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Freitag, 2. Januar 2026

U20-WM in den USA Deutschen Junioren gelingt Klassenerhalt – 8:4-Sieg im Relegationsspiel gegen Dänemark

Die DEB-Auswahl sicherte sich in einem torreichen Relegationsspiel den Klassenerhalt.
Foto: Andreas Robanser

Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat den Klassenerhalt bei den World Juniors geschafft. Im Relegationsspiel gegen Dänemark, das den Absteiger in die Division I A ermittelte, setzte sich Tobias Abstreiters Team mit 8:4 durch. Dänemark hatte nie aufgesteckt und war teils durch deutsche Fehler immer wieder auf Schlagdistanz gekommen. Letztlich sorgten Überzahltore für die Wirkungstreffer der Deutschen.

Abstreiter hatte den Kader gegenüber dem 0:4 gegen die Schweiz auf einigen Positionen umgebaut. Linus Vieillard rotierte für Lennart Neiße ins Tor; bei den Feldspielern rückte, es gab hier mehrere Umbauten, etwa Timo Kose für David Lewandowski wieder in den ersten Sturm. Manuel Schams kam für Max Bleicher in das Verteidiger-Aufgebot. Wechsel, die greifen sollten.

Der DEB machte das Spiel und traf im ersten wie im zweiten Drittel recht schnell jeweils zweimal. Nach einem Forecheck-Erfolg kam Lewandowski viel zu frei im Slot zum Abschluss, ein Problem, das die Dänen die WM über quälte. Lewandowskis kraftvoller Schuss saß – 1:0 (4.). Die Deutschen legten in einem Powerplay das 2:0 nach: Maxim Schäfer traf per Abstauber (8.). Auch bei Tim Schütz' Pfostentreffer war der DEB einem Treffer nahe (15.) Im zweiten Drittel legten Manuel Schams (abgelenkt von einem dänischen Verteidigerschlittschuh, 23.) und Simon Seidl (25.) nach. 4:1 – die Vorentscheidung? Nein.

Stenogramm zum Spiel (1 Einträge)

 

So richtig Ruhe bekam der DEB trotz der Tore und der optischen Überlegenheit bei Fünf-gegen-fünf nicht ins Spiel – denn im ersten wie im zweiten Abschnitt leistete er sich Strafen und zahlte, schon das Turnier über ein Problem, in Unterzahl die Quittung. Mads Klyvø verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2 (18.) und 2:4 (27.) aus Sicht der lange eher selten druckvollen Dänen. Kurz nach der Spielhälfte brachte der Sohn des früheren DEL-Profis Morten Green, Oliver Green, die Dänen wieder heran – der DEB hatte hinter dem eigenen Tor die Scheibe nicht geklärt bekommen. Zwei Treffer bei vier Schüssen im zweiten Abschnitt für die Skandinavier.

Sie hatten im Turnierverlauf diese Stärke: Kaltschnäuzigkeit, wenn sie mal eine Chance hatten (Schussquote: 14 Prozent). In der 42. Minute allerdings fehlte nach dem besten Spielzug der Dänen im gesamten Spiel Oliver Larsen die Präzision – er vergab von halbrechts. Anstatt des designierten 4:4 mussten gleich darauf zwei Dänen auf die Strafbank. Durch eine technisch feine Einzelaktion Dustin Willhöfts zog Deutschland in doppelter Überzahl auf 5:3 davon (46.).

Auch nun kehrte noch keine Ruhe ein – vielmehr hielt Vieillard in einem wütenden Wechsel der Dänen gegen Green und Anton Linde die Zwei-Tore-Führung in höchster Not fest. Dänemark, der Aufsteiger, hatte nichts mehr zu verlieren. Auch nach Schams' Fernschusstor zum 6:3 (51.) sank der Puls nur zwei, drei Wechsel lang – dann verkürzte Linde auf 4:6. Diesmal hatte der DEB aber seinerseits die schnelle Antwort parat - in Überzahl stellte Lenny Boos mit seinem vierten Punkt des Tages auf 7:4 (53.). Dänemark zog früh den Goalie, traf drei Minuten vor Ende den Pfosten. Tobias Schwarz setzte mit dem Emptynetter - Seidl hatte in der neutralen Zone die Scheibe erobert - 63 Sekunden vor Ende den Deckel aufs Spiel.

Der DEB hat zum dritten Mal in Folge in der Relegation den Klassenerhalt gesichert und spielt nun seit 2019/20 durchgehend in der Top-Division.

Martin Wimösterer


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Notizen

  • vor einer Stunde
  • Zwei weitere Ausfälle beim ESV Kaufbeuren: John Rogl hat sich beim Comeback am Sonntag in Weiden erneut verletzt und wird voraussichtlich acht Wochen fehlen, Jonny Tychonick, der kurz vor der Rückkehr stand, fehlt nun weitere vier Wochen.
  • vor 3 Tagen
  • Die NHL am Freitag: St. Louis - Las Vegas 4:3, Florida - New York Rangers 1:5 (Winter Classic), Vancouver - Seattle 3:4 n.P. (Philipp Grubauer für die Kraken nicht im Einsatz), Anaheim - Minnesota 2:5 (drittes Saisontor von Nico Sturm für die Wild). Mehr zum Winter Classic:
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  • vor 4 Tagen
  • Verteidiger Mirko Sacher hat sich im Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies eine langwierige Oberkörperverletzung zugezogen. Weitere Untersuchungen in den vergangenen Tagen ergaben, dass er Crimmitschau rund zehn Wochen fehlen wird.
  • vor 5 Tagen
  • D.J. Busdeker, Topscorer und Toptorjäger der Augsburger Panther (PENNY DEL), fällt seinem Club zwei bis drei Wochen aus. Grund ist eine Unterkörperverletzung.
  • vor 6 Tagen
  • Der HC Davos hat zum 17. Mal den Spengler Cup gewonnen und ist damit wieder alleiniger Rekordchampion. Im Endspiel am Silvestermittag schlug der Gastgeber die U.S. Collegiate Selects mit 6:3 (2:1, 1:2, 0:3). Dabei fielen die drei entscheidenden Tore erst in der Schlussphase ab der 56. Minute.
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