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Freitag, 2. September 2022

Champions Hockey League am Freitag: Straubing feiert beim CHL-Debüt in Krakau einen ungefährdeten 4:0-Sieg – Wolfsburg unterliegt dem Schweizer Meister EV Zug mit 2:5

Die Tigers um Stürmer Travis Turnbull meisterten ihre erste CHL-Aufgabe in Krakau (Martin Kasperlik) souverän.
Foto: IMAGO / Newspix

Erfolgreiches Debüt für die Straubing Tigers in der Champions Hockey League. Die Niederbayern feierten, angefeuert von zahlreichen mitgereisten Fans, am Freitagabend einen 4:0-Sieg in Krakau. Ab dem zweiten Spielabschnitt konnte die Mannschaft aus der PENNY DEL ihre Überlegenheit auch in Treffer ummünzen. Hinten hielt Torhüter Hunter Miska stark, wenn er gefordert war. Bei 40:21 Schüssen für die Gäste war dies aber nur nach Einzelaktionen und bei Überzahl der polnischen Gastgeber der Fall.

Nach überlegenem Anfangsdrittel ohne eigenem Treffer musste die Mannschaft von Trainer Tom Pokel zum Start in den zweiten Abschnitt eine fast zwei Minuten lange doppelte Unterzahlsituation überstehen. Dies gelang und in der Folge legten die Gäste aus der PENNY DEL wieder den Vorwärtsgang ein. In Überzahl belohnten sich die Tigers dann für ihr aufwendiges Offensivspiel. Ein Schlagschuss von Marcel Brandt wurde vor dem Tor abgefälscht und schlug hinter dem bis dahin sehr guten Krakauer Keeper Rok Stojanovic ein. In der Folge stand der slowakische 1,97-Meter-Hüne dann als tragische Figur im Mittelpunkt des Geschehens. In der 38. Spielminute verpasste der Torhüter der Hausherren es, eine von Taylor Leier zum Tor gebrachte Scheibe zu klären – und diese ging durch seine Schoner hindurch zum 2:0 für Straubing ins Gehäuse. Und kurz vor Drittelende fand auch ein vom Krakauer Verteidiger abgefälschter Akeson-Pass den Weg ins Tor von Comarch. So ging der Club aus der PENNY DEL mit einer beruhigenden 3:0-Führung in die zweite Drittelpause.

Und weil Straubings Schlussmann Miska am Freitagabend einer sehr sicheren Eindruck machte, brannte trotz gelegentlicher guter Möglichkeiten der Polen auch im Schlussabschnitt nichts mehr an. Leier verwertete in Überzahl einen schönen Pass von Travis St. Denis zum 4:0-Endstand für Straubing. Die Tigers fuhren damit in ihrer allerersten CHL-Partie sogleich den ersten Dreier ein und wurden ihrer Favoritenrolle beim historischen CHL-Debüt gerecht. Am Sonntag geht es für die Niederbayern beim schwedischen Meister in Karlstad weiter. Der Gruppenfavorit gewann sein Auftaktspiel zu Hause gegen den Villacher SV glatt mit 7:0.
 

Die Spiele im Stenogramm: (2 Einträge)

 


Die Grizzlys Wolfsburg mussten sich dem Schweizer Meister EV Zug mit 2:5 geschlagen geben. Lino Martschini eröffnete den Torreigen mit einem Strahl im Powerplay (16.). Die wildeste Phase des schnellen Spiels bot sich den Zuschauern dann gegen Ende des zweiten Drittels. Innerhalb von knapp sieben Minuten fielen fünf Treffer – zwei für die Grizzlys und drei für die Gäste aus der Schweiz! Zunächst hatte Livio Stadler für den EVZ mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie auf 2:0 erhöht, doch Laurin Braun verkürzte beinahe postwendend per Abstauber auf 1:2. Doch nur elf (!) Sekunden später lagen die Schweizer erneut mit zwei Toren in Front – Yannick Zehnder war erfolgreich. Nach Puckverlust der Gäste in der eigenen Zone hatte Luis Schinko alle Zeit der Welt, um Wolfsburg wieder bis auf einen Treffer heranzubringen. Doch dann entwischte Sven Leuenberger der Grizzlys-Defensive und stellte noch im zweiten Drittel auf 4:2 für die Gäste.

