DEL2-Tabellenführer Krefeld Pinguine um Torhüter Felix Bick und Defender Mick Köhler behauptete sich am Sonntag beim Spitzenspiel gegen Jake Weidner und die heimischen Kassel Huskies.
Foto: Jan-Malte Diekmann
Am 36. DEL2-Spieltag feierte Tabellenführer Krefeld beim Spitzenspiel in Kassel den achten Sieg in Serie. Auch die Düsseldorfer EG behauptete sich am Sonntag mit einem 3:2 nach Verlängerung in Bad Nauheim auswärts. Kaufbeuren verpasste beim bitteren 3:4 nach Overtime in Regensburg einen Dreier um wenige Sekunden. Auch Weiden (1:3 in Bietigheim) kassierte eine weitere Niederlage, Landshut befreite sich mit einem 6:3 gegen Crimmitschau aus der Krise.
Bad Nauheim dominierte gegen Düsseldorf, scheiterte aber immer wieder an Ex-Teufel Niklas Lunemann. Daher führte die DEG, die ordentlich Spielglück genoss – die Distanzschüsse der Verteidiger Kevin Maginot und Max Faber wurden jeweils von ECN-Defendern abgefälscht – bis in die Schlussphase schmeichelhaft mit 2:1. Erst Davis Kochs Ausgleichstreffer 53 Sekunden vor Schluss verwehrte Düsseldorfs Trainer Harry Lange bei seiner Rückkehr ins eiskalte Colonel-Knight-Stadion einen Dreier. Doch in der Overtime nutzten die Gäste nach einem Wechselfehler der Hausherren ein Powerplay für einen weiteren Punkt. Faber gelang mit einem Schlenzer sein zweiter Treffer des Nachmittags.
Mathew Santos eröffnete, Adam Payerl erhöhte aus spitzem Winkel – Krefeld ging beim Top-Spiel in Kassel vor 4.870 Zuschauern mit einer 2:0-Führung in die zweite Drittelpause. Im Schlussabschnitt verkürzte der Tabellenzweite durch Verteidiger Simon Schütz, doch der Spitzenreiter um Torhüter Felix Bick (20 Paraden) brachte den Sieg bei den Huskies über die Ziellinie. Es war der achte Erfolg in Serie für die Pinguine, die den tabellarischen Vorsprung auf die Schlittenhunde auf neun Zähler ausbauten. Trainer-Rückkehrer Leif Carlsson startete in seine zweite Amtszeit in Kaufbeuren. Dabei verpasste das Schlusslicht einen Sieg in Regensburg um sechs Sekunden. Bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung überstanden die Allgäuer nach einer großen Strafe gegen Yannik Burghart in der Schlussphase zunächst eine fünfminütige Unterzahl, doch nach einem Regensburger Bullygewinn in der offensiven Zone erzielte Eisbären-Spielmacher David Morley mit der letzten Aktion doch noch den 3:3-Ausgleich – und Kaufbeuren schrammte nach Alex Berardinellis Treffer in der Overtime am ersten Sieg im Kalenderjahr 2026 vorbei. Die letzten drei ESVK-Erfolge datieren vom 26. Dezember, dem 30. November sowie dem 24. Oktober (!) 2025. Überraschungsteam Regensburg mischt dagegen weiter vorne mit – und schloss in violetten Trikots gekleidet den „F*ck-Cancer-Spieltag“ doch noch positiv ab.
Ein umkämpftes Duell zwischen Bietigheim und Weiden ging mit 3:1 an die Steelers, die mit dem dritten Sieg in Serie erneut an den Top-Sechs-Clubs dranbleiben konnten und den Blue Devils die elfte Niederlage aus den letzten zwölf Partien hinzufügten. Mike Fischer gelang exakt acht Minuten vor Schluss der Gamewinner, Bastian Eckl legte ein Empty-Net-Goal nach. Weißwasser verpasste in Ravensburg den zweiten Erfolg am Wochenende – den tüteten stattdessen die gastgebenden Towerstars ein. Nach 18 Overtime-Sekunden gelang Goalgetter Robbie Czarnik der 3:2-Siegtreffer.
Erstes DEL2-Tor im zwölften Einsatz für Kontingentspieler Maxim Trépanier: Die Eispiraten Crimmitschau erarbeiteten sich in Landshut einen 2:0-Vorsprung. Doch der zuletzt schwächelnde EVL drehte das Match, nur um dann bei einer fünfminütigen Überzahl einen Shorthander zu kassieren. Das nächste Powerplay verlief aber wieder nach den Vorstellungen von Trainer Uwe Krupp: David Stieler stellte auf 4:3. Trevor Gooch, der wie Crimmitschaus Corey Mackin einen Doppelpack schnürte, und Elias Lindner stellten mit Treffern ins verwaiste Eispiraten-Gehäuse den 6:3-Endstand her. Ein Treffer in der ersten Minute und zwei weitere im Schlussdrittel: Gestützt von einer starken Torhüterleistung von Oskar Autio (30 Saves) wurde Rosenheim der Favoritenrolle beim Tabellenvorletzten Freiburg gerecht. Beim 3:1-Erfolg der Starbulls trafen Top-Scorer Scott Feser, Ville Järveläinen und Youngster Michael Musin.
Tim Heß