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Samstag, 16. September 2023

Vater-Sohn-Duell am ersten Spieltag der DEL2: Frank gegen Eric Hördler: Der Vater gewinnt, der Sohn glänzt – „Natürlich ist es bitter, aber ich gönne es ‚dem alten Sack‘“

Sohn Eric Hördler (links) musste sich trotz Tor und Vorlage am Freitagabend seinem Vater Frank geschlagen geben.
Foto: Mario Wiedel

Der 1. Spieltag der DEL2 bot in Selb ein seltenes Duell zwischen Vater und Sohn – Frank Hördler (38) traf als Kapitän der Selber Wölfe gleich im ersten Match der Saison auf seinen Sohn Eric (19), Angreifer der Lausitzer Füchse. „Das war für mich ein Highlight, gegen meinen Sohnemann spielen zu können“, sagte der Rückkehrer nach Selb im Anschluss an den 4:3-Auftaktsieg seiner Mannschaft. „Ich bin froh, dass er mich nicht ausgespielt hat und mich in Ruhe gelassen hat. Da hatte ich ein bisschen Angst vor.“ Ausgespielt wurde der Papa zwar nicht, dafür aber nicht selten dessen Mitspieler. „Er hat sehr gut gespielt – ein Tor geschossen, eine Vorlage gegeben und noch eines auf dem Schläger gehabt“, musste nach der Partie auch der stolze Vater anerkennen, und gestand: „Er hat uns schon ziemlich viel Ärger bereitet.“

Die Hördlers lockten für ihr Familienduell zahlreiche Freunde und Bekannte an, selbst aus der Ferne. „Viele sind aus Berlin gekommen – die haben aber eher Weißwasser die Daumen gedrückt“, meinte Vater Frank, der nach dem Sieg seiner Wölfe zufrieden bilanzieren konnte: „Das Spiel hat uns gleich in die Spur geschickt.“ Sehr beeindruckt war Frank Hördler auch von der ihm gewidmeten Choreographie der Selber Fans: "Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Da steckte viel Arbeit drin."

Sohn Eric Hördler war im Duell gegen Vater Frank hochmotiviert, an zwei Treffern beteiligt, und letztlich trotz der Niederlage seiner Füchse bester Mann des Spiels. „Für mich war es etwas ganz, ganz Besonderes, weil mein Vater schon immer mein größtes Idol und Vorbild ist“, sagte der 19-Jährige nach dem für die Hördlers ganz speziellen Saisonauftakt. „Für mich war es aber auch ein komisches Gefühl, gegeneinander anzutreten“, gab er zu, nachdem er in der Vorsaison noch für neun Spiele an der Seite seines Vaters im Trikot der Eisbären Berlin auflaufen durfte. Den Sieg im Familienduell hätte der Stürmer gerne mit in die Lausitz genommen. „Natürlich ist es bitter, aber ich gönne es ‚dem alten Sack‘“, so Eric Hördler mit einem Grinsen im Gesicht.

Einen ausführlichen Bericht zum Duell zwischen Vater und Sohn Hördler finden Sie auch in der kommenden Ausgabe der Eishockey NEWS!

Sebastian Groß

Choreographie der Selber Fans zur Rückkehr von Frank Hördler nach Oberfranken.
Foto: Mario Wiedel


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Notizen

  • vor 14 Stunden
  • Yannick Veilleux wird den Eisbären Berlin am Freitag beim Spiel gegen den ERC Ingolstadt nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer ist nach seinem dritten Faustkampf der Saison automatisch für eine Partie gesperrt.
  • vor 19 Stunden
  • DEL2-Club EHC Freiburg muss für den Rest der Saison ohne Stürmer Julian Airich (30 Einsätze, fünf Punkte) auskommen. Beim 30-Jährigen besteht ein Verdacht auf Kreuzbandriss, weitere Untersuchungen sollen Aufschluss geben.
  • vor 22 Stunden
  • NHL-Ergebnisse am Sonntag: Dallas - Tampa Bay 1:4, Detroit - Ottawa 4:3 n.V., Edmonton - St. Louis 5:0.
  • gestern
  • Die deutsche U18-Nationalmannschaft der Frauen steigt in die Top-Gruppe auf. Durch den 2:0-Erfolg am Sonntag gegen Norwegen ist sie in der Tabelle nicht mehr einholbar. Im Gegenzug steigt aus der Top-Gruppe Finnland ab.
  • gestern
  • Andrew Donaldson verlässt den ESV Kaufbeuren (DEL2). Der Kanadier hat den Club um die Auflösung seines noch bis Saisonende laufenden Vertrages gebeten. In den letzten Monaten war Donaldson Interimstrainer und sollte nach der Einstellung von Leif Carlsson auf seinen Co-Trainer-Posten zurückkehren.
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