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Dienstag, 21. Januar 2020

Nach Ausschreitungen Reaktionen in Ravensburg und Bietigheim: Towerstars verweigern einer Fan-Gruppierung ab sofort den Einlass, Steelers mit Statement gegen Gewalt

Foto: Towerstars/K.Enderle

UPDATE: Nach den Vorfällen während des Schlussdrittels im DEL2-Heimspiel der Ravensburg Towerstars gegen den EV Landshut am Sonntag hat sich die Ravensburger Clubführung gemeinsam mit der Stadtverwaltung Ravensburg und der Polizei besprochen. „Die gewalttägigen Szenen und auch vorangegangenen Provokationen wurden aufs Schärfste verurteilt und es gibt erste Konsequenzen“, wie der Club am Montagabend mitteilte.
 
Nachdem es bereits beim Gastspiel des EV Landshut Ende Oktober zu schwerwiegenden Ausschreitungen mit Sachbeschädigungen in der Ravensburger Innenstadt gekommen war, stand für die Beteiligten außer Frage, dass derartig aggressive und gewaltbereite Clubgruppierungen in der CHG Arena keinen Platz haben dürfen. „Wir können es nicht zulassen, dass unser Sport von derartigen Gruppen missbraucht wird und die lange Eishockeytradition in Ravensburg dadurch großen Schaden nimmt“, sagt Towerstars-Geschäftsführer Rainer Schan. Die Ravensburg Towerstars wollen deshalb eine Lösung anstreben, mit der gewaltbereiten und aggressiv auftretenden Personen oder Gruppen von Gastclubs schon im Vorfeld der Eintritt in die Arena verweigert werden kann.

Als erste Konsequenz auf örtlicher Basis machen die Towerstars von ihrem Hausrecht Gebrauch und verweigern den Mitgliedern der Ravensburger Gruppierung „B1 Crew“ ab sofort und bis auf Weiteres den Eintritt in die CHG Arena und die direkt vorgelagerte Außenfläche, wie der Club mitteilte. Auch dürfen keinerlei in Verbindung stehende Symbole, Logos oder Schriftzüge bei den Heimspielen mehr präsent sein. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dass die Gruppe schon in der Vergangenheit den Ruf der Ravensburg Towerstars durch ihr Verhalten beschädigt hat, wie der DEL2-Club erklärt.

Auch die Bietigheim Steelers haben, gezeichnet von Geschäftsführer Volker Schoch, nach den Vorfällen in Heilbronn Stellung bezogen: "Bei Eishockeyspielen wollen wir Spaß, Freude und Emotionen – da ist für Gewalt kein Platz. Ein Besuch von Eishockeyspielen muss für jeden Besucher ein Erlebnis werden. Angst vor Übergriffen, Pöbeleien, Provokationen oder üble Beleidigungen dürfen da keinen Platz haben. Wir sind stolz auf unsere Farben und freuen uns über Fans, die diese Farben tragen, unsere Mannschaft auswärts oder daheim unterstützen. Wir distanzieren uns aber vor gewaltbereiten Gruppierungen, die in unseren Farben prügeln, randalieren, zerstören, beleidigen oder provozieren. Wir machen keine Stimmung kaputt. Wir übernehmen Verantwortung für Fans und alle Gäste in unserer Arena. Dadurch sorgen wir für Sicherheit bei den Spielen unserer Steelers."


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Kurznachrichtenticker

  • vor 3 Stunden
  • Die Adler Mannheim müssen im Hauptrundenendspurt ohne ihren Verteidiger Joonas Lehtivuori auskommen. Der 31-jährige Finne laboriert seit dem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG an einer Armverletzung und steht nach Clubangaben voraussichtlich erst zu Beginn der Playoffs wieder zur Verfügung.
  • vor 14 Stunden
  • Nickolas Bovenschen hat seinen Vertrag bei den Hannover Indians bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Der 35-jährige Verteidiger steht seit 2016 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis und bestritt in der laufenden Saison bis dato 37 Partien (zwei Tore, fünf Assists).
  • vor 15 Stunden
  • Die TecArt Black Dragons Erfurt haben ihr Nachholspiel der Oberliga Nord gegen den Krefelder EV 81 nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren und damit ihre letzte Chance auf das Erreichen der Pre-Playoffs verspielt. Den entscheidenden Treffer erzielte Michael Jamieson 1:02 Minuten vor dem Ende.
  • vor 21 Stunden
  • Die Hannover Scorpions erhalten ab dem kommenden Wochenende Unterstützung vom ehemaligen DEL-Spieler Marian Dejdar. Der 36-jährige Angreifer spielte schon in den vergangenen Saison für die Niedersachsen. Weiter offen ist hingegen die Trainerfrage beim Nord-Oberligisten.
  • gestern
  • Nord-Oberligist EXA IceFighters Leipzig muss bis auf Weiteres auf Goran Pantic und Antti Paavilainen verzichten. Pantic hatte die Partie am 14. Februar in Krefeld aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Ende führen können, Untersuchungen laufen noch. Paavilainen liegt mit einer Virusinfektion flach.

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