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Dienstag, 29. September 2020

Bittere Entscheidung Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie: Spengler Cup 2020 muss abgesagt werden

Das Team Kanada nach dem Erfolg beim Spengler Cup 2019 in Davos.
Foto: imago images / Just Pictures

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie muss die diesjährige Austragung des ältesten Eishockey-Clubturniers um den Spengler Cup vom 26. bis 31. Dezember 2020 in Davos abgesagt werden. Das gab die Turnier-Organisation am Dienstagmittag bekannt. In der bald 100-jährigen Geschichte des Spengler Cups ist es seit der ersten Austragung 1923 erst das fünfte Mal - nach 1939, 1940, 1949 und 1956 – dass das Turnier abgesagt werden muss.

"Entsprechend schwierig war es für das Organisationskomitee, diesen Entschluss zu fassen. Fakten, Unsicherheiten und Risiken, die durch die Corona-Pandemie in Bezug auf das Traditionsturnier bestehen, wurden in vielen Gesprächen mit externen Experten, dem Spengler Cup-Beirat, dem Verwaltungsrat des HC Davos und den Partnern diskutiert und beurteilt. Es galt, einen Entscheid zu fällen, der gesellschaftlich, sportlich und wirtschaftlich der Reputation des Turniers Rechnung trägt. Schließlich mussten die Verantwortlichen einsehen, dass zu viele Argumente gegen eine Durchführung im Dezember 2020 sprechen", heißt es in der Begründung der Turnierabsage weiter.
 
Die Planung des sportlichen Teilnehmerfeldes sowie die generelle Planungsunsicherheit bereiten dabei die größten Probleme, die ein Turnier 2020 praktisch verunmöglichen. Die An- respektive Rückreise der Teams aus Finnland, Russland, Tschechien und Kanada ist zurzeit nicht oder nur unter Einhaltung von Quarantänemaßnahmen möglich. "Zudem ist die Tendenz der Entwicklung der Fallzahlen aktuell klar steigend, was zu mittel- oder kurzfristigen Absagen von einem oder mehreren Teilnehmern und somit auch zur Absage von Spielen oder dem ganzen Turnier aufgrund von Reisebestimmungen und/oder behördlichen Verfügungen wahrscheinlich macht", so die Organisatoren.  

Marc Gianola, Präsident des Organisationskomitees, begründet die Absage mit folgenden Worten: "Ein Spengler Cup ohne Fan-Zelt, ohne EISDome, im halbleeren Stadion und ohne Stehplatz-Tribüne hat nichts mehr mit einem Hockeyfest gleich, wie wir es uns gewohnt sind. Selbst mit dem besten Schutzkonzept wäre dies nicht realisierbar gewesen. Oberste Priorität hatte bei unserer Evaluation stets die Gesundheit der teilnehmenden Teams und, dass sie wieder gesund in ihre Heimatländer zurückkehren können. Diese Garantie können wir nicht geben."

Neben Davos und Ambri aus der Schweiz waren für die Austragung 2020 die AK Bars Kasan aus der KHL vorgesehen. Dazu Sparta Prag aus Tschechien, KooKoo Hockey aus Finnland und natürlich Titelverteidiger Team Kanada.


Kurznachrichtenticker

  • vor 6 Stunden
  • Der Herforder EV muss in der anstehenden Spielzeit ohne Kris Gehring, Jan-Niklas Linnenbrügger und Kevin Rempel auskommen. Dies gab der Club aus der Oberliga Nord am Mittwoch bekannt. Alle drei Spieler haben um Vertragsauflösung gebeten, weil die Belastung aus Beruf und Sport zu hoch sei.
  • vor 21 Stunden
  • Philipp Halbauer, der nach der Spielzeit 2019/20 bei den Eispiraten Crimmitschau keinen Vertrag mehr erhalten hatte, schließt sich den Schönheider Wölfen (Regionalliga Ost) an. Für Crimmitschau bestritt der 23-jährige Verteidiger in der vergangenen Saison 52 DEL2-Spiele (ein Tor, sieben Assists).
  • vor 21 Stunden
  • Der EC Peiting (Oberliga Süd) hat Martin Hlozek verpflichtet. Der 20-jährige Angreifer war zuletzt für die Red Bull Hockey Akademie aktiv. Im Nachwuchs spielte der Deutsch-Tscheche für den EV Regensburg sowie den Augsburger EV.
  • vor 2 Tagen
  • Süd-Oberligist EV Regensburg muss beim Testspiel gegen Bad Tölz am kommenden Sonntag (25. Oktober) auf Zuschauer verzichten. Dies haben die Behörden vor Ort dem Club am Montag mitgeteilt. Der aktuelle Wert der Sieben-Tage-Inzidenz erfordere diese Maßnahme.
  • vor 2 Tagen
  • Daniel Kreutzer, Ikone der Düsseldorfer EG, fungiert ab sofort als offizieller Botschafter des rheinischen Clubs. Die DEG will Kreutzer vor allem in den Bereich Sponsoring einbinden und dabei von der Popularität des Ex-Spielers profitieren.
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