Sonntag, 21. Mai 2017

Der Eishockey-Weltmeister 2017: Schweden bezwingt Titelverteidiger Kanada in einem wahren Krimi und ist neuer Weltmeister

<p>Foto: Unverferth</p>

Foto: Unverferth

Der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeister steht fest! In einer unglaublich spannenden und engen Partie bezwingt Schweden den zweifachen Titelverteidiger Kanada mit 2:1 nach Penalty-Schießen. Für Schweden ist es der erste WM-Titel seit 2013.

Beide Nationen lieferten sich in einem von Taktik geprägten Spiel einen heißen Kampf. Das Niveau der Spieler aufgrund der hochkarätigen Besetzung auf beiden Seiten war denkbar hoch. Die Tre Kronor durfte sich über die schnelle Genesung ihres Star-Goalies Henrik Lundqvist freuen. Am Vortag verletzte sich der Torwart der New York Rangers und fehlte beim Abschlusstraining am Sonntagmorgen.

Im ersten Drittel nahmen sich Kanada und Schweden nichts. Die wenigen, guten Torchancen wurden von den beiden Schlussmännern bestens pariert. Nur einmal rettete der Pfosten (10.) Lundqvist und Schweden vor dem Rückstand.

Es dauerte bis zum Ende des Mitteldrittels bis das erste Tor fallen sollte. In Unterzahl düpierte Verteidiger Victor Hedman mit einem springenden Puck (40.) Kanada-Torwart Calvin Pickard, der bis zu dahin eine sehr gute Partie machte. Zuvor verspielte Buffalo-Stürmer Ryan O'Reilly den Puck.

Die Antwort der Ahornblätter ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur kurz nach Wiederanpfiff nutzte eben jener O'Reilly dieses Mal die Überzahl (42.) besser. Er verwertete einen Rebound - das Spiel stand wieder bei Null.

Die Mannschaften neutralisierten sich in beinahe allen Bereichen und so musste die Begegnung in der Verlängerung fortgesetzt werden.

Zunächst scheiterte Kanada nach einem Rebound am leeren Tor (66.). Dann spielten sich die Schweden beste Chancen heraus. Es war ein offener Schlagabtausch - ohne Treffer.

Im Penalty-Schießen traf Washingtons Nicklas Bäckström per Handgelenkschuss und brachte seine Tre Kronor auf Siegeskurs. Auch Oliver Ekman-Larrson netzte ein. Da kein Kanadier verwandeln konnte, reichten die beiden Tore zum WM-Erfolg!

Das Stenogramm zum Finale:

Kanada - Schweden
1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 0:1)
Tore:
0:1 (40.) Hedman (SH1), 1:1 (42.) O'Reilly (Marner, MacKinnon - PP1), 1:2 (GWG) Nicklas Bäckström; Torhüter: Pickard (40), Lundqvist (42); Schiedsrichter: Jerabek (Tschechien), Stricker (Schweiz); Strafminuten: Kanada 10, Schweden 8; Zuschauer: 17.363

Die Aufstellung:

Lineup Kanada: Ca. Pickard - Vlasic, Parayko; de Haan, Jas. Demers; Matheson, Morrissey; C. Lee - J. Skinner, Scheifele, MacKinnon; R. O'Reilly, C. Giroux, Simmonds; Killorn, Se. Couturier, Duchene; Konecny, Point, Marner; B. Schenn
Lineup Schweden: H. Lundqvist - Stralman, V. Hedman; Ekman Larsson, Brodin; J. Klingberg, Edler; Holm - Landeskog, V. Rask, E. Lindholm; Lindberg, Nic. Bäckström, W. Nylander; Everberg, W. Karlsson, Nordström; J. Lundqvist, Marc. Krüger, Eriksson Ek; Söderberg


Johannes Scholl

Bilder vom Finale (12 Einträge)

 


Kurznachrichtenticker

  • gerade eben
  • Der deutsche Schiedsrichter Daniel Piechaczek darf am 6. Februar gemeinsam mit dem US-Amerikaner Marc Lemelin, der ebenfalls bereits in der DEL zum Einsatz kam, das CHL-Endspiel zwischen Växjö und JYP Jyväskylä leiten. Mit Lukas Kohlmüller wird zudem auch ein deutscher Linienrichter dabei sein.
  • vor 5 Stunden
  • In der vergangenen Nacht fanden in der NHL lediglich zwei Spiele statt. Der amtierende Stanley-Cup-Champion Pittsburgh Penguins um den deutschen Tom Kühnhackl unterlag bei den Anaheim Ducks 3:5. Außerdem gewannen die Boston Bruins gegen die Montreal Canadiens mit 4:1.
  • vor 20 Stunden
  • Die Eispiraten Crimmitschau müssen voraussichtlich rund zwei Wochen lang auf Verteidiger Andre Schietzold verzichten: Der Kapitän des Tabellenachten der DEL2 musste sich bereits am Montag wegen einer Entzündung am Arm einem kleinen operativen Eingriff unterziehen.
  • gestern
  • Verteidiger Marc Kohl vom DEL2-Club EC Bad Nauheim weilt in dieser Woche für ein Probetraining beim Liga-Konkurrenten Lausitzer Füchse. Der 26-Jährige, der zuletzt wegen einer Knieverletzung seit Mitte November pausieren musste, bestritt bislang 306 Zweitligapartien mit 44 Scorer-Punkten.
  • gestern
  • Vertragsauflösung: Stürmer Juuso Rajala (29) verlässt die Dresdner Eislöwen aus der DEL2 endgültig. Der Finne (71 Punkte in 71 DEL2-Partien) war von den Sachsen bereits Mitte Dezember freigestellt worden und hatte seitdem auf Tryout-Basis für den schwedischen Zweitligisten IF Troja-Ljungby gespielt.

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