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Freitag, 15. März 2024

Die DEL2-Playoffs und -Playdowns am Freitag Crimmitschau geht gegen Krefeld mit 2:0 in Führung, Regensburg holt sich Heimrecht zurück, Weißwasser und Kaufbeuren gleichen aus

Meinungsverschiedenheiten gab es zwischen den Krefeld Pinguinen (links Jerome Flaake) und den Crimmitschau Eispiraten (rechts Alexander Schmidt) auch im zweiten Aufeinandertreffen des Duells. Dieses konnten die Westsachen für sich entscheiden und gingen in der Viertelfinalserie mit 2:0 in Führung.
Foto: IMAGO/osnapix

Im Playoff-Viertelfinale der DEL2 gab es am Freitagabend dreimal den Serienausgleich. Die Lausitzer Füchse bezwangen in einem spannenden Spiel die Kassel Huskies mit 4:3. Der ESV Kaufbeuren antwortete auf die Niederlage vor zwei Tagen in Landshut mit einem 5:2-Heimerfolg. Ihren Heimvorteil zurückgeholt haben sich die Eisbären Regensburg mit einem klaren 5:1-Sieg bei den Ravensburg Towerstars. Bereits mit 3:1 führten die Krefeld Pinguine nach zwei Dritteln zuhause gegen Crimmitschau. Die Eispiraten drehten die Partie allerdings im Schlussabschnitt und gingen in der Best-of-seven-Serie mit 2:0 in Führung.
In den Playdowns gewannen die Eislöwen Dresden zu Hause gegen die Selber Wölfe mit 4:1. Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf sendeten die Bietigheim Steelers mit einem 4:0-Erfolg über die Starbulls Rosenheim.

In einem hochklassigen Spiel gingen die Lausitzer Füchse früh durch den stark aufspielenden Kristian Blumenschein in Führung (3.). Allmählich fanden die Kassel Huskies besser in die Partie und setzten sich in der Offensivzone fest. In der 18. Minute fälschte Stephen MacAulay zum Ausgleich ab. Weißwassers Pre-Playoff-Matchwinner Lane Scheidl vergab in der 23. Minute aus aussichtsreicher Position, eine Minute später traf Connor Korte aus spitzem Winkel für die Schlittenhunde. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Toni Ritter eroberte die Scheibe in der neutralen Zone und schickte Dominik Grafenthin, der allein vor Torhüter Brandon Maxwell sein Können unter Beweis stellte und sein erstes Füchse-Tor erzielte (26.). Ville Järveläinen (31.) ließ mit einem Powerplay-Tor die Lausitzer ein weiteres Mal jubeln. Eine doppelte Überzahl brachte nun wieder die Hessen durch Maxi Faber (33.) aufs Scoreboard. Unhaltbar unter die Latte versenkte Roope Mäkitalo (50.) den Puck zum 4:3. Weißwasser verteidigte in der Folge mit großem Einsatz den Serienausgleich.

Einen guten Job machte die Crimmitschauer Defensive gleich im ersten Abschnitt. Denn früh waren die Eispiraten in Unterzahl gefordert, als Sören Sturm für einen Check gegen die Bande eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierte. Kaum waren sie selbst in Überzahl, da machten es die Westsachsen besser als Krefeld und gingen durch Vinny Saponari (10.) in Führung. Ladislav Zikmund verfehlte wenig später das leere Tor zum Führungsausbau, ehe die Hausherren wieder Druck nach vorne machen konnten. Doch erst kurz nach Wiederbeginn sollte der Ausgleich gelingen. Verteidiger Christian Ehrhoff (22.) traf mit voller Wucht ins Gehäuse. Leon Niederberger (23.) aus zentraler Position und Philipp Kuhnekath (29.) wendeten das Blatt. Die Eispiraten kamen im Schlussdrittel wieder besser in die Partie und durch einen Doppelschlag von Tobias Lindberg (43.) und Gregory Kreutzer (44.) zunächst zum Ausgleich und durch einen strammen Zikmund-Schuss (46.) sogar zur Führung. Die Hausherren kamen nicht mehr zurück, Crimmitschau belohnte sich für seine Moral. Henri Kanninen (59.) setzte mit einem Empty-Net-Treffer den 5:3-Schlusspunkt zum Auswärtssieg.

Ein hart umkämpftes Spiel war es zumindest im ersten Abschnitt zwischen den Ravensburg Towerstars und den Eisbären Regensburg. Ausgerechnet in einer Druckphase der Gastgeber gelang den Donaustädtern der erste Treffer. Andrew Yogans (11.) Passversuch ging an den Schlittschuh von Tim Sezemsky, der die Scheibe ins eigene Tor ablenkte. Der Pfosten und ein gut aufgelegter Keeper Thomas McCollum verhinderten lange Zeit das 1:1, das dann doch in der 20. Minute Fabian Dietz in Powerplay erzielen konnte. Früh im Mitteldrittel schepperte es jedoch binnen 72 Sekunden dreimal im Gehäuse der Oberschwaben, bei denen gänzlich die Zuordnung fehlte. Nikola Gajovky (26.), Christoph Schmidt (27.) und Kevin Slezak (27.) bescherten ihrem Team eine komfortable 4:1-Führung. Diese ließ sich die Eisbären nicht mehr nehmen, zumal Ravensburg nicht mehr wirklich große Gefahr ausstrahlen konnte. Andrew Yogan erhöhte schließlich per Empty-Net-Treffer zum 5:1.

