Der Adendorfer EC ist Meister der Regionalliga Nord und verhinderte gleichzeitig den dritten Titelgewinn in Folge der Harzer Falken aus Braunlage.
Foto: Robert Koch
Der Adendorfer EC ist der neue Meister in der Regionalliga Nord. In einer packenden Finalserie rangen die Heidschnucken die Harzer Falken mit 3:1-Siegen nieder und verhinderten damit auch den möglichen Three-Peat der Braunlager.
Nachdem sich in den ersten drei Spielen jeweils das Heimteam durchgesetzt hatte und der AEC so mit einer 2:1-Serienführung in den Harz reisten, machten die Heidschnucken am Wurmberg mit einem bis in die Schlusssekunden dramatischen 4:3-Sieg schließlich das Double perfekt: Nach dem Osweno-Pokal geht auch die Titel in die Lüneburger Heide.
Den Grundstein legten die Adendorfer am Freitag mit einem 8:2-Schützenfest vor knapp 2000 Zuschauern im Walter-Maack-Eisstadion. Dabei nutzten die Gastgeber die Fehler der Braunlager immer wieder konsequent aus und zogen bis zur zweiten Pause auf 5:2 davon – die temporeiche Partie war aber wesentlich knapper als das Ergebnis aussagte. Kristian Kragh und Dominik Chara hatten dabei doppelt getroffen. Die Falken hatten durchaus ihre Chancen, besonders nach dem 3:2-Anschlusstreffer stand die Partie rund um die 30.Minute auf des Messers Schneide.
„In dieser Phase haben wir etwas gewackelt, dann aber einen kühlen Kopf bewahrt“, sagte AEC-Trainer Robert Hoffmann anschließend. Im Schlussdrittel trieben die Adendorfer das Ergebnis dann mit zwei Powerplay-Toren sogar noch weiter nach oben, den Schlusspunkt setzte Joni Kuoppala.
Am Sonntag wehrten sich die Falken vor gut 1500 Besuchern am heimischen Wurmberg mit Haut und Haaren gegen den vorzeitigen K.o., letztlich aber waren die Adendorfer zu abgezockt und hatten mit Roni Salmenkangas eine lange Zeit einen schier unbezwingbaren Goalie zwischen den Pfosten. Immer wieder stand der Finne auch bei besten Harzer Gelegenheiten im Weg. Dazu lieferten wieder einmal die Special Teams des AEC, während bei den Falken in Überzahl zunächst nichts Zählbares herauskam.
So führten die Gäste im Schlussdrittel bereits scheinbar sicher mit 4:0, dreimal hatte Jesper Ahlgren getroffen. Dann drehten die Falken noch einmal auf: Ville Sivonen und Jakub Wiecki brachten die Braunlager heran, 17 Sekunden vor Schluss erzielte Sivonen sogar den direkten Anschluss. Die restlichen Sekunden brachten die Adendorfer aber über die Zeit und feierten anschließend mit ihren rund 250 mitgereisten Fans ausgelassen den Titelgewinn.
Beide Teams werden sich im kommenden Jahr in der Regionalliga wiedersehen, einen möglichen Sprung in die Oberliga hatten sowohl die Adendorfer als auch die Falken schon im weit im Vorfeld klar ausgeschlossen. Gleiches gilt auch für den Sieger aus dem Osten: Der alte und neue Meister FASS Berlin und Finalverlierer Schönheider Wölfe hatten ebenfalls einen Aufstieg in die Oberliga ausgeschlossen.
Robert Koch