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Donnerstag, 23. Juli 2020

Doch 14 Teams in Liga zwei Bietigheim Steelers erhalten DEL2-Lizenz unter harten Auflagen – Schiedsgericht rät zu Vergleich unter Interessenabwägung

Die Bietigheim Steelers um Matt McKnight dürfen auch 2020/21 in der DEL2 jubeln.
Foto: imago images / Pressefoto Baumann

Die Bietigheim Steelers spielen auch in der Saison 2020/21 in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2). Die Liga gab am Donnerstagnachmittag bekannt, dass der Club aus Schwaben die Lizenz für die anstehende Spielzeit erhält. Diese war im ersten Anlauf am 1. Juli durch den DEL2-Aufsichtsrat mit einstimmigem Beschluss verweigert werden. Begründet hatte der Aufsichtsrat seine Entscheidung damit, dass die Bietigheim Steelers die gemäß Lizenzordnung geforderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit innerhalb der vorgegeben Fristen nicht hatten nachweisen können. Der Club wählte daraufhin den Weg vor das Schiedsgericht, um gegen die Entscheidung des Liga-Aufsichtsrats zu klagen. Die DEL2 und die Steelers fanden dort auf Drängen des Schiedsgerichts der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu einem Vergleich, der es dem Club ermöglicht, in der Liga zu verbleiben und die Lizenz für die Saison 2020/21 zu erhalten – es wurde kein Urteil gefällt.

In der Verhandlung, im Zuge derer die beiden Parteien in der Vorwoche auch angehört wurden, wurden die Versäumnisse der Bietigheim Steelers bei der Bearbeitung der Anforderungen zur Erteilung der DEL2-Lizenz für die Saison 2020/21 nochmals festgestellt. Aufgrund dieser wurden die Steelers mit einer hohen Geldstrafe belegt. Gleichzeitig wurden durch das Schiedsgericht jedoch auch die Anstrengungen des Standortes zur Erfüllung der Lizenzvorgaben gewürdigt. Infolge dessen und unter Abwägung aller Interessen (drastische Auswirkungen für den Standort, Liga-Teilnehmerfeld mit 14 Teams) riet das Schiedsgericht den Parteien dringend an, die Lizenz unter erweiterten und harten Auflagen für die Steelers zu gewähren.

Das heißt konkret: Die Steelers haben zu den bisherigen Anforderungen von Seiten der Liga zusätzlich frei verfügbares Kapital ohne Gegenleistung im mittleren sechsstelligen Bereich nachzuweisen. Daneben muss vom Club ein externer wirtschaftlicher Berater eingesetzt werden, der monatlich an die Ligagesellschaft zu berichten hat und die Sanierungsbemühungen der Steelers und das Einhalten kaufmännischer Prinzipien begleitet und überwacht. Darüber hinaus tragen die Bietigheim Steelers sämtliche Kosten des gesamten Schiedsverfahrens.


Kurznachrichtenticker

  • vor 14 Stunden
  • Süd-Oberligist EV Regensburg muss beim Testspiel gegen Bad Tölz am kommenden Sonntag (25. Oktober) auf Zuschauer verzichten. Dies haben die Behörden vor Ort dem Club am Montag mitgeteilt. Der aktuelle Wert der Sieben-Tage-Inzidenz erfordere diese Maßnahme.
  • vor 14 Stunden
  • Daniel Kreutzer, Ikone der Düsseldorfer EG, fungiert ab sofort als offizieller Botschafter des rheinischen Clubs. Die DEG will Kreutzer vor allem in den Bereich Sponsoring einbinden und dabei von der Popularität des Ex-Spielers profitieren.
  • gestern
  • Das für Sonntag geplante Bayernligaspiel zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem VfE Ulm/Neu-Ulm wurde kurzfristig abgesagt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
  • gestern
  • Der Herforder EV (Oberliga Nord) hat Lucas Engel unter Vertrag genommen. Der 25-jährige Angreifer spielte zuletzt für die Salzgitter Icefighters in der Regionalliga Nord und kam in der vergangenen Saison bei 21 Einsätzen zu vier Treffern sowie sieben Assists.
  • gestern
  • Matt Grzelcyk hat bei den Boston Bruins einen neuen Vierjahresvertrag unterzeichnet. Der 26-jährige Verteidiger, der in der Spielzeit 2020/21 in 80 Partien vier Treffer erzielte und 18 Assists sammelte, wird in dem Zeitraum jährlich 3,6875 Millionen US-Dollar verdienen.
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