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Sonntag, 21. Januar 2024

Der 40. DEL2-Spieltag am Sonntag: Krefeld triumphiert in Ravensburg, Shilin und Balinson führen Eispiraten zum Derbysieg in Dresden, Regensburger Erfolgsserie hält an

Die Krefeld Pinguine feierten am Sonntag einen 3:2-Arbeitssieg in Ravensburg.
Foto: Kim Enderle

Der Sonntagnachmittag in der DEL2 begann mit einem 3:2-Erfolg der Krefeld Pinguine in Ravensburg und einem 5:4-Overtime-Sieg des ESV Kaufbeuren in Bietigheim, vor über 700 per Sonderzug mitgereisten Joker-Fans. Crimmitschau rettete beim 3:2-Derbysieg in Dresden den Vorsprung über die Zeit, Bad Nauheim gewann mit 4:0 in Landshut und Tabellenführer Kassel setzte sich mit 4:3 gegen Weißwasser durch. Die Siegesserie der Eisbären Regensburg erreichte nach einem 3:2 nach Penalty-Schießen in Selb zehn Spiele. Am Abend setzte sich Freiburg im Kellerduell mit Rosenheim nach Verlängerung durch (3:2) und sprang damit wieder auf Platz zehn.

Es war eine Berg- und Talfahrt für die Bietigheim Steelers am Sonntagnachmittag: Die Schwaben erwischten einen guten Start, Stürmer Jack Doremus konnte bereits nach sechs Spielminuten ESVK-Goalie Fießinger zum ersten Mal überwinden. John Lammers (23.) bescherte den Buron Jokern den Ausgleich, bevor Sebastian Gorcik (35.) und Sami Blomqvist (38.) ihre Farben per Doppelschlag mit 3:1 in Führung bringen konnten. Die Gastgeber kämpften vor 4.445 Zuschauern in der EgeTrans Arena gegen die nächste Niederlage und wieder war es Doremus (48.), der eine Überzahl zum Anschlusstreffer nutzte. Fünf Minuten später machte Lewis Zerter-Gossage (48.) in Unterzahl das Comeback komplett. Doch die Freude der Steelers hielt nicht lange an. Nur 56 Sekunden später stellte Micke Saari (49.) die Führung der Gäste wieder her. Es war allerdings noch nicht das letzte Wort gesprochen, Alexander Preibisch (54.) konnte die Partie nochmals ausgleichen und die Steelers in die Verlängerung retten. Da machten die Joker allerdings kurzen Prozess, Sami Blomqvists zweiter Treffer an diesem Abend fiel schon nach 37 Sekunden und sorgte für den Auswärtssieg des ESVK.

Nach der torreichen Auswärtsniederlage in Bad Nauheim (6:7) starteten die Towerstars dieses Mal besser ins Spiel. Ravensburg Top-Torschütze Nick Latta traf nach sechs Minuten zur 1:0-Führung für die Heimmannschaft. Die Pinguine ließen sich bis ins zweite Drittel hinein Zeit mit ihrer Antwort. David Trinkberger (22.) und Ex-Towerstar Josh MacDonald (23.) sorgten jedoch kurz nach der ersten Drittelpause für die Krefelder Wende. Die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt, Sam Herr (27.) traf nur vier Minuten später zum 2:2-Ausgleich. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein, Krefelds Philipp Kuhnekath stellte die Führung der Gäste in der 37. Minute wieder her. Nach einem torreichen zweiten Drittel folgte kein weiterer Treffer mehr im Schlussabschnitt. Die Gäste aus Krefeld entführten drei Punkte aus Ravensburg und blicken mit zwei Siegen aus zwei Spielen auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Für die Towerstars war es nach den Niederlagen gegen Kassel und Bad Nauheim die dritte Pleite in dieser Woche.

