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Mittwoch, 16. November 2022

„Kurzfristiger Wechselwunsch hat uns überrascht" DEB bestätigt sofortigen Abschied von Bundestrainer Toni Söderholm – 44-jähriger Finne wird neuer Head Coach des SC Bern

Seit 2019 war Toni Söderholm deutscher Bundestrainer. Mit dem Sieg beim Deutschland Cup am vergangenen Sonntag hat sich der 44-Jährige nun in Richtung des SC Bern verabschiedet.
Foto: City-Press

Toni Söderholm beendet mit sofortiger Wirkung seine Tätigkeit als deutscher Bundestrainer und wird neuer Head Coach beim schweizer Erstligisten SC Bern. Dies bestätigte der deutsche Eishockey Bund in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Eishockey NEWS hatte bereits am Dienstagabend vom bevorstehenden Abschied des gebürtigen Finnen berichtet.

Wie der DEB mitteilte, sei Söderholm am Montag mit dem Wunsch einer Vertragsauflösung an das Präsidium herangetreten. Dieses habe dem Wunsch des 44-Jährigen schließlich zugestimmt. Der erst vor wenigen Monaten verlängerte Kontrakt wäre noch bis 2026 gelaufen. Über die Modalitäten der Vertragsauflösung hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der frühere Verteidiger war seit 2019 Head Coach der deutschen Nationalmannschaft. Zuvor war er bereits als Co-Trainer der U20-Nationalmannschaft tätig. Während seiner Zeit als Bundestrainer bestritt er drei Weltmeisterschaften und führte das Team zweimal ins Viertelfinale (2019, 2022) und einmal ins Halbfinale (2021). Zudem betreute Söderholm die DEB-Auswahl bei den Olympischen Spielen in Peking (2022) und holte mit der Mannschaft zwei Titel beim Deutschland Cup (2021, 2022).

DEB-Präsident Dr. Peter Merten erklärte: „Die vergangenen vier Jahre mit Toni Söderholm waren erfolgreich für den DEB sowie für die Nationalmannschaft. Sehr gerne wären wir den eingeschlagenen Weg mit ihm weitergegangen. Der Wunsch der Veränderung sowie der täglichen Arbeit mit einer Mannschaft ging von Toni aus. Wir haben uns daraufhin intensiv mit seinem Wunsch beschäftigt und sind letztendlich zu dem Entschluss gekommen, dass wir seinem Wunsch nachkommen werden.“ DEB-Vizepräsident Andreas Niederberger fügte an: „Sein kurzfristiger Wechselwunsch hat uns schon überrascht, zumal wir jüngst seinen Vertrag langfristig verlängert haben. Wir werden uns jetzt mit der nötigen Sorgfalt um die Nachfolge von Toni Söderholm für die Nationalmannschaft kümmern.“

Söderholm selbst sagte zu seinem Abschied: „Zunächst möchte ich den Mut der DEB-Verantwortlichen hervorheben, die mir zugetraut haben, eine erfolgreiche Mannschaft von Marco Sturm zu übernehmen. Alle Spieler haben mich mit Offenheit empfangen, haben mir Energie, Vertrauen und Zeit ohne ihre Familien geschenkt. Ich bin dankbar, mit diesen starken Persönlichkeiten Zeit verbracht zu haben. Für mich war immer klar, dass ich eines Tages die Herausforderung der täglichen Arbeit im Club suchen möchte. Die Chance, kurzfristig bei einem europäischen Spitzenclub, für den ich selbst gespielt habe, einzusteigen, ist attraktiv. Ich bedanke mich deshalb beim DEB-Präsidium, das mir diesen Schritt ermöglicht.“


Kurznachrichtenticker

  • vor 18 Stunden
  • NHL am Sonntag: Los Angeles - Ottawa 2:3 n.V. (Stützle: zwei Assists), San Jose - Vancouver 3:4 n.V. (Sharks ohne den verletzten Sturm), Anaheim - Seattle 4:5 (Grubauer bei Kraken nur Backup), Chicago - Winnipeg 2:7, Minnesota - Arizona 4:3.
  • vor 2 Tagen
  • Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am Samstag den Tryout-Vertrag mit Torhüter Brandon Halverson nach eigenen Angaben beendet und wollen zeitnah eine (andere) Lösung für ihr Torhüterproblem (Stammgoalie Maxwell will den Club verlassen) vorstellen.
  • vor 2 Tagen
  • Der EHC Klostersee und Kontingenspieler Joseph Leonidas trennen sich. Weder für den Verein noch für den Offensivverteidiger (elf Spiele, sieben Punkte) habe es gepasst, teilt das Kellerkind der Oberliga Süd mit.
  • vor 2 Tagen
  • Yuma Grimm (19) von der Straubing Tigers, zuletzt für DEL2-Team EV Landshut im Einsatz, geht ab sofort per Förderlizenz für Oberligist Passau Black Hawks auf Torjagd.
  • vor 2 Tagen
  • Die Champions Hockey League hat ihren Spielkalender für das Viertelfinale bekannt gegeben. Demnach haben zuerst Rögle BK, Lulea Hockey und Skelleftea AIK (alle Schweden) am Nikolaustag und Mountfield HK (Tschechien) am 7.12. Heimrecht. In der Woche drauf steigen die Rückspiele.
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