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Samstag, 12. November 2022

Deutschland Cup in Krefeld Ansehnliche Kombinationen, Shutout für Torhüter Dustin Strahlmeier – Spielstarke DEB-Auswahl schlägt Österreich mit 3:0

Erfolgreiches Brüderpaar: Andreas (links) und Tobias Eder erzielten beim Deutschland Cup am Samstag jeweils einen Treffer für die deutsche Nationalmannschaft.
Foto: City-Press

Nach dem erfolgreichen Deutschland-Cup-Auftakt (3:2 nach Verlängerung gegen Dänemark) duellierte sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am zweiten Spieltag mit Österreich. Der Debütant aus der Alpenrepublik hatte sein erstes Turnierspiel am Donnerstag (3:2 nach Overtime gegen die Slowakei) ebenfalls siegreich gestaltet. Im Tor setzte Trainer Toni Söderholm erneut auf Dustin Strahlmeier. In der Verteidigung rückte Eric Mik für Mario Zimmermann ins Lineup und verteidigte an der Seite von Leon Hüttl. Offensiv stellte Söderholm neue Formationen zusammen. Justin Schütz, Danjo Leonhardt und Tim Fleischer ersetzten im Aufgebot Maximilian Kammerer, Dominik Bokk und Samuel Soramies. Nicht zur Verfügung stand der Berliner Defender Marco Nowak, der krankheitsbedingt abreisen musste. Bei Team Austria begann erneut der Ex-Augsburger David Kickert zwischen den Pfosten.

„Am freien Tag waren die Jungs ziemlich locker, so wie man auch sein sollte“, sagte Toni Söderhölm über die Vorbereitung auf die Partie. Der gebürtige Finne ergänzte: „Gegen Dänemark haben wir mit viel Leidenschaft und Energie gespielt. Wir wollen aber noch mehr Druck aufs gegnerische Tor bringen.“ Das gelang gegen Österreich zu Beginn vor allem der ersten Reihe um Freddy Tiffels, Marc Michaelis und Andreas Eder. Letzterer musste nach einer schönen Kombination seiner Mitspieler nur noch den Schläger hinhalten, um den Führungstreffer zu erzielen (6.). Anschließend ließ die DEB-Auswahl in Person von Luis Schinko, Michaelis und Tiffels weitere Chancen liegen. Erst in Überzahl gelang den Gastgebern das 2:0 durch Tobias Eder (18.). Der Angreifer der DEG und Leon Hüttl hatten die Top-Formation im Powerplay ergänzt. Dabei glänzte das Quintett mit spielerischen Lösungen – und belohnte sich nach beeindruckenden Passstafetten. Österreich setzte eher mit Checks Ausrufezeichen und kam durch Lucas Thaler (9.) lediglich zu einer nennenswerten Gelegenheit. Zudem sorgte ein Faustkampf zwischen Daniel Schmölz und David Maier für Aufsehen. Für beide Akteure war das Spiel damit nach weniger als zehn Minuten beendet.

Im Mittelabschnitt entwischte Alexander Ehl der Gäste-Verteidigung, doch Justin Schütz konnte den Rebound, den Ehl bewusst kreiert hatte, aus aussichtsreicher Position nicht über die Linie drücken. Das rächte sich beinahe, doch Strahlmeier war gegen Paul Huber (24.) und Marco Kasper (25.) zur Stelle. Anschließend glänzte der Schlussmann der Grizzlys Wolfsburg auch mit einem Fanghandsave, als die Scheibe unangenehm abgefälscht wurde. Zu diesem Zeitpunkt führte Deutschland bereits mit 3:0. Danjo Leonhardt (29.) hatte einen Weg gefunden, um den springenden Puck an Kickert vorbei zu stochern. An der Aktion war erneut der quirlige Ehl beteiligt. Vor der zweiten Pause gab es noch weitere Highlights. Doch Söderholms Schützlinge verwerteten ein schönes Zusammenspiel von Luis Schinko, Marcus Weber und Tim Wohlgemuth nicht. Kurz vor der Sirene wehrte Strahlmeier dann Kaspers Gewaltschuss ab.

