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Donnerstag, 5. Mai 2022

Verletzt und von Corona gebeutelt 18 Jahre Profi, Spieler des Jahres und DEL2-Meister: Ravensburger Andreas Driendl beendet seine Karriere

Andreas Driendl beendet seine Karriere.

Foto: imago images/Beautiful Sports

Andreas Driendl wird seine Karriere beenden. Das teilten die Ravensburg Towerstars am späten Mittwochabend mit. Der 34-Jährige spielte zuletzt vier Jahre für die Ravensburger

Seine Karriere im Seniorenbereich startete der gebürtige Schongauer im Jahr 2003 beim EV Füssen in der Oberliga, über den Wechsel zum EV Regensburg durfte er drei Jahre später bei den Hamburg Freezers erstmals auch DEL Luft schnuppern. Fest in die höchste deutsche Spielklasse wechselte Andreas Driendl dann zur Saison 2008/09. Acht Jahre spielte er DEL in Krefeld.

Der Wunsch, näher an der Heimat spielen zu können, stand zur Saison 2016/17 im Mittelpunkt. Zwei Jahre stürmte er beim SC Riessersee, in seiner zweiten erfolgreichen Spielzeit wurde er am Ende der Saison 2017/18 als „Spieler des Jahres“ der DEL2 geehrt. Nach der persönlichen Auszeichnung folgte ein Jahr später, nach seinem Wechsel zu den Towerstars, auch der lang ersehnte erste Meistertitel. 77 Scorerpunkte hatte Andreas Driendl beigesteuert, als er mit seinen Teamkollegen in der Saison 2018/19 die DEL2-Trophäe in die Höhe recken durfte.

Es folgten drei weitere Jahre in Ravensburg und insgesamt trug er in 168 Pflichtspielen das Towerstars Logo auf der Brust, verbunden mit 55 Toren und 121 Beihilfen. In 927 Pflichtspielen stand Andreas Driendl auf dem Eis, hinzu kamen Einsätze in Länderspielen für die deutsche Nationalmannschaft. 234 Tore durfte er bejubeln, 370-mal legte er für die Kollegen auf.

Die abgelaufene Saison lief für Driendl unglücklich. Aufgrund einer in der Vorsaison erlittenen Verletzung konnte der Stürmer erst spät in den Trainings- und Spielbetrieb einsteigen, dann wurde er im Januar besonders hart von einer Corona-Infektion gebeutelt. Aufgrund der Nachwirkungen konnte er in der entscheidenden Saisonphase  auch nicht mehr eingreifen.

„Mit 36 Jahren merkt man schon, dass der Körper einfach nicht mehr so frisch ist und die Regeneration länger braucht“, betont er. Hinzu komme, dass er die letzten sechs Jahre aus familiären Gründen fast täglich pendelte. „Ich habe mehr Zeit im Auto verbracht als auf dem Eis“, erklärt Andreas Driendl und ergänzt: „Jetzt genieße ich erst mal die Zeit zu Hause mit meiner Familie, den Freunden und meinen Hobbys. Vor allem aber möchte ich mich erst einmal vollständig erholen.“


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Das U15-Perspektivteam des DEB beendete ihr erstes internationales Turnier nach zwei Siegen gegen die Slowakei und die Bayerische Auswahl, sowie zwei Niederlagen gegen Tschechien und den EC Red Bull Salzburg auf dem vierten Platz. Turniersieger wurde Gastgeber Salzburg.
  • gestern
  • Der Herforder EV (Oberliga Nord) hat vier weitere Abgänge vermeldet – darunter Top-Scorer Ryley Lindgren, der sich in seiner kanadischen Heimat verstärkt seiner beruflichen Zukunft widmen will. Auch Defender Yannis Walch sowie die Stürmer Matyas Kovacs und Nils Wegner gehen.
  • vor 2 Tagen
  • DEB-Hauptschiedsrichter André Schrader und Lukas Kohlmüller (Hauptschiedsrichter) sowie Patrick Laguzov (Linienschiedsrichter) werden bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz im Einsatz sein. Außerdem DEL-Hauptschiedsrichter Sean MacFarlane (USA) und DEL-Linienrichter Jiri Ondracek (CZE).
  • vor 4 Tagen
  • Die Chicago Blackhawks (NHL) haben General Manager Kyle Davidson mit einem Mehrjahresvertrag ausgestattet. Er ist seit 2022 im Amt. Der Club hat seither nie die Playoffs erreicht.
  • vor 6 Tagen
  • Der DEB beschreitet mit dem Jahrgang 2011 neue Wege in der Nachwuchsarbeit. Erstmals tritt eine U15-Perspektivmannschaft in einem internationalen Turnier an. Vom 15. bis 19. April 2026 messen sich die deutschen Nachwuchsspieler in Salzburg (Österreich) mit vier weiteren Teams.
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