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Montag, 8. April 2019

Klassenerhalt gesichert, Viertelfinale erreicht Zwei Punkte verspielt, einen wichtigen gewonnen: Deutsche Frauen müssen sich Frankreich geschlagen geben

<p>Am Ende jubelten die Französinnen einmal mehr als die deutschen Frauen.<br/>Foto: Andreas Robanser<br/></p>

Am Ende jubelten die Französinnen einmal mehr als die deutschen Frauen.
Foto: Andreas Robanser

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft musste am Montagabend im finnischen Espoo die erste Niederlage bei der WM 2019 hinnehmen. Nach zuvor zwei knappen Siegen über Schweden und Japan unterlag die Auswahl von Bundestrainer Christian Künast gegen Außenseiter Frankreich mit 2:3 nach Verlängerung. Der Punktgewinn ermöglicht der deutschen Mannschaft jedoch weiterhin die Chance auf Gruppenplatz eins - sollte die DEB-Auswahl im abschließenden Vorrunden-Spiel am Dienstagabend Tschechien schlagen. Und was noch wichtiger ist: Der eine Punkt reicht der deutschen Auswahl zum Klassenerhalt und Viertelfinaleinzug. Wer dort als Gegner wartet, entscheidet sich am Dienstag.

Einen echten Blitzstart erwischten die Französinnen: Schon der erste Aufbaupass des Spiels war tödlich für die deutsche Defensive. Lara Escudero zog allein aufs Tor von Jennifer Harß zu und stellte nach gerade einmal 22 Sekunden auf 1:0 für den Außenseiter. Die DEB-Auswahl brauchte in der Folge einige Großchancen, um die Partie letztendlich auszugleichen. In der 13. Minute war Nicola Eisenschmid aus kurzer Distanz zur Stelle. Mit dem 1:1 ging es zum ersten Mal in die Kabinen.

Nach der schnellen Führung zu Beginn des zweiten Abschnitts - Kerstin Spielberger war mit viel Zug zum Tor erfolgreich - nahmen sich die DEB-Frauen mit vier Strafzeiten in Serie selbst aus dem Spiel. Die Folge: Der Spielfluss ging verloren und Frankreich kam zum 2:2-Ausgleich in Überzahl.

Im Schlussdrittel waren die DEB-Frauen nach zerfahrenem Start das bessere Team, konnten aber erneut eine Vielzahl guter Chancen nicht nutzen. So blieb es beim Unentschieden nach 60 Minuten. Der nächste Punkt war eingetütet. Aber zu mehr sollte es nicht reichen. Nachdem Deutschland eine Überzahlsituation ungenutzt verstreichen ließ, brachte ein Konter der Französinnen die Entscheidung. Chloe Aurard bescherte mit einem sehenswerten Alleingang Frankreich den zweiten Punkt. Ein glücklicher, wenn auch aufgrund der mitunter sorglosen Defensivarbeit der deutschen Mannschaft nicht völlig unverdienter Erfolg.

Christian Künast, Frauen-Bundestrainer, zum Spiel: "Wir freuen uns über den Einzug ins WM-Viertelfinale! Wir haben es in Über- und Unterzahl nicht so gut gemacht wie in den vorherigen Partien dieser Weltmeisterschaft. Aber so eine Niederlage kann die Mannschaft dennoch weiterbringen. Nun nutzen wir die Zeit, um uns auf das Spiel gegen Tschechien vorzubereiten." Dieses steigt am Dienstagabend um 17:00 Uhr deutscher Zeit.

Sebastian Groß

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

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Kurznachrichtenticker

  • vor 16 Stunden
  • Der 19-jährige Verteidiger Nick Dolezal wechselt aus der DNL-Mannschaft des ERC Ingolstadt zu Oberliga-Club Höchstadt Alligators. Zudem bleibt Verteidiger Patrick Wiedl beim EHC. Stürmer Friedrich Kolesnikov verlässt den Verein hingegen mit noch unbekanntem Ziel.
  • vor 16 Stunden
  • Die Iserlohn Roosters (DEL) haben Stürmer Daniel Weiß (Nürnberg) als Neuzugang bestätigt. Der 29-Jährige sammelte 2018/19 in 60 Spielen 30 Punkte (elf Tore, 19 Assists). In seiner Karriere absolvierte der Linksschütze bereits über 500-DEL-Spiele.
  • vor 18 Stunden
  • Stürmer Max Lukes (23) trägt auch kommende Saison das Trikot der Bietigheim Steelers. 2018/19 gelangen ihm in 51 Spielen fünf Tore und 13 Vorlagen. Geschäftsführer Volker Schoch: „Max ist ein junger deutscher Spieler, der seit drei Jahren immer alles gibt und ein wichtiger Teil unseres Spiels ist.“
  • vor 19 Stunden
  • Ivy van den Heuvel, Kapitän der Tilburg Trappers, hat mit 30 Jahren einen Schlussstrich unter seine aktive Spielerkarriere gezogen. Der Angreifer wurde von 2016 bis 2018 dreimal in Folge Oberliga-Meister und verbuchte in 235 Oberliga-Einsätzen 106 Tore sowie 146 Vorlagen.
  • vor 20 Stunden
  • Für den wegen häuslicher Gewalt suspendierten Slava Voynov besteht nach einem Schiedsspruch nun doch die Möglichkeit der NHL-Rückkehr nach 41 Partien 2019/20. Die LA Kings, bei denen seine NHL-Transferrechte liegen, ließen aber schon verlauten, nicht mit dem Russen zu planen.

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