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Dienstag, 20. November 2018

Erstmals ein DEL-Club im CHL-Viertelfinale – Malmö wartet Shugg und Mauer schießen Red Bull München gegen den EV Zug in die Runde der letzten Acht

<p>Münchens Goalie Danny aus den Birken brachte die Angreifer des EV Zug ein ums andere Mal zur Verzweiflung.<br/>Foto: gepa-pictures/Red Bull<br/></p>

Münchens Goalie Danny aus den Birken brachte die Angreifer des EV Zug ein ums andere Mal zur Verzweiflung.
Foto: gepa-pictures/Red Bull

Der EHC Red Bull München hat trotz weiter zahlreicher Ausfälle tatsächlich geschafft, was zuvor noch keinem DEL-Club gelungen war: der Einzug ins Viertelfinale der Champions Hockey League. Gegen den EV Zug überragte Danny aus den Birken mit 36 Saves, Justin Shugg und Frank Mauer schossen die beiden Tore beim hart erkämpften 2:0-Auswärtserfolg. In der Gesamtsumme reichte dieser nach der 2:3-Heimniederlage von vor zwei Wochen. In der Runde der letzten Acht kommt es nun zum Wiedersehen mit Gruppengegner Malmö Redhawks aus der schwedischen SHL, der den SC Bern ausschaltete. Die Hinspiele des Viertelfinales finden am Dienstag, den 4., sowie Mittwoch, den 5. Dezember statt.

München musste auswärts vor knapp 5.000 Zuschauern in der Bossard Arena ohne Jason Jaffray, Trevor Parkes, Justin Schütz, Patrick Hager, Michael Wolf und Mads Christensen auskommen. Auf der anderen Seite fehlte mit Kapitän Raphael Diaz (Nackenprobleme) der bestbezahlte Verteidiger der Schweizer NLA. Der EVZ startete druckvoll in die Partie, entwickelte schnell eine gewisse Dominanz in Eins-gegen-eins-Situationen und hatte schnell auch in Sachen Körperlichkeit und Puckbesitz Vorteile. Der Deutsche Meister konnte sich jedoch ein ums andere Mal auf Danny aus den Birken im Tor verlassen, in der Offensive gelang wenig Zwingendes, es waren kaum Passstafetten zu sehen.

Den Spielverlauf auf den Kopf stellte Justin Shuggs Powerplay-Treffer nach 67 gespielten Sekunden im Mittelabschnitt. Der Münchner Torjäger zog von der blauen Linie ab, Tobias Stephan im Tor des Tabellendritten der Schweizer NLA sah den Puck zu spät. Garrett Roe, seines Zeichens Ex-Münchner, saß zu dem Zeitpunkt in der Kühlbox. Der Treffer zeigte Wirkung, die Schweizer präsentierten sich in der Folge fahrig und lange nicht mehr so strukturiert wie im ersten Drittel. Eine schnelle Antwort der Gastgeber blieb dank eines weiter sicheren aus den Birken sowie konzentriertem Defensivspiel aus. Vielmehr scheiterte Maxi Daubner am Gestänge (28.). Ein krachender Check von Roe gegen John Mitchell brachte das körperliche Element wieder zur Geltung. Nach der Leistungssteigerung des Teams von Don Jackson war die Führung nach 40 Minuten nicht unverdient.

