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Mittwoch, 6. April 2022

Das DEL2-Halbfinale am Mittwoch Frankfurt zieht nach viertem Sieg über Heilbronn ins Finale ein, Czarnik schießt Ravensburg in der zweiten Overtime zum 4:3 in Bad Nauheim

Voll auf ihre Kosten gekommen sind die Fans am Mittwochabend in Bad Nauheim. Die Roten Teufel und die Towerstars aus Ravensburg haben sich im DEL2-Halbfinale ein packendes Duell geliefert.
Foto: Chuc.

Mit den Löwen aus Frankfurt hat die DEL2 ihren ersten Finalisten 2022. Für die Heilbronner Falken also ist die Saison 21/22 beendet. Sie haben sich in der Halbfinalserie gegen Frankfurt aber mehr als wacker geschlagen und insbesondere am Mittwochabend im vierten Spiel einen großen Kampf geliefert. Dennoch ging Frankfurt letztlich mit 7:3 als Sieger des Matches und der Serie vom Eis und verteidigte mit dem zweiten Sweep die noch perfekte Playoff-Bilanz. Der EC Bad Nauheim kämpfte sich gegen Ravensburg einmal von einem Rückstand zurück, musste sich letztlich aber in der zweiten Verlängerung geschlagen geben. Nach dem dritten Erfolg in Folge führen die Oberschwaben die „Best-of-seven-Serie“ nun mit 3:1 an und haben am Freitag den ersten Matchpuck.

Aber der Reihe nach: Die Löwen erwischten den besseren Start. In der fünften und sechsten Minute legten sie durch zwei Tore von Dylan Wruck und Rylan Schwartz vor. Wichtig: Heilbronn erzielte nur kurz später, nach acht gespielten Minuten, den Anschlusstreffer zum 1:2. In Folge nutzten die Falken zwei Frankfurter Strafzeiten nicht, um zum Remis zu kommen. Das glückte aber unmittelbar nach dem ersten Seitenwechsel (Fabricius, 21.). 

Frankfurt hatte eine passende Antwort parat, führte also kurz danach erneut mit 3:2 – nahm sich dann aber selbst aus dem Spiel. Mehrere Strafzeiten gegen die Löwen ließen die Offensive der Falken glühen. Kein Wunder also, dass Heilbronn nach 29 Minuten zum erneuten Ausgleich kam. Auch im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts war das Spiel geprägt von Spielern, die in die Kühlbox wanderten – und auf dem Eis entsprechend von den Special Teams. Carson McMillan erzielte, natürlich in Überzahl, das vielleicht wichtigste Tor an diesem Abend. Sein 4:3 für Frankfurt fiel eineinhalb Minuten vor dem zweiten Pausentee. Das dritte Drittel startete erneut mit einem offenen Schlagabtausch, spätestens mit dem fünften Frankfurter Tor (50.) war die Messe aber gelesen. Bei Heilbronn war mehr und mehr die Spannung draußen, die Löwen erhöhten – inzwischen schon siegessicher – noch auf 7:3.
 

Die Spiele im Stenogramm (2 Einträge)

 

 

Überstunden gab es in Bad Nauheim. Die Roten Teufel zeigten einmal mehr, dass der Weg der vermeintlich favorisierten Ravensburger alles andere als ein Spaziergang wird. Die Gäste starteten besser, was sich nach rund zehn Minuten auch an der Anzeigetafel ablesen ließ. Es stand 0:2. Die Hausherren verkürzten noch vor der Pause zum 1:2. In einem spannenden zweiten Drittel gelang Bad Nauheims Tobias Wörle das wichtige 2:2 – übrigens in eigener Unterzahl (24.). Als das dritte Drittel begann stand das Spiel auf Messers Schneide. Der die komplette Saison über schon starke Ravensburger Sam Herr brachte seine Farben zunächst mit 3:2 in Führung, aber die Roten Teufel steckten einfach nicht auf und so war ein in Überzahl erzieltes 3:3 für die Kurstädter auch absolut verdient. 

In der Overtime war die Spannung zu jeder Minute greifbar. Ärgerlich für die meisten der insgesamt knapp 2.500 Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Rängen: Gleich mehrere 100-prozentige Chancen der Bad Nauheimer wurden nicht in ein Tor umgemünzt, unter anderem verfehlten Andrej Bires und Mick Köhler. Ravensburg stand nach 70 Minuten eigentlich am Rande einer Niederlage, Bad Nauheim hatte den Serienausgleich auf dem Schläger. Auch nach der ersten Overtime, also 20 zusätzlich gespielten Minuten, war noch kein Sieger gefunden. Um kurz vor 23 Uhr startete in der Kurstadt also das "fünfte Drittel". Die Entscheidung fiel in Spielminute 83: Robbie Czarnik markierte mit einem fulminanten Handgelenkschuss in Überzahl den Gamewinner.

Manuel Weis


Kurznachrichtenticker

  • vor 2 Tagen
  • Im Import-Draft der nordamerikanischen Ausbildungsligen, unter dem Dach der Canadian Hockey League, haben die Edmonton Oil Kings Luca Hauf ausgewählt (59. Pick). An der Nummer eins wurde der Slowake Adam Sykora von den Medicine Hat Tigers gewählt.
  • vor 2 Tagen
  • Jim Montgomery heißt der neue Cheftrainer der Boston Bruins in der NHL. Der 53-Jährige, der als Spieler ein Jahr lang bei den Kölner Haien gespielt hatte, war zuletzt Co-Trainer der St. Louis Blues.
  • vor 3 Tagen
  • Steven Rupprich (33) verstärkt das DEL2-Team in Dresden. Der Rekordspieler der Eislöwen (361 Pflichtspiele) tritt seinen neuen Posten als Teammanager an. Rupprich wird damit als Bindeglied zwischen der Geschäftsstelle und der Mannschaft fungieren.
  • vor 3 Tagen
  • Martin Mazanec übernimmt in der kommenden Saison den Posten als Co-Trainer bei den Blue Devils Weiden in der Oberliga Süd. Zudem unterstützt Simon Heidenreich die Weidener als Kraft- und Athletiktrainer.
  • vor 3 Tagen
  • Derek Lalonde wird Nachfolger von Jeff Blashill als Head Coach der Detroit Red Wings (um Moritz Seider). Der 49-jährige US-Amerikaner arbeitete zuletzt vier Jahre als Assistenztrainer der Tampa Bay Lightning.
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