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Sonntag, 21. Mai 2023

Dritter Sieg nach den drei Niederlagen zum Auftakt Deutschland macht mit einem 7:2-Erfolg über Außenseiter Ungarn den nächsten Schritt in Richtung Viertelfinale

Mit sieben Treffern gegen Aufsteiger Ungarn marschierte das deutsche Team am Sonntagnachmittag auf Platz vier der Gruppe A.
Foto: IMAGO/GEPA pictures

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2023 den nächsten Schritt in Richtung Viertelfinaleinzug gemacht: Mit 7:2 setzte sich die Auswahl von Cheftrainer Harry Kreis am Sonntagnachmittag gegen Außenseiter Ungarn durch. Nach einer zwischenzeitlich zerfahrenen Partie samt Matchstrafe gegen DEB-Verteidiger Maksymilian Szuber bog das deutsche Team erst gegen Ende des zweiten Abschnitts mit drei Treffern innerhalb von knapp drei Minuten auf die Siegerstraße ein. Entscheidend dabei waren mit vier Toren am Sonntag die deutschen NHL-Profis Moritz Seider (wichtiges 2:0), JJ Peterka (vier Punkte – erst der dritte Spieler in der deutschen WM-Historie, dem das gelang) und Doppelpacker Nico Sturm. Bundestrainer Harry Kreis setzte auf die gleiche Auswahl wie beim 4:2-Sieg über Österreich, erneut bekam Mathias Niederberger vom DEL-Meister aus München den Startplatz im Tor. Während die Defensive völlig unverändert agierte, wechselten im Angriff Freddy Tiffels und Marcel Noebels die Sturmreihen.

Deutschland begann druckvoll und hielt sich von Beginn weg nicht mit Schüssen auf das Gehäuse der Ungarn zurück. Die größte Chance der Anfangsphase hatte dennoch der Außenseiter nach einem Konter – den Versuch des aufgerückten Verteidigers Nandor Fejes konnte Niederberger aber parieren. Die Führung der DEB-Auswahl in der achten Spielminute fiel dann ebenfalls nach einem Konterangriff. Ungarns Goalie Dominik Horvath ließ die Scheibe nach einem Schuss von Justin Schütz direkt in den Lauf von Wojciech Stachowiak prallen, der den Rebound ins kurze Eck vollendete. Nach der Führung ließ es die DEB-Auswahl etwas weniger zielstrebig angehen in der Offensive, weshalb das knappe 1:0 bis zur ersten Pause weiter Bestand hatte.

Auch im zweiten Drittel hatten die Ungarn zunächst die beste Chance, weil Gergö Nagy der deutschen Abwehr entwischte. Erneut war jedoch Niederberger der Sieger im Duell mit dem Angreifer des Außenseiters. Turbulent wurde die Partie dann zwischenzeitlich nach einer zumindest strittigen Matchstrafe gegen DEB-Verteidiger Maksymilian Szuber. Weil Moritz Seider kurz darauf ebenfalls in die Kühlbox wanderte, durfte Ungarn mit zwei Mann mehr ran. Doch kurz bevor der Puck nach einem Schuss von Istvan Sofron im Tor von Niederberger einschlug, leistete sich auch Istvan Bartalis ein Vergehen und raubte seiner Mannschaft somit nicht nur den Treffer, sondern auch den doppelten Vorteil auf dem Eis. Deutschland überstand so die lange Unterzahlsituation, in der Folge entwickelte sich jedoch ein deutlich ausgeglicheneres und zerfahreneres Spiel als bisher.
 

Das Spiel im Stenogramm: (1 Einträge)

 


Und gerade als man ernsthaft um die knappe deutsche Führung bangen musste, schlug die Kreis-Auswahl mit einem Doppelschlag spielentscheidend zu. Zunächst brachte ein Doppelpass zwischen Torschütze Moritz Seider und Freddy Tiffels das 2:0, kurz darauf zog Nico Sturm vors Gehäuse und erhöhte auf 3:0 (beides 36.). Und spätestens mit dem 4:0 durch Sturm nach einer schönen Powerplay-Kombination war die Frage über Sieg oder Niederlage eigentlich geklärt (38.). Zumal mit dem Start in den Schlussabschnitt JJ Peterka aus spitzem Winkel schnell für das 5:0 zugunsten der deutschen Mannschaft sorgte.

Die agierte in der Folge dann aber wieder sorglos, was den nimmermüden Ungarn nun gleich zwei Treffer zum zwischenzeitlichen 2:5 einbrachte – Istvan Terbocs traf frei aus dem Slot und kurzer Distanz, der einmal mehr aufgerückte Fejes legte wenig später nach. Doch eng wurde es nicht mehr, weil Dominik Kahun mit seinem ersten Turniertreffer für das 6:2 sorgte (51.). Den Schlusspunkte setzte 82 Sekunden vor dem Ende Verteidiger Jonas Müller mit einem schönen Schuss ins kurze Eck zum 7:2-Endstand. Im letzten Drittel nicht mehr zum Einsatz kam der wohl angeschlagene Stürmer Manuel Wiederer. Die DEB-Auswahl meisterte somit eine erwartbar unangenehme Aufgabe letztlich souverän – und kann nun am Dienstagmittag (Spielbeginn 11:20 Uhr) mit einem Erfolg über Frankreich den Viertelfinaleinzug perfekt machen, sollte nichts völlig Unvorhergesehenes mehr geschehen.

„Wir haben ab dem zweiten Drittel als Mannschaft gespielt. So müssen wir weitermachen, das macht uns letztlich aus“, bilanzierte Dominik Kahun den Erfolg über Ungarn bei SPORT1. „Sie haben uns am Anfang das Leben schwer gemacht, weil wir auch nicht unser Spiel gespielt haben. Die überstandene Unterzahl gab Power für die Mannschaft und motivierte uns für den Rest des Spiels.“ Auch Bundestrainer Harry Kreis sah den Wendepunkt der Partie in der überstandenen langen Unterzahlphase im zweiten Abschnitt: "Im zweiten Drittel sind wir durch die Strafzeiten etwas aus dem Spiel gekommen. Die Ungarn haben es verstanden, uns ein bisschen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das Unterzahlspiel haben wir dann hervorragend gelöst, das hat uns wieder in unseren Fokus zurückgebracht."

Sebastian Groß


Kurznachrichtenticker

  • vor 16 Stunden
  • Das Viertelfinale der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Utica (USA) findet am Donnerstag, dem 11. April statt. Start der Partie ist 19.38 Uhr (live bei MagentaSport ab 19.30 Uhr), Gegner ist die Mannschaft aus Tschechien.
  • gestern
  • Ergebnisse der Frauen-WM am Montag: Schweiz - Finnland 2:5, USA - Kanada 1:0 n.V..
  • gestern
  • Die NHL-Ergebnisse am Montag: Toronto - Pittsburgh 3:2 n.V., Vancouver - Vegas 4:3.
  • vor 2 Tagen
  • Bundestrainer Harold Kreis hat Phil Hungerecker (29) für die erste Phase der Vorbereitung auf die A-Weltmeisterschaft nachnominiert. Der Schwenninger Stürmer ersetzt Tim Fleischer (23; Nürnberg Ice Tigers), der aufgrund einer Erkrankung nicht an der Maßnahme teilnehmen kann.
  • vor 2 Tagen
  • Ergebnisse der Frauen-WM vom Sonntag: Kanada - Tschechien 5:0, Schweden - Japan 6:2, China - Dänemark 1:2 n.P.
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