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Sonntag, 27. März 2022

Playoffs und Playdowns in der DEL2 am Sonntag Selber Wölfe feiern den Klassenerhalt, Heilbronn besiegt Dresden und zieht ins Halbfinale ein, Kassel erzwingt siebtes Derby gegen Nauheim

Die Selber Wölfe haben nach dem 4:1 in Spiel 6 der Playdown-Serie gegen Bayreuth den Klassenerhalt in der DEL2 geschafft.
Foto: Mario Wiedel

Die Heilbronner Falken besiegten die Dresdner Eislöwen am Sonntagabend mit 3:2 und entschieden die "Best-of-seven"-Serie gegen die Dresdner Eislöwen somit mit 4:2 für sich. So zogen die Käthchenstädter – nach den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars – als dritter Club ins Playoff-Halbfinale ein. Dort treffen die Falken nun ab Donnerstag (31. März) auf den Hauptrunden-Champion aus Frankfurt. Dank eines 5:0-Erfolgs in Bad Nauheim verhinderten die Kassel Huskies das zeitige Saison-Aus und zwangen die Roten Teufel in ein entscheidendes siebtes Spiel am Dienstagabend (Spielbeginn 19:30). Kassels junger Torhüter Jonas Neffin feierte dabei ein Zu-Null-Spiel bei seinem ersten Playoff-Einsatz anstelle des gesperrten Jerry Kuhn. So viel steht schon fest: Der Sieger des entscheidenden siebten Hessenderbys am Dienstag trifft im Halbfinale ab Donnerstag auf Ravensburg. Die Selber Wölfe feierten nach einem 4:1-Heimerfolg in Spiel 6 der Playdown-Serie gegen die Bayreuth Tigers am Sonntagabend den Klassenerhalt in der DEL2. Die Bayreuth Tigers müssen derweil in der 2. Playdown-Runde gegen die Tölzer Löwen weiter um den Verbleib in Liga zwei kämpfen. Beginn der entscheidenden Serie ist am Freitagabend, 1. April.

Die Dresdner Eislöwen, in der Hauptrunde noch Tabellenzweiter, kämpften gegen die Heilbronner Falken am Sonntagabend um die Fortsetzung ihrer Saison. Dabei setzte Falken-Coach Jason Morgan im Tor wieder auf Youngster Arno Tiefensee, um vier ausländische Skater einsetzen zu können. Der kanadische Torjäger Jeremy Williams (7.) war es auch, der die Gastgeber in Führung brachte. Nach dem Ausgleich von Tomas Andres (16.) schlug Williams (26.) im Powerplay zu, ehe ausgerechnet Defensivverteidiger Corey Mapes den ersten Zwei-Tore-Abstand zugunsten der Falken herstellte.

Dresden gab im Schlussabschnitt nochmal Gas, es reichte – trotz einer späten Sechs-gegen-vier-Situation – aber nur noch zum Anschlusstreffer von David Suvanto. Tiefensee behielt die Übersicht und glänzte mit insgesamt 40 Saves. So fand die Saison des Tabellenzweiten Dresden nach der besten Zweitliga-Hauptrunde der Clubgeschichte in den Playoffs ein frühes Ende.

In der Wetterau kam es zum sechsten Hessenderby zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies. Dabei hütete – nach der Sperre von Jerry Kuhn – der 21-jährige Goalie Jonas Neffin das Gehäuse der Schlittenhunde. Die Nordhessen, die nach drei Niederlagen in Folge gewinnen mussten, um ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen, nutzten vor 3.720 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion im ersten Drittel ein spätes Powerplay. Corey Trivino (19.) erzielte per Handgelenkschuss seinen ersten Treffer.

Playoff-Debütant Neffin präsentierte sich solide und ließ kaum Rebounds zu, wurde von den Roten Teufeln aber auch nicht sonderlich stark gefordert. Auf der anderen Seite waren die Huskies nach Wiederbeginn brutal effizient. Brett Cameron (26./33.), Trivino (29.) und Denis Shevyrin (38.) mit einem tollen Solo sorgten für eine komfortable 5:0-Führung nach 40 Minuten und die damit verbundene Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt plätscherte das Match nur noch vor sich hin, es fiel kein weiterer Treffer. Neffin blieb ohne Gegentor.

Das Spiel im Stenogramm: (3 Einträge)

 


Drei frühe Treffer im sechsten oberfränkischen Derbyduell der Abstiegsrunde stellten früh die Weichen auf einen Sieg der Selber Wölfe. Der Jubel der Heimfans unter den gut 2.600 Zuschauern in der NETZSCH Arena kannte nach Spielende keine Grenzen. Nach dem Auswärtssieg in Spiel 5 am Freitag starteten die Wölfe mit viel Elan ins sechste oberfränkische Duell. Und so stand es nach gut 16 Spielminuten bereits 3:0 für die Gastgeber! Nick Miglio, Lars Reuß und Daniel Leavens hatten für die Selber getroffen. Der 1:3-Anschlusstreffer der Tigers durch Tobias Meier nur 33 Sekunden nach dem 3:0 sorgte aus Sicht der Gäste immerhin dafür, dass der Torreigen des Hauptrunden-Schlusslichts fürs Erste gestoppt war. Bis zur zweiten Drittelpause sollten keine weiteren Treffer mehr fallen, auch weil Bayreuth im zweiten Abschnitt zwei Powerplay ungenutzt verstreichen ließ.

Im Schlussdrittel hielt die Defensive der Hausherren weiter dicht und so musste Bayreuth in den letzten Minuten alles riskieren und Torhüter Timo Herden vom Eis nehmen. Auf seinem Weg zu einem Empty-Net-Treffer wurde Selbs Goldhelm Miglio mit einem Stockwurf behindert – klare Sache: technisches Tor für die Wölfe zum 4:1-Endstand. Der Rest war pure Freude über den Klassenerhalt beim Aufsteiger von 2021.

Sebastian Groß/Tim Heß


Kurznachrichtenticker

  • vor 2 Tagen
  • Im Import-Draft der nordamerikanischen Ausbildungsligen, unter dem Dach der Canadian Hockey League, haben die Edmonton Oil Kings Luca Hauf ausgewählt (59. Pick). An der Nummer eins wurde der Slowake Adam Sykora von den Medicine Hat Tigers gewählt.
  • vor 2 Tagen
  • Jim Montgomery heißt der neue Cheftrainer der Boston Bruins in der NHL. Der 53-Jährige, der als Spieler ein Jahr lang bei den Kölner Haien gespielt hatte, war zuletzt Co-Trainer der St. Louis Blues.
  • vor 3 Tagen
  • Steven Rupprich (33) verstärkt das DEL2-Team in Dresden. Der Rekordspieler der Eislöwen (361 Pflichtspiele) tritt seinen neuen Posten als Teammanager an. Rupprich wird damit als Bindeglied zwischen der Geschäftsstelle und der Mannschaft fungieren.
  • vor 3 Tagen
  • Martin Mazanec übernimmt in der kommenden Saison den Posten als Co-Trainer bei den Blue Devils Weiden in der Oberliga Süd. Zudem unterstützt Simon Heidenreich die Weidener als Kraft- und Athletiktrainer.
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  • Derek Lalonde wird Nachfolger von Jeff Blashill als Head Coach der Detroit Red Wings (um Moritz Seider). Der 49-jährige US-Amerikaner arbeitete zuletzt vier Jahre als Assistenztrainer der Tampa Bay Lightning.
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