Die Kassel Huskies und ihr Anhang hatten am Dienstagabend viel zu bejubeln. Gleich achtmal waren die Schlittenhunde erfolgreich.
Foto: Jan-Malte Diekmann
Am Dienstagabend stand in der DEL2 der 37.Spieltag auf dem Plan. Spitzenreiter Krefeld setzte sich mit 7:2 gegen Tabellenschlusslicht Kaufbeuren durch, Verfolger Kassel entschied ein torreiches Duell gegen die Lausitzer Füchse mit 8:4 für sich. Für die Bietigheim Steelers gab es einen überzeugenden 5:1-Auswärtserfolg beim EV Landshut. Düsseldorf, Crimmitschau und Freiburg gewannen vor heimischem Publikum, Rosenheim drehte in Bad Nauheim eine 2:1-Führung der Hausherren noch zu einem 3:2-Auswärtssieg.
In Krefeld kam es zum Duell zweier Welten. Während die Pinguine vor der Partie von der Tabellenspitze grüßten, muss man sich in Kaufbeuren aktuell seit mehr als einem Monat mit dem letzten Platz begnügen. Doch so klar wie die Partie auf dem Papier auch zu sein schien, die Gäste aus Schwaben kamen beim Debüt von Goalie Danny aus den Birken für die Pinguine gut in die Partie und gingen sogar zweimal in Führung. Die Pinguine antworteten jedoch auf jede Führung gekonnt und drehten im zweiten Spielabschnitt einen 1:2-Rückstand innerhalb von 35 Sekunden zu einer 3:2-Führung. In der Folge drehte Krefeld richtig auf und erzielte vier Treffer im letzten Spielabschnitt. Vor allem Max Newton bewies einmal mehr seinen Torinstinkt und schnürte einen Hattrick. Für den Tabellenprimus war es der neunte Sieg in Folge, Kaufbeuren steckt weiterhin mitten in der Krise. Aus den Birken ging mit 21 Saves bei 23 Schüssen aus der Begegnung.
Einen torreichen Abend erlebten auch die Fans der Kassel Huskies. Die Schlittenhunde gewannen zu Hause mit 8:4 gegen die Lausitzer Füchse. Bereits im ersten Spielabschnitt fielen sieben Treffer, die Huskies gingen mit einer 5:2-Führung in die erste Pause. Doch die Füchse ließen sich nicht abschütteln, antworteten mit zwei Treffern im zweiten Spielabschnitt und kamen auf 4:5 heran. Der letzte Spielabschnitt gehörte dann wieder den Hausherren, die drei Treffer erzielten und so das Spiel mit 8:4 für sich entschieden.
Auf Tore musste man in Düsseldorf an diesem Abend etwas länger warten. Das erste Tor im Duell der DEG gegen die Blue Devils Weiden fiel erst in der 45. Spielminute, Luca Gläser brachte die Gäste in Führung. Doch die DEG antwortete gekonnt, vor allem in Person von Yushiroh Hirano. Der Japaner traf zum Ausgleich und bereitete Max Fabers Treffer zum 2:1, der gleichzeitig auch den Endstand war, vor. Die DEG gewann damit die dritte Partie in Serie, für die Blue Devils setzte es die fünfte Niederlage in Folge.
Von der Niederlage der Blue Devils profitierten vor allem die übrigen Kellerkinder. Der EHC Freiburg schlug vor heimischem Publikum die Eisbären Regensburg mit 4:1. Wölfe-Stürmer Fabian Ilestedt erzielte dabei einen Hattrick dank zweier Empty-Net-Treffer in den letzten zwei Minuten. Für den EC Bad Nauheim sah es lange nach einem Überraschungssieg gegen die Starbulls Rosenheim aus, doch der Tabellendritte drehte im letzen Spielabschnitt die 2:1-Führung der Kurstädter zu einem 3:2-Auswärtserfolgt.
Im direkten Duell um die direkten Playoff-Plätze zwischen Landshut und Bietigheim gingen die Steelers mit 5:1 als Sieger hervor. Den Gästen reichte dabei eine zehnminütige Phase im zweiten Spielabschnitt, in der sie gleich viermal trafen. Die Hausherren versuchten sich im Laufe der Partie zurückzukämpfen, kamen aber nur zum Ehrentreffer durch Trevor Gooch. Bietigheim zieht dadurch in der Tabelle an Landshut vorbei und springt auf Rang vier.
Auch die Eispiraten Crimmitschau sammelten im Kampf um die direkten Playoff-Plätze Big Points. Die Sachsen gewannen zu Hause mit 2:1 gegen die Ravensburg Towerstars. Die Gäste gingen bereits nach 16 Sekunden in Führung, doch die Eispiraten drehten noch im ersten Spielabschnitt zu ihren Gunsten. Ravensburg verpasste die Chance, sich einen größeren Vorsprung im Playoff-Kampf zu erarbeiten.
Hanna Füller