Elf Tore fielen am Donnerstag in Bad Tölz - zwei davon schoss Stefan Della Rovere für die mit 7:4 siegreichen Heilbronner.
Foto: Oliver Rabuser

Am letzten Pflichtspieltag der DEL2 in diesem Jahr gab es einige Favoritensiege, aber dennoch eine Menge ungewöhnlicher Spiele. Da wäre mit dem 4:2-Sieg der Kassel Huskies in Bad Nauheim vor 250 Zuschauern sicherlich ein erwartbar enges Ergebnis. Doch im Laufe des Matches war damit gar nicht zu rechnen gewesen. Kassel ging schon in der ersten Minute durch einen Treffer von Jamie MacQueen in Führung. Bad Nauheim ließ in Folge drei Überzahlspiele ungenutzt und hatte trotz dieses Vorteils deutlich weniger Schüsse. Der Schlussabschnitt begann gar prächtig für die Gäste; binnen gut drei Minuten erhöhten sie die Führung auf 3:0 und wähnten sich als sicherer Sieger. Doch sie machten die Rechnung ohne Bad Nauheim, das durch Tristan Keck und Stefan Reiter noch auf 2:3 heran kamen. Den Deckel drauf machte Lukas Laub erst eine Sekunde vor dem Ende und ins leere Tor.

Gleich zwei Empty-Net-Goals fielen in Dresden in einem Spiel, das die sechste Niederlage in Folge des ESV Kaufbeuren besiegelte. Mit einem Endstand von 5:2 ging das Match deutlich zu hoch aus; die Dresdner Tore Nummer vier und fünf fielen in die letzte halbe Minute. Kaufbeuren haderte weiterhin mit seiner Chancenverwertung, während Dresden seine Möglichkeiten konsequent nutzte. Beim 7:4-Sieg Heilbronns gegen die Tölzer Löwen zeigte sich, wieso Bad Tölz die schwächste Defensive der Liga hat. Allein im ersten Drittel fingen sich die Hausherren vier Gegentreffer. Aber die Buam steckten nicht auf, sie kamen im Laufe des Mittelabschnitts nochmals auf 3:4 heran (26.). Bad Tölz drehte das Spiel aber nicht. Stattdessen gab Heilbronn noch vor dem zweiten Pausentee Gas und schoss die Tore fünf bis sieben. Mehr als ein weiterer Anschlusstreffer sollte Bad Tölz nach erneutem Seitenwechsel nicht mehr gelingen.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

Das zweite Drittel war beim Match zwischen Frankfurt und Landshut entscheidend: Nachdem die Löwen im ersten Abschnitt noch knapp mit 1:0 führten, waren es gleich vier Treffer der Hessen, die zwischen der 21. und 35. Minute alles klar machten. Im Schlussabschnitt nahm Frankfurt das Tempo raus und siegte letztlich verdient mit 5:2. Nach dem gefeierten Erfolg der Selber Wölfe am Dienstag beim Derby in Bayreuth kassierte der Aufsteiger nun wieder eine Niederlage. Die Lausitzer Füchse siegten mit 2:0, doch auch dieses Spiel war deutlich enger als so mancher Auftritt der Oberfranken im bisherigen Saisonverlauf, der letztlich entscheidende Treffer fiel erst 49 Sekunden vor dem Ende und ins verwaiste Selber Tor. Ohne eigenen Torerfolg blieb am Donnerstag auch Crimmitschau. Dort setzte sich Freiburg recht schmerzlos mit 3:0 durch, Philip Feist im ersten Abschnitt sowie Tyson McLellan und Scott Allen im dritten Drittel trugen sich in die Torschützenliste ein. 

Den vierten Sieg in Folge, und zwar einen absolut ungefährdeten, feierte zudem Ravensburg. Vor 500 Zuschauern – Rekordkulisse an diesem Abend in der DEL2 – bogen die Towerstars früh auf die Siegerstraße ein, aber Bayreuth fand bis ins zweite Drittel hinein gute Antworten und verkürzte mitunter noch auf 2:3. Doch ab der Spielhälfte spielten die Towerstars ihre Überlegenheit eiskalt aus. Mit zwei Treffern und einem Assist war Ravensburgs Fabian Dietz einer der prägenden Männer auf dem Eis. Seine Towerstars gewannen schlussendlich mit 6:2.

Manuel Weis


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Notizen

  • vor 10 Stunden
  • Hernes Verteidiger Niklas Heyer wird aufgrund einer Verletzung nicht mehr ins Spielgeschehen der laufenden Oberliga-Nord-Saison eingreifen können.
  • vor 10 Stunden
  • Für Angreifer Michael Fomin von den Füchsen Duisburg (Oberliga Nord) ist die Saison aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich in Hannover zuzog, beendet.
  • vor 16 Stunden
  • Max Herzog fehlt den IceFighters Leipzig (Oberliga Nord) am Sonntag. Der 19 Jahre alte Stürmer ist nach der zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting automatisch für ein Spiel gesperrt.
  • vor 2 Tagen
  • Geschäftsführer Roland Schmid verlässt die Stuttgart Rebels (Oberliga Süd) auf eigenen Wunsch und persönlichen Gründen. Alexander Fuchs, der während Schmids Amtszeit als weiterer Geschäftsführer in die Stuttgart Rebels Spielbetriebs-GmbH gekommen ist, wird die Geschicke nun allein weiter steuern.
  • vor 2 Tagen
  • Neues im Tor-Streit in der Oberliga Süd: Die Selber Wölfe haben ihren Widerspruch zurückgezogen, fordern aber eine bessere Aufarbeitung und fixe Videobeweis-Standards. Ein Tor in Deggendorf war nicht gegeben worden - ob den Unparteiischen ein funktionabler Videobeweis parat stand, bleibt unklar.
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