Und als nach knapp 45 Spielminuten Brian O’Neill den fünften Treffer der Gäste erzielte, war die Partie gelaufen. Der Schweizer Meister entführte die drei Zähler aus Niedersachsen und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart, die als einziges DEL-Team die Spielzeit in der europäischen Königsklasse zu Hause eröffnen durfte, startete damit als einziger deutscher Vertreter mit einer Niederlage. Am Sonntag geht es für die Wolfsburger im zweiten Heimspiel des Wochenendes gegen Olimpija Ljubljana (ICE Hockey League) dann schon um wichtige Zähler auf dem Weg in die nächste Runde. Die Slowenen unterlagen am Freitagabend bei TPS Turku in Finnland knapp mit 2:3.

Für die Überraschung des Tages in der Champions Hockey League sorgten in der Guppe A die Aalborg Pirates aus Dänemark, die ihr Match beim tschechischen Traditionsclub Sparta Prag mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Jeppe Jul Korsgaard sorgte mit seinem Tor in der 52. Spielminute für den überraschenden Dreier des Underdogs beim klaren Favoriten in der tschechischen Hauptstadt. Favoritensiege gab es für Ocelari Trinec aus Tschechien (4:0 über Belfast) und Lulea Hockey – die Schweden gewannen bei Jukurit Mikkeli in Finnland mit 5:2. Der nordschwedische Club Skelleftea AIK um den deutschen Nationalstürmer Tom Kühnhackl musste sich dem Schweizer Vertreter HC Davos zu Hause mit 2:3 geschlagen geben. Kühnhackl blieb dabei ohne Punkt.

Am Samstag müssen die Eisbären Berlin um 15:05 Uhr beim schwedischen Spitzenclub Frölunda Göteborg antreten (live bei SPORT1.de, ab 15:20 Uhr auch bei SPORT1 im Free-TV). Der EHC Red Bull München ist bei Slovan Bratislava in der Slowakei zu Gast (Spielbeginn 16:00 Uhr, live auf SPORT1.de und ab 17:25 Uhr auch auf SPORT1 im Free-TV).

Sebastian Groß

Die Ergebnisse der restlichen Spiele in der Übersicht:

Jukurit Mikkeli/FIN – Lulea Hockey/SWE 2:5 (0:1, 1:3, 1:1)
TPS Turku/FIN – Olimpija Ljubljana/ICE HL 3:2 (0:0, 3:1, 0:1)
Skelleftea AIK/SWE – HC Davos/SUI 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)
Ocelari Trinec/CZE – Belfast Giants/EIHL 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)
Sparta Prag/CZE – Aalborg Pirates/DEN 2:3 (1:0, 1:2, 0:1)
Färjestad Karlstad/SWE – Villacher SV/ICE HL 7:0 (2:0, 2:0, 3:0)


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Neuzugang Tyler Gaudet wird den Adlern Mannheim bis auf Weiteres fehlen. Der 29-jährige Angreifer verletzte sich am Sonntag beim Heimsieg gegen Bietigheim. Eine genaue Diagnose will der Erstligist in den kommenden Tagen vermelden, sobald Gaudet nochmals von einem Spezialisten untersucht wurde.
  • gestern
  • Verteidiger Leonhard Günther (23) von den Füchsen Duisburg hat sich am Sonntag bei der 2:10-Heimpleite gegen Krefeld einen Waden- sowie Sprunggelenkbruch zugezogen und wird dem Oberligaaufsteiger auf unbestimmte Zeit fehlen.
  • gestern
  • Jens Baxmann bleibt ein Teil der Lausitzer Füchse. Der 37-Jährige beginnt ein Fernstudium mit Fachrichtung Sportmanagement und wird den praktischen Teil beim DEL2-Club absolvieren. Zudem fungiert der langjährige Erstliga-Profi und siebenfache deutsche Meister als Sportlicher Berater in Weißwasser.
  • vor 3 Tagen
  • Langfristige Ausfälle in der PENNY DEL: Kölns Ryan Stanton hat das sich das Handgelenk gebrochen und fällt sechs bis acht Wochen aus. Nürnberg muss für unbestimmte Zeit auf Charlie Jahnke wegen eines Unterarmbruchs verzichten.
  • vor 3 Tagen
  • Die Kassel Huskies aus der DEL2 müssen voraussichtlich vier bis sechs Wochen lang auf Tomas Sykora verzichten. Der 32-jährige Angreifer hat sich beim 4:3-Shootout-Sieg in Dresden am Freitag eine Oberkörperverletzung zugezogen. Sykora traf an den ersten drei Spieltagen einmal.
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