Die Eisbären Regensburg bauten am Sonntagabend in Selb ihre Siegesserie auf zehn Spiele aus. Im ersten Drittel starteten die Oberpfälzer angriffslustig, allerdings brachte Mark McNeill die Wölfe in der achten Minute in Überzahl in Führung. Im zweiten Drittel benötigten die Eisbären dann allerdings nur 53 Sekunden, um das Spiel zu drehen. Zunächst glich Christoph Schmidt aus, anschließend brachte Xaver Tippmann in Überzahl die Gäste in Führung. Im Schlussdrittel zwang Chad Bassen die Partie in die Verlängerung, in der sich jedoch keine Mannschaft durchsetzen konnte. Im Penalty-Schießen bewahrte Regensburg schließlich einen kühlen Kopf. Wieder einmal war es Top-Scorer Andrew Yogan, der den Unterschied machte.

Die Spiele im Stenogramm (7 Einträge)

 

 

In einem Duell zweier dezimierter Teams setzte sich der EC Bad Nauheim mit 4:0 in Landshut durch. Eine sehenswerte Einzelaktion von Tim Coffman (31.) und ein optimal ausgespielter Unterzahl-Konter, den Christoph Körner (36.) vollendete, brachten die Wetterauer am Gutenbergweg auf die Siegerstraße. Brent Raedeke (47.) und Kevin Schmidt (51.) besorgten den 0:4-Endstand und damit auch das Sechs-Punkte-Wochenende für die Roten Teufel. Torhüter Maximilian Meier blieb – bei 25 Saves – erstmals in dieser Saison ohne Gegentor.

Nächster starker Auftritt von Oleg Shilin. Beim Crimmitschauer 3:2-Derbysieg in Dresden parierte der Eispiraten-Schlussmann 32 Versuche der Gastgeber. Eine gute Leistung rief auch einmal mehr Max Balinson ab. Der Top-Verteidiger bereitete den Führungstreffer von Dominic Walsh (16.) vor, das 0:2 erzielte der Deutsch-Kanadier dann selbst (35.). Einen Treffer musste Ex-Nationaltorhüter Danny aus den Birken bei seinem ersten Heimspiel mit den Eislöwen noch hinnehmen. Ein Versuch von Hayden Verbeek (52.) wurde von Dresdens Verteidiger Nicklas Mannes entscheidend abgefälscht. Die Aufholjagd der Gastgeber, die noch auf 2:3 verkürzten, kam vor 4.412 Zuschauern zu spät.

3:0 nach zwölfeinhalb und 4:1 nach weniger als 22 Minuten: Tabellenführer Kassel schien beim Vergleich mit Weißwasser den nächsten ungefährdeten Heimsieg einzufahren. Doch die Füchse steckten nicht auf und kamen durch die Treffer der Verteidiger Julian Wäser (45.) und Sam Ruopp (56.) nochmal auf ein Tor heran. Umso bitterer, dass die Ostsachsen beim 3:4 in Nordhessen letztendlich dennoch leer ausgingen und die achte Niederlage aus den letzten neun Spielen hinnehmen mussten.

Am Sonntagabend kam es dann noch zum Kellerduell zwischen Freiburg und Rosenheim – die beide vor der Begegnung auf den Playdown-Plätzen rangierten. Zweimal gingen die Wölfe in Führung, zweimal glich der Top-Scorer der Starbulls, Reid Duke, für die Gäste aus. Rosenheim war über weite Strecken der Partie gefährlich, schaffte es jedoch nicht, die Scheibe an Freiburgs Goalie Patrik Cerveny ins Tor zu befördern. In der Verlängerung behielt der EHC schließlich die Oberhand. Philipp Wachter beendete die Partie nach nur 52 Sekunden und guter Vorarbeit von Parker Bowles zugunsten der Wölfe. Mit dem Sieg zog Freiburg an Selb vorbei auf Tabellenplatz zehn und ist damit fürs Erste wieder weg von einem Playdown-Platz.

Hanna Füller/Tim Heß/Katharina Saager


Kurznachrichtenticker

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  • Marvin Miethke, 32 Jahre alte Stürmer des Oberligisten KSW IceFighters Leipzig, macht nach dieser Saison Schluss. Das gab sein Club bekannt. Miethke spielt seit 2013 für die IceFighters.
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