Das Spielstenogramm (1 Einträge)

 

 

In den letzten 20 Minuten verpasste Österreich den Anschlusstreffer, weil Lukas Haudum (44.) und Benjamin Nissner (45.) ihren Meister einmal mehr in Strahlmeier fanden. Auf der anderen Seite verhinderte Kickert gegen Schütz (42.), Tobias Eder (50./54.) und Tim Wohlgemuth (56.) die Vorentscheidung. Als Spieler des Spiels wurden Benjamin Nissner (Österreich) und Colin Ugbekile (Deutschland) – der Defender überzeugte mit defensiver Stabilität und körperlicher Präsenz – ausgezeichnet.

Da die deutsche Mannschaft neben den ansehnlichen Spielzügen auch mit einem guten Zweikampfverhalten auftrat, die Führung souverän und diszipliniert verwaltete und Dustin Strahlmeier starke, teilweise spektakuläre, Paraden ablieferte, stand am Ende ein verdientes 3:0-Endergebnis auf dem Krefelder Videowürfel. Mit dem Dreier verschaffe sich Deutschland eine gute Ausgangsposition für das finale Match gegen die Slowakei am Sonntag, bei dem Söderholms Auswahl die Deutschland-Cup-Titelverteidigung ab 14.30 Uhr (live bei MagentaSport) perfekt machen kann. Wermutstropfen war die Verletzung von Janik Möser, der nach nur 1:48 Minuten Eiszeit ausschied und am Sonntag definitiv nicht mehr zum Einsatz kommen wird.

Im ersten Spiel des Tages erspielten sich effiziente Dänen durch Tore von Mathias From (12.), Morten Poulsen (16.) und Kristian Jensen (24.) eine 3:0-Führung gegen die Slowakei. Spätestens dem Anschlusstreffer durch Viliam Cacho (30.) dominierten allerdings die Slowaken und kamen durch Daniil Fominykh (38.) und Cacho (56.) zum hochverdienten Ausgleich. In der Overtime holte Ex-DEG-Stürmer From (62.) mit seinem Tagestreffer allerdings den zweiten Zähler für die Mannschaft von Heinz Ehlers.

Tim Heß

Das sagt Stürmer Tobias Eder: (1 Einträge)

 

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Notizen

  • gestern
  • Der HC Davos hat sich als erstes Team für die Champions Hockey League 2026/27 qualifiziert. Der Traditionsclub kann seit Samstag nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der Hauptrunde der National League in der Schweiz verdrängt werden.
  • vor 2 Tagen
  • Pavel Avdeev, vor der Saison ein Neuzugang des Herforder EV (Oberliga Nord), hat seinen deutschen Pass erhalten und kann daher ab sofort für die Ice Dragons spielen. Der 23-jährige Stürmer hatte sich bei Regionalligist Eisadler Dortmund (18 Spiele, 27 Punkte) fit gehalten.
  • vor 2 Tagen
  • Das NHL-Ergebnis am Freitag: Chicago – Columbus 2:4.
  • vor 3 Tagen
  • Die Hammer Eisbären haben den Vertrag mit Ugnius Cizas aufgelöst. Der Litauer kam in 38 Einsätzen auf zwölf Tore und sieben Assists für den Nord-Oberligisten. „Wir beobachten den Markt, werden aber keine voreiligen Schlüsse ziehen“, so Geschäftsführer Martin Köchling über eine Nachverpflichtung.
  • vor 4 Tagen
  • Die Adler Mannheim (PENNY DEL) haben die Arbeitspapiere mit Co-Trainer Curt Fraser und Torwarttrainer Petri Vehanen verlängert. Der 68-jährige US-Amerikaner Fraser kam 2023 aus der KHL nach Mannheim. Vehanen gehört indes schon seit der Spielzeit 2021/22 zum Trainerteam der Adler.
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