Knapp zwei Minuten waren dann im Schlussdrittel absolviert, als Yasin Ehliz, der in seinem ersten CHL-Spiel für München auf dem Eis stand, die Scheibe hinter dem eigenen Tor ohne Druck spielte und dem EVZ zu einer Großchance auf den Ausgleich verhalf - der Bock sollte aber ohne Folgen bleiben. Danach drängte der DEL-Club die Schweizer wieder in die Defensive. Knapp zehn Minuten vor dem Ende brachten die Hausherren wieder mehr Intensität in ihr Spiel, Dennis Everberg scheiterte nach Pass von Roe aber einmal mehr an aus den Birken (51.). Während Reto Suri ebenso vergab, sorgte Nationalspieler Frank Mauer im direkten Gegenzug mit dem 2:0 für betretene Mienen im Lager des EVZ (55.). Kurz vor Schluss nochmal eine kritische Situation: Ehliz musste wegen Haltens auf die Strafbank, Powerplay also für Zug. Stephan verließ zusätzlich sein Gehäuse - und die Red Bulls hatten eine Menge Glück (und aus den Birken), sodass sie das Ergebnis irgendwie über die Zeit brachten. Der Gegner der Münchner im Viertelfinale werden die Malmö Redhawks sein, sie entschieden auch das zweite Duell mit dem SC Bern nach einem 4:1 vor zwei Wochen für sich - dieses Mal reichte ein Empty-Net-Goal von Stefan Warg zum 1:0-Auswärtssieg. Damit kommt es zum Wiedersehen mit den Schweden nach zwei Duellen in der Vorrunde, die aus Sicht der Münchner 3:2 und 1:6 endeten.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

Zu den übrigen Partien: Beim HC Pilsen erwischte Kapitän Milan Gulas einen Sahnetag und schoss den HC Bozen mit vier Toren beim 6:2 quasi im Alleingang ab. Bud Holloway war mit einem Doppelpack beim 3:2-Heimerfolg im Rückspiel gegen Storhamar aus Norwegen der Matchwinner für Skelleftea AIK. Der SHL-Club stellt damit den kommenden Gegner der Pilsner dar. Die CHL-Reise beendet ist hingegen für den Außenseiter aus Rouen. Die Dragons mussten sich Red Bull Salzburg mit 1:5 geschlagen geben und sind ausgeschieden. Die Österreicher duellieren sich in der nächsten Runde mit Kärpät Oulu aus Finnland, einem Finalisten von 2016. Radek Koblizek war mit seinem zweiten Tor des Abends 73 Sekunden vor dem Ende der Held bei den Finnen gegen die ZSC Lions aus Zürich. Dramatisch auch die Partie zwischen Frölunda Göteborg und dem HC Lugano: Ryan Lasch schoss die Schweden in der 58. Minute in die Runde der letzten Acht. Der SHL-Club trifft dort auf den HC Kometa Brünn, der nach einem 5:5-Unentschieden bei Tappara Tampere ebenso in der nächsten Runde steht.

Michael Bayer

Die weiteren Ergebnisse im Achtelfinale (1 Einträge)

 

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Kurznachrichtenticker

  • vor einer Stunde
  • Oberliga-Aufsteiger EV Füssen hat die ersten Neuzugänge bestätigt. Dejan Vogl (28) kommt vom HC Landsberg, wo er vergangene Saison in 50 Partien auf 18 Tore und 32 Vorlagen kam. Martin Guth (27) wechselt von Sonthofen an den Kobelhang und verbuchte 2018/19 in 50 Spielen 14 Treffer und 16 Assists.
  • vor einer Stunde
  • Dominik Müller spielt weiter für Süd-Oberligist Selb. Der deutsch-tschechische Verteidiger wird damit in seine dritte Saison für die Wölfe gehen. 2018/19 kam der 26-Jährige in 40 Spielen auf vier Tore und 17 Vorlagen.
  • vor 3 Stunden
  • Oberligist Leipzig hat den Vertrag mit Antti Paavilainen verlängert. Der 25-jährige Finne geht damit in seine dritte Saison bei den IceFighters. In der vergangenen Spielzeit war der Stürmer mit 61 Punkten der erfolgreichste Scorer von Leipzig.
  • vor 4 Stunden
  • Auch in der DEL haben alle 14 Clubs ihre Unterlagen für die Lizenzprüfung abgegeben. Zudem nimmt DEL2-Club Frankfurt als potenzieller Nachrücker am Verfahren teil, das bis Ende Juni abgeschlossen sein soll. Im Anschluss werde der neue Spielplan veröffentlicht, teilte die Liga am Samstag mit.
  • vor 5 Stunden
  • Alle sportlich qualifizierten Clubs der DEL2 inklusive Aufsteiger Landshut haben ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren eingereicht. Das gab die Liga am Samstag bekannt. Das Lizenzprüfungsverfahren soll bis Anfang Juli abgeschlossen sein.

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