DIE SPIELSTENOGRAMME DER VIERTELFINALSPIELE (4 Einträge)

 

 

Packender ging es dagegen zwischen Kaufbeuren und Landshut zur Sache. Beide Teams gingen mit entsprechender Härte zu Werke, konnten aus den sich bietenden Möglichkeiten allerdings lange nichts Zählbares herausholen. Erst in der 29. Minute war Max Oswald mit dem 1:0 für die Gastgeber zur Stelle. Gleich sechs Tore fielen dafür in den letzten 20 Minuten. Zunächst gelang Alex Tonge (46.) der Ausgleich. Die Hausherren blieben davon aber unbeeindruckt und trafen durch Sami Blomqvist (49.) zur erneuten Führung. Nach überstandenem Unterzahlspiel erhöhte Max Oswald (51.). Keine zwei Minten später stellte Johannes Krauß in doppelter Überzahl auf 4:1. Vier Minuten vor dem Ende verkürzte Julian Kornelli. Kaufbeuren ließ aber nichts mehr anbrennen, vier Sekunden vor der Schlusssirene traf Blomqvist ins verwaiste Gästetor zum 5:2-Endstand.

Wie schon am Mittwoch, so präsentierten sich die Selber Wölfe auch diesmal mit einem starken Penalty Killing. Dresden hatte allein neun Minuten Überzahlspiel im ersten Abschnitt, konnte aus dem numerischen Vorteil auf dem Eis jedoch kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Wie beim Auftaktsieg vor zwei Tagen war es erneut Chad Bassen (17.), der in Unterzahl für seine Farben einnetzte. Keine zwei Minuten später gelang den Eislöwen allerdings der Ausgleich, den Yannick Drews frei aus dem Slot erzielte. Die Mannschaften boten weiter einen spannenden Schlagtausch, Dresden erarbeitete sich allerdings die besseren Torchancen und ging durch Drews in der 36. Minute in Front. Selb drückte auf den Ausgleich, bis Johan Porsberger (49.) einen Schuss von Simon Karlsson entscheidend in den Kasten zum 3:1 abfälschte. Die Wölfe setzten frühzeitig alles auf eine Karte und zogen den Goalie, was Travis Turnbull (57.) aber umgehend zur Entscheidung auszunutzen wusste.

Schon in der vierten Minute kassierte Cole MacDonald wegen eines harten Einsteigens eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die Starbulls Rosenheim fanden in diesen fünf Minuten Überzahl wie auch in einem weiteren Powerplay jedoch keinen erfolgreichen Abschluss. Die Bietigheim Steelers wehrten sich mit Kräften und dominierten vor allem im zweiten Spieldrittel, Oskar Autio im Rosenheimer Tor verhinderte aber mit guten Saves den möglichen Einschlag in seinen Kasten. Erst in der 46. Minute konnte er überwunden werden. Brett Welychka erzielte in Überzahl die Führung. Alexander Preibisch erhöhte vier Minuten später und traf auch zum 3:0 in der 54. Minute. Marek Racuk (55.) trug sich mit dem 4:0 in die Torschützenliste ein. Rosenheim benötigt in der Serie aber weiterhin nur noch einen Sieg und kann bereits am Sonntag zu Hause den Klassenerhalt perfekt machen.

Michael Sporer

DIE SPIELSTENOGRAMME DER PLAYDOWN-SPIELE (2 Einträge)

 

Kurznachrichtenticker

  • vor 9 Stunden
  • Der 20-jährige Verteidiger Alexander Schmidt hat seinen Vertrag bei den Eispiraten Crimmitschau um ein Jahr verlängert. Dies gab der Club aus der DEL2 am Montag bekannt.
  • vor 17 Stunden
  • Der 21-jährige Torhüter Leon-Niklas Jessler (zwei Einsätze für den EV Duisburg) wird das Team aus der Oberliga Nord wieder verlassen.
  • gestern
  • In der Finalserie der U17-Meisterrunde setzten sich die Jungadler Mannheim mit 3:1 gegen die Kölner Junghaie durch. Spiel 4 am Sonntag gewann der Mannheimer Nachwuchs souverän mit 5:1 und krönte sich mit dem Auswärtssieg zum neuen deutschen U17-Meister.
  • vor 3 Tagen
  • Die Dresdner Eislöwen (DEL2) und TecArt Black Dragons Erfurt (OL Nord) werden künftig nicht mehr kooperieren. Die Vereinbarung zwischen beiden Clubs wird nicht verlängert, da Dresden wegen der angestrebten Verkleinerung des Kaders nicht mehr zwingend einen Partner benötigt.
  • vor 3 Tagen
  • Die Schwenninger Wild Wings (PENNY DEL), der EHC Freiburg (DEL2) und die Stuttgart Rebels (OL Süd) werden künftig zusammenarbeiten. Das gaben die Clubs am Freitag bekannt. Schwenningen und Freiburg waren schon zuletzt Kooperationspartner.
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