Fehlerfrei gegen den EV Landshut um Trevor Gooch: Rosenheims Torhüter Christopher Kolarz.
Foto: Christian Fölsner
Derby-Doppelpack in der DEL2 am Freitag: Die Kassel Huskies gewannen auch das dritte Hessen-Derby der Saison gegen Bad Nauheim; diesmal mit 6:4. Die Starbulls Rosenheim bezwangen ihren Rivalen EV Landshut mit 3:0 – und damit ebenfalls zum dritten Mal in dieser Saison. Auswärtssiege nach Verlängerung feierten Bietigheim (2:1 in Weißwasser) und Crimmitschau (3:2 in Kaufbeuren), die NRW-Traditionsvereine Krefeld (4:1 gegen Regensburg) und Düsseldorf (3:2 n.P. gegen Freiburg) behaupteten sich zuhause. Weiden unterlag in Ravensburg mit 2:3 nach Verlängerung.
2:0, 2:4, 6:4 – Kassel setzte sich im abwechslungsreichen hessischen Vergleich mit Bad Nauheim durch, verteidigte den zweiten Tabellenplatz und verschärfte die Krise der Roten Teufel. Die Auswahl von Peter Russell ging zum vierten Mal in Serie leer aus und hängt auf Rang 12 fest. In Kassel verspielte Bad Nauheim einen 4:2-Vorsprung – nach einem 34-Sekunden-Doppelschlag in Minute 42 – viel zu leichtfertig. Huskies-Verteidiger Andrew Bodnarchuk wurde mit seinem Schlenzer knapp drei Minuten vor Schluss zum Matchwinner.
Landshut unterlag Rosenheim ebenfalls zum dritten Mal in dieser Saison, blieb beim 0:3 im ROFA-Stadion sogar ohne Tor. Charlie Sarault, Dominik Kolb und Teemu Pulkkinen trafen für die Starbulls, Torhüter Christopher Kolarz feierte sein erstes Shutout. Eine Besonderheit: Das Niederbayern-Oberbayern-Derby sah nur zwei Strafminuten. Rosenheim festigte Platz drei vor Verfolger EVL.
Schlusslicht Kaufbeuren holte beim 2:3 nach Verlängerung gegen Crimmitschau einen Zähler, der die Buron Joker allerdings nicht wirklich voranbringt. Topstürmer Corey Mackin entschied die Partie in der Overtime mit seinem zweiten Tagestreffer zugunsten der Eispiraten. Auch Bietigheim gewann nach Verlängerung in der Fremde. Brett Kemp belohnte die lange Auswärtsreise nach Weißwasser mit seinem Treffer in Minute 63. Steelers-Goalie Florian Mnich überzeugte mit 28 Paraden.
Tabellenführer Krefeld münzte einen 0:1-Rückstand gegen Regensburg in einen 4:1-Erfolg um. Ein Shorthander von Roope Mäkitalo zum 1:1 leitete die Wende ein, danach schlugen vor über 7.000 Fans auch Philip Gogulla, Jon Matsumoto und Max Newton zu. 6.713 Zuschauer in Düsseldorf sahen eine spannende Schlussphase gegen Freiburg. Nach 0:2-Rückstand traf Yushiroh Hirano zum späten 2:2-Ausgleich (59.), auch das Penalty-Schießen entschied der schussstarke Japaner – die Mannschaft von Harry Lange fand nach der Niederlage in Ravensburg am Dienstag also schnell wieder die Spur.
Apropos Ravensburg: Die Towerstars besiegten die Blue Devils Weiden mit 3:2 nach Verlängerung. Der schwedische Spielmacher Erik Karlsson sorgte für die Entscheidung. So lachten am Ende doch noch die Hausherren, nachdem in regulären Spielzeit noch der vor einigen Wochen in Ravensburg aussortierte Stürmer Alex-Olivier Voyer für Weiden getroffen hatte.
Tim Heß