Die Lausitzer Füchse stehen nach dem Sieg in Crimmitschau im DEL2-Viertelfinale.
Foto: Thomas Heide
Start der Playdowns und Spieltag zwei in den Pre-Playoffs in der DEL2 am Freitagabend: Landshut (7:3-Erfolg in Düsseldorf) und Weißwasser (6:2 in Crimmitschau) zogen ins Playoff-Viertelfinale ein, im Kampf um den Klassenerhalt starteten Freiburg (2:1 gegen Kaufbeuren) und Bad Nauheim (3:2 n.V. in Weiden) mit Siegen.
Nur 5.094 Besucher (bei über 13.000 Plätzen im PSD Bank Dome) fanden nach der enttäuschenden Saison der Düsseldorfer EG den Weg zum Pre-Playoff-Spiel gegen den EV Landshut – und für die anwesenden Heim-Fans gab es schon im ersten Drittel nichts zu Feiern. Schnell brachte Trevor Gooch die Gäste via Alleingang in Front, Verteidiger Martin Has erhöhte noch vor der Zehn-Minuten-Marke. Erst nach Goochs zweitem Tagestreffer zeigte die DEG eine Reaktion, kämpfte sich mit viel Aufwand auf 2:3 heran. Doch ein Landshuter Powerplay-Treffer sowie ein ungeschickter Versuch beim Herausnehmen von Goalie Niklas Lunemann, den Youngster Tobias Schwarz bestrafte, brachten das Match außer Reichweite für den DEL-Absteiger. Durch weitere Gegentore in der Schlussphase kam Düsseldorf unter die Räder, musste nach einer 3:7-Klatsche das enttäuschend frühe Aus in der ersten DEL2-Saison hinnehmen. Landshut trifft im Viertelfinale ab der kommenden Woche auf Hauptrundensieger Krefeld.
Im Sachsenderby vor 4.243 Zuschauern in Crimmitschau legten im ersten Drittel die Eispiraten vor. Weißwasser hatte zwar mehr vom Spiel, doch die Hausherren nutzten ein Powerplay. Ab dem zweiten Abschnitt verlief die Partie für Crimmitschau jedoch schlechter. Lane Scheidl glich in Überzahl aus, zudem handelte sich Eispiraten Stürmer Louis Brune bei einem Stockschlag eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ein. Das war der Knackpunkt, denn zu Beginn der letzten 20 Minuten schlugen Scheidl und Alexander Dosch in der fünfminütigen Überzahl zweimal zu. Den 1:3-Rückstand konnten die Eispiraten gegen die von Torhüter Anthony Morrone angeführten Füchse nicht mehr wettmachen. Zwar verkürzte Wruck mit einer Kopie seines ersten Treffers, doch auf der anderen Seite komplettierte Scheidl nach cleverer Vorarbeit von Clarke Breitkreuz sowie per Empty-Net-Goal seinen Viererpack. Wie bereits in den Playoffs 2023 (0:4) und 2024 (3:4) trifft Weißwasser im Playoff-Viertelfinale nun auf die Kassel Huskies.
Beim Playdown-Auftakt in Freiburg bezwangen die Wölfe das Hauptrunden-Schlusslicht Kaufbeuren mit 2:1. Zunächst verwertete Tomas Schwamberger ein Zuspiel von Lynden McCallum, wenig später traf McCallum selbst. Bei McCallums 2:0 in der 15. Minute leistete sich ESVK-Goalie Daniel Fießinger einen Fauxpas. Den Zwei-Tore-Vorsprung verteidigte der EHC bis in die Schlussphase, für die Gäste aus dem Allgäu kam Joe Cassettis Anschlusstreffer 77 Sekunden vor Abpfiff zu spät.
Bad Nauheim startete im ersten Spiel unter Trainer Kevin Gaudet furios in Weiden, gab die nach 61 Sekunden errungene Führung durch Justin Volek jedoch direkt wieder aus der Hand. Nach dem 1:2 durch Lukas Ribarik gelang Weiden nur wenige Sekunden vor der zweiten Pause zu einem günstigen Zeitpunkt der erneute Ausgleich. Nach einem torlosen letzten Drittel ging das Duell der Teufel in die Verlängerung. Dort nutzte Volek einen fatalen Blue-Devils-Scheibenverlust im eigenen Drittel zum Game-Winning-Goal – Vorteil Bad Nauheim.
Tim Heß