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Dienstag, 17. März 2026

DEL2-Playoffs und -Playdowns am Dienstag: Ravensburg und Regensburg gewinnen zum Viertelfinalauftakt, Freiburg macht Klassenerhalt perfekt

Ab dem zweiten Drittel rückte Ravensburgs Goalie Ilya Sharipov zunehmend in den Blickpunkt. In dieser Szene rettete er gegen Brett Kemp.
Foto: Kim Enderle

Der Auftakt ins DEL2-Viertelfinale geizte nicht mit Dramatik. Die Eisbären Regensburg eroberten nach zweimaligem Rückstand mit einem 3:2-Sieg beim Hauptrundendritten Starbulls Rosenheim die Führung in der Best-of-seven-Serie. Die Ravensburg Towerstars verspielten gegen die Bietigheim Steelers eine 3:0-Führung, setzten sich aber in der Overtime dank eines Treffers von Thomas Reichel durch. In den Playdowns fuhr der EHC Freiburg seinen dritten Sieg ein und feierte damit vorzeitig den Klassenerhalt. Mit seinem zweiten Tor traf Fabian Ilestedt in der Verlängerung zum 2:1-Heimsieg gegen den ESV Kaufbeuren. 

Das erste Tor in diesen Playoffs erzielte - wie hätte es anders sein können - Mark Rassell. Bereits nach 30 Sekunden brachte der DEL2-Toptorjäger die Towerstars mit 1:0 in Führung. Nach einem Steckpass von Erik Karlsson hatte der Kanadier freie Bahn und schob Bietigheims Goalie Olafr Schmidt die Scheibe durch die Hosenträger. Die frühe Führung verlieh den Ravensburgern einen Schub. Mit starkem Forechecking torpedierten sie den Bietigheimer Spielaufbau und schlugen bald erneut zu. Nach einem Scheibenverlust von Steelers-Verteidiger Benedikt Jiranek und zwei schnellen Pässen war es wieder Rassell, der frei vor dem Tor stand und lässig mit der Rückhand einschob. Bietigheim blieb auch in der Folge defensiv verwundbar und musste noch vor der ersten Drittelpause das dritte Gegentor schlucken, als Alec Ahlroth die zu hoch stehenden Verteidiger überlief und vor Schmidt keine Nerven zeigte.

Im Mitteldrittel stabilisierten sich die Steelers und entwickelten deutlich mehr Zug zum Tor. Cole Fonstad belohnte die Bietigheimer Bemühungen mit einem Handgelenkschuss in den Winkel. Die Steelers witterten nun ihre Chance und verkürzten zu Beginn des letzten Drittels auf 2:3, nachdem Filip Reisnecker Luis Ludin exzellent in Szene gesetzt hatte. Ravensburg wirkte nun angezählt. Die Gäste übernahmen klar das Kommando und kamen nach einer feinen Kombination zum mittlerweile verdienten 3:3. Fonstad musste im Slot nur noch einschieben. In der Overtime überstanden die Steelers zunächst ein Unterzahlspiel, kassierten dann aber doch den Knockout. Thomas Reichel fälschte einen Schuss von Ryan Odude entscheidend ab und besiegelte den Auftaktsieg der Gastgeber. Der Treffer blieb auch nach Videobeweis bestehen, Reichels Schläger war nicht zu hoch gewesen.   

Durch drei Niederlagen zum Ende der Hauptrunde hatten es die Starbulls Rosenheim verpasst, Momentum für die Playoffs aufzubauen. Pünktlich zum Start der Endrunde waren die Rosenheimer jedoch hellwach. Sie legten furios los und belohnten sich schon in der fünften Minute mit der verdienten Führung im Powerplay, als Luigi Calce nach einem Schuss von Ville Järveläinen im Slot abstaubte. Die Eisbären benötigten etwas Zeit, um sich zu berappeln, schlugen dann aber ebenfalls in Überzahl eiskalt zu. David Morley traf herrlich per Direktabnahme und setzte damit eine Serie fort. Schon in der Hauptrunde hatte er in jedem Spiel gegen Rosenheim getroffen.

