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Mittwoch, 24. April 2019

DEL2-Finale, Spiel 4 Ravensburg schenkt Frankfurt sieben Tore ein und geht in der Finalserie mit 3:1 in Führung – Erster Towerstars-Matchpuck am Freitag

<p>Towerstars-Schlussmann Jonas Langmann behält den Überblick: Durch den 7:4-Erfolg im vierten Spiel der DEL2-Finalserie führt Ravensburg gegen Frankfurt nun mit 3:1. <br/>Foto: Hübner<br/></p>

Towerstars-Schlussmann Jonas Langmann behält den Überblick: Durch den 7:4-Erfolg im vierten Spiel der DEL2-Finalserie führt Ravensburg gegen Frankfurt nun mit 3:1.
Foto: Hübner

Zwei Tage nach dem unglaublichen Comeback der Ravensburg Towerstars in Frankfurt ging das Finale der DEL2 für Spiel 4 zurück nach Oberschwaben. Die Mannschaft von Rich Chernomaz wollte dabei das jüngst erkämpfte Heimrecht nutzen, um den dritten Sieg in der Best-of-seven-Serie einzufahren. Die 3.418 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes erstes Drittel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Als perfektes Beispiel zeichnete sich die sechste Minute aus. Erst konnte Löwen-Angreifer Brett Breitkreuz ein sehenswertes Zuspiel von David Skokan bei einer Zwei-auf-eins-Situation nicht vollenden, im direkten Gegenzug rettete Verteidiger Kevin Maginot mit seinem Schlittschuh in heroischer Manier auf der Torlinie gegen Andreas Driendl. Der Towerstars-Goldhelm hatte das leere Tor vor sich, denn Frankfurts Goalie Ilya Andryukhov war bereits geschlagen. Wenig später musste der Deutsch-Russe dann trotzdem hinter sich greifen. Daniel Pfaffengut (12.) nahm eine abgefälschte Scheibe im Slot auf und verwertete mit der Rückhand aus kurzer Distanz. Nach einer weiteren Driendl-Großchance antworteten die Gäste aus der Mainmetropole und kamen zum Ausgleich. Ein verdeckter Schuss von Dalton Yorke (14.) segelte an Ravensburgs Schlussmann Jonas Langmann vorbei. Wenig später jubelten die Südhessen erneut, doch der Treffer wurde aufgrund eines hohen Stocks des früheren Ravensburgers Mathieu Tousignant (18.) aberkannt. Mit einem Spielstand von 1:1 ging es in die Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff entwischte Robin Just (21.) den Löwen und markierte nach 35 Sekunden das 2:1 für die Puzzlestädter. Nach zwei weiteren Gelegenheiten für die Hausherren erhielt Torschütze Just eine kleine Strafe. Das erste Powerplay der Partie konnten die Löwen zwar offiziell nicht nutzen, kamen durch einen flachen Schuss von Defender Tim Schüle (25.) dennoch zum Ausgleich. Just war zum Zeitpunkt des Einschlags gerade aus der Kühlbox gekommen. Ravensburg zeigte aber erneut die passende Reaktion: Kapitän Vincenz Mayer (28.) nutzte einen Rebound und brachte seine Farben zum dritten Mal in Front. Wenig später hatte Langmann das nötige Glück auf seiner Seite, als ein harter Schüle-Schlagschuss von der Bande gefährlich zurücksprang. Für Langmanns Gegenüber Andryukhov (31.) war der Arbeitstag hingegen wenig später beendet. Youngster Maximilian Kolb überwand den 28-Jährigen nach einem Schwamberger-Pass im zweiten Versuch. Frankfurts finnischer Coach Matti Tiilikainen entschied sich daher für den Wechsel zu Bastian Kucis, um sein Team, das spielübergreifend in den letzten zweieinhalb Dritteln zehn Tore kassierte, wachzurütteln. Mit einem guten Save gegen Ex-Löwe Pawel Dronia begann Kucis seinen Arbeitstag. Nach einer Stockcheck-Strafe gegen Skokan war aber auch der gebürtige Kaufbeurer erstmals geschlagen. David Zucker (38.) staubte in Überzahl nach einem zunächst geblockten Schuss ab und sorgte für einen komfortablen 5:2-Zwischenstand nach 40 Minuten.

Das Spiel in der Statistik (1 Einträge)

 


Dritter Abschnitt, zweiter Blitzstart. Erneut erwischten die Ravensburg Towerstars die Löwen auf dem falschen Fuß. Routinier Sören Sturm erhöhte mit einer Einzelaktion nach nur 62 Sekunden im letzten Drittel auf 6:2. Auf der Gegenseite behielt Langmann die Nerven bei einem Breakaway von Tousignant (46.), der zu lange wartete. Als Driendl zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit für zwei Minuten vom Eis musste, nahm Tiilikainen Goalie Kucis für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Das machte sich bezahlt, Lukas Koziol (51.) überwand den auf dem Boden liegenden Langmann und verringerte den Rückstand auf drei Tore. 56 Sekunden vor Schluss legte Löwen-Kapitän Adam Mitchell nach (60.). Kucis war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr auf dem Eis. Der Comeback-Versuch des Hauptrundensiegers kam aber viel zu spät, Vincenz Mayer (60.) sorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Vorentscheidung. Mit einem Faustkampf verabschiedeten sich Daniel Schwamberger und Mike Fischer. Die beiden Streithähne sehen sich am Freitag in der Mainmetropole zu Spiel 5 wieder. Die Towerstars haben dann den ersten Matchpuck und können die erste Zweitliga-Meisterschaft seit 2011 perfekt machen.

Tim Heß


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Kurznachrichtenticker

  • vor 4 Stunden
  • Die Ticketnachfrage für das Hockey Open Air 2020 in Dresden reißt nicht ab: Nach drei Verkaufswochen sind nur noch knapp 5.000 Karten verfügbar. Zahlreiche Blöcke, besonders in den Top-Kategorien, sind schon komplett belegt. Das vermeldeten die Eislöwen am Mittwochmittag.
  • vor 4 Stunden
  • Der Kanadier Jim Midgley wird zur neuen Saison Co-Trainer von Head Coach Jason O'Leary bei den Iserlohn Roosters (DEL). Der 41-Jährige war zuletzt in der Saison 2017/18 Cheftrainer bei den Halifax Mooseheads in der QMJHL.
  • vor 4 Stunden
  • Die Crocodiles Hamburg (Oberliga Nord) haben Jan Tramm verpflichtet und mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Der 23-jährige Verteidiger spielte zuletzt für die Füchse Duisburg und bestritt in der Saison 2018/19 54 Oberligaspiele (zwei Tore, zwölf Assists).
  • gestern
  • Der langjährige NHL-Verteidiger Brooks Orpik hat seine Karriere nach über 1.000 Spielen beendet. Der 38-Jährige gewann zweimal (Pittsburgh/Washington) den Stanley Cup.
  • gestern
  • Auch Lean Bergmann (San José), Dominik Bokk (St. Louis), Justin Schütz (Florida), Moritz Seider (Detroit) und Nico Sturm (Minnesota) nehmen wie erwartet an den Development Camps ihrer NHL-Clubs teil. Zudem sind Nino Kinder und Wojciech Stachowiak per Einladung in Los Angeles dabei.

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