Um diesen Pokal geht's: Nara Elia (von links), Nicola Hadraschek-Eisenschmid und Jule Schiefer wollen ihn mit Memmingen verteidigen.
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Die Finalserie in der Frauen-Eishockeybundesliga blossom-ic DFEL startet am Samstagabend. Die Eisbären Berlin empfangen die ECDC Memmingen Indians um 19 Uhr im Wellblechpalast. Spiel zwei steigt am Sonntag an selber Stelle um 13 Uhr. Der Streamingdienst Red+ überträgt beide Partien live.
Zu den Kontrahenten: Titelverteidiger Memmingen bietet in weiten Stücken die Defensive der deutschen Nationalmannschaft auf, darunter etwa Kapitänin Daria Gleißner. Offensiv stellen die Indians mit Hauptrunden-Topscorerin Theresa Knutson, der zweiten Importspielerin Nara Elia und Nicola Hadraschek-Eisenschmid drei der sieben Top-Punktesammlerinnen des Grunddurchgangs. Memmingen gewann die Punktrunde mit 21 Siegen in 24 Spielen überlegen und besiegte Berlin in allen sechs Vergleichen.
Die Eisbären sind so gesehen im Finale der Außenseiter. Sie verloren mit Laura Kluge unterjährig die Liga-Topspielerin (Wechsel zurück in die nordamerikanische PWHL). Doch gerade offensiv bieten sich für die Berlinerinnen einige Optionen. Franziska Feldmeier, die hinzugestoßene Celina Haider und Top-Talent Mathilda Heine sind nur drei der Scoringoptionen. Ein Interview mit Heine finden Sie in unserer aktuellen Print-Ausgabe. Darin spricht sie auch von ihrem Traum vom DFEL-Pokal. Das auf einigen Stellen jung besetzte Team zeigte im Saisonverlauf Formschwankungen, ist in Höchstform freilich nur schwer zu schlagen. Außerdem ist die Berliner Arbeitskraft und Leidenschaft verbürgt. So stellen die Eisbärinnen ein starkes Unterzahlspiel, das mit ein Grund für den Finaleinzug war.
Während Berlin im Halbfinale Vizemeister HK Budapest hinauswarf, sweepten die Memmingerinnen den ERC Ingolstadt. Gewinnen die Indians, ist es ihr vierter Titel in Folge. Die Eisbärinnen können erstmals seit 2010 die Meisterschaft in die Hauptstadt holen - damals triumphierte der OSC Berlin. Das Finale ist auf maximal fünf Spiele angesetzt, mit drei Siegen ist man Meister.
Martin Wimösterer