Die Eisbären Regensburg um Dreierpacker David Morley feierten einen 5:2-Heimsieg über Ravensburg.
Foto: Melanie Feldmeier
Die Siegesserie der Krefeld Pinguine hat weiterhin Bestand, auch nach dem DEL2-Spitzenspiel am Sonntagabend in Bietigheim, das mit 5:3 an den Tabellenführer ging. Verfolger Kassel sammelte drei Punkte in Landshut ein und fügte dem EVL die dritte Nullnummer der Woche zu. Heimsiege gingen an Regensburg und Crimmitschau, während die DEG vor knapp 7.000 Fans einen 2:0-Vorsprung im Schlussdrittel gegen Weißwasser noch aus der Hand gab. Bad Nauheim blamierte sich beim 0:2 gegen Kaufbeuren, Weiden gestaltete auch das zweite Match nach der Freistellung von Trainer Sebastian Buchwieser erfolgreich.
Auch wenn die Krefeld Pinguine in Bietigheim beim 5:3 ihren elften Sieg in Folge feiern konnten, hing das Bestehen der Erfolgsserie diesmal am seidenen Faden. Die Gäste gingen zwar mit einer 2:0-Führung in die erste Drittelpause. Aus dieser kamen die Steelers jedoch besser heraus. Filip Reisnecker erzielte den Anschluss, Joshua Rust den 2:2-Ausgleich. Krefeld kam lediglich zu vier Schüssen im Mittelabschnitt – einer davon markierte das 3:2 der Pinguine von Philip Gogulla. Und der war es auch, der die Zwei-Tore-Führung zu Beginn des Schlussabschnitts wiederherstellte. Reisnecker verkürzte in der Schlussphase noch auf 3:4 aus Sicht der Hausherren, die anschließend vergeblich auf den Ausgleich drückten.
Trotz eines Doppelpacks von Trevor Gooch konnte sich der EV Landshut auch gegen Kassel nicht aus der aktuellen Ergebniskrise befreien. Der Tabellensiebte musste sich dem Rangzweiten vor 3.848 Zuschauern mit 2:5 geschlagen geben. Top-Scorer Tyler Benson traf zweifach für die Huskies, Yannik Valenti sammelte drei Scorer-Punkte. In der Schlussphase hielt Kassels Torhüter Philipp Maurer, ein gebürtiger Landshuter, auch bei einer Drei-gegen-sechs-Situation die Stellung. Die Düsseldorfer EG konnte Weißwassers spätes Comeback am Sonntagabend nicht stoppen. Nach den ersten 20 Minuten führte die DEG noch mit 2:0. Jedoch gaben die Hausherren die Führung im letzten Durchgang aus der Hand. Verteidiger Eric Hjorth sicherte den Füchsen den Ausgleich, ehe Clarke Breitkreuz 65 Sekunden vor dem Ende zur 3:2-Gästeführung traf. Düsseldorf zog in den Schlussminuten Goalie Niklas Lunemann und drückte aufs 3:3. John Broda bestätigte jedoch die Comeback-Qualitäten seiner Füchse per Empty-Net-Treffer zum 4:2-Endstand aus Sicht der Weißwasseraner.
Bad Nauheim feierte im Rahmen des Duells mit dem ESV Kaufbeuren das 80-jährige Jubiläum, mit Spielbeginn jedoch nicht mehr viel. Denn ausgerechnet das Tabellenschlusslicht spielte vor 3.546 Besuchern im Colonel-Knight-Stadion den Partycrasher. Torhüter Cody Porter hielt mit einem 40-Save-Shutout den ersten ESVK-Sieg seit dem 26. Dezember 2025 fest. Ein herber Dämpfer für die Pre-Playoff-Hoffnungen der Roten Teufel, die zudem Rang 11 an die Blue Devils Weiden abgeben mussten. Die Oberpfälzer gestalteten auch das zweite Match nach der Ära Sebastian Buchwieser erfolgreich. Die Powerplay-Treffer von Luca Gläser und Neal Samanski vor und nach Shane Hannas Ausgleich brachten die blauen Teufeln gegen Rosenheim auf die Siegerstraße, Verteidiger Luis Marusch markierte den 3:1-Endstand.
Heimsiege feierten die Eisbären Regensburg und die Eispiraten Crimmitschau: Während die Oberpfälzer einen 1:2-Rückstand nach 40 Minuten gegen Ravensburg auch dank des Doppelpacks von David Morley mit drei eigenen Treffern zwischen der 46. und 60. Minute in einen 5:2-Heimsieg verwandelten, ließen die Westsachsen vor 3.800 Zuschauern am Blaulichttag einen möglichen Heimdreier gegen Freiburg kurz vor Ende liegen. Die Wölfe bestraften einen Wechselfehler (die einzige kleine Strafe der gesamten Partie) mit dem späten 1:1-Ausgleich in Überzahl durch Shawn O’Donnell. In der Overtime war das Glück dann aber wieder auf Seiten der Eispiraten, denn Wölfe-Goldhelm Fabian llestedt machte eine eigentlich harmlose Situation vor dem eigenen Gehäuse noch einmal scharf und Maxim Trépanier nutzte den Fauxpas zum Siegtreffer für Crimmitschau.
Lisa Taduschewski/Tim Heß/Sebastian Groß