Das Mitteldrittel eröffneten die Gastgeber in Überzahl - und schlugen erneut zu. Goldhelm Scott Feser hämmerte die Scheibe ins lange Eck. Auf der Gegenseite rettete nach einem Schuss von Morley der Pfosten für den geschlagenen Rosenheimer Torhüter Oskar Autio. Wenige Minuten später sah der Finne dann jedoch unglücklich aus, als er einen Schuss von Alex Berardinelli unter dem Fanghandschuh durchrutschen ließ. Zu diesem Zeitpunkt waren die Starbulls dem 3:1 näher als die Gäste dem Ausgleich. Auch im letzten Drittel brachten die Rosenheimer deutlich mehr Schüsse aufs Tor, effizienter agierten allerdings die Oberpfälzer. Eine schöne Passstafette der Paradereihe veredelte erneut Berardinelli mit der erstmaligen Regensburger Führung. Zwar drängte Rosenheim mit Vehemenz auf den Ausgleich, verzweifelte jedoch auch an Torhüter Jonas Neffin (43 Paraden), der eindrucksvoll bestätigte, warum er erst kürzlich die Auszeichnung zum DEL2-Spieler des Jahres erhalten hatte. 

Spielstenogramme (3 Einträge)

 


In den Playdowns lieferten sich der EHC Freiburg und der ESV Kaufbeuren erneut ein enges, kampfbetontes Duell. Zwölf Strafminuten in den ersten 15 Minuten machten es beiden Teams schwer, einen Rhythmus aufzubauen. Im Mitteldrittel brachte D'Artagnan Joly den ESVK mit seinem dritten Playdown-Treffer in Führung. Die Gäste blieben danach am Drücker, doch aus heiterem Himmel traf Freiburgs Goldhelm Fabian Ilestedt zu Beginn des letzten Drittels nach starker Einzelaktion zum Ausgleich. Kaufbeuren ließ sich davon aber nicht beirren und drängte auf den Sieg, scheiterte aber an Freiburgs Torwart Patrik Cerveny. In der Verlängerung avancierte dann Ilestedt zum Helden der Breisgauer. Mit einem geblockten Schuss leitete der Schwede selbst den entscheidenden Konter ein und verwertete ein starkes Zuspiel von Lynden McCallum eiskalt. Während die Freiburger den Ligaerhalt feierten, richtet sich der Fokus des ESVK nun auf die zweite Playdown-Runde.

Siegmund Dunker


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Notizen

  • vor 4 Stunden
  • DEB-Hauptschiedsrichter André Schrader und Lukas Kohlmüller (Hauptschiedsrichter) sowie Patrick Laguzov (Linienschiedsrichter) werden bei der Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz im Einsatz sein. Außerdem DEL-Hauptschiedsrichter Sean MacFarlane (USA) und DEL-Linienrichter Jiri Ondracek (CZE).
  • vor 2 Tagen
  • Die Chicago Blackhawks (NHL) haben General Manager Kyle Davidson mit einem Mehrjahresvertrag ausgestattet. Er ist seit 2022 im Amt. Der Club hat seither nie die Playoffs erreicht.
  • vor 4 Tagen
  • Der DEB beschreitet mit dem Jahrgang 2011 neue Wege in der Nachwuchsarbeit. Erstmals tritt eine U15-Perspektivmannschaft in einem internationalen Turnier an. Vom 15. bis 19. April 2026 messen sich die deutschen Nachwuchsspieler in Salzburg (Österreich) mit vier weiteren Teams.
  • vor 5 Tagen
  • Santeri Haarala, zweitbester Punktesammler des Nord-Oberligisten TecArt Black Dragons Erfurt, geht in den kommenden Monaten für die Newcastle Northstars in Australien auf Torejagd. Die Saison in Down Under startet am 17. April und endet am 30. August 2026.
  • vor 5 Tagen
  • Der EC Peiting kann weiter auf einen seiner wichtigsten Angreifer zählen: Thomas Heger verlängert seinen Vertrag beim Süd-Oberligisten für die kommende Spielzeit. Der 28-Jährige sammelte für Peiting 2025/26 in 55 Einsätzen 55 Punkte und erzielte insgesamt 29 Tore.
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