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Mittwoch, 20. Mai 2020

Soll bei virtuellem Kongress am 24. Juni beschlossen werden Weltverband IIHF möchte Mandate der Führungsriege bis 2021 verlängern und WM 2021 um zwei Wochen nach hinten verschieben

René Fasel wird – sollte der Antrag angenommen werden – bis 2021 an der Spitze der IIHF stehen. Für seine Nachfolge ist auch DEB-Präsident Franz Reindl nach wie vor als aussichtsreicher Kandidat im Gespräch.
Foto: imago images/CTK Photo/Petr Sznapka

Am Mittwochnachmittag hat der Eishockey-Weltverband IIHF bekannt gegeben, dass man am Dienstag in einer Video-Konferenz einige zentrale Anträge beschlossen habe, die zur Abstimmung beim außerordentlichen IIHF-Kongress gestellt werden. Dieser wird im virtuellen Format für Mittwoch, den 24. Juni, angepeilt. Bisher fand dieser Kongress immer während der Weltmeisterschaft statt und wäre dementsprechend auch dieses Jahr für die Zeit während der mittlerweile abgesagten WM in der Schweiz geplant gewesen. Die Lage rund um COVID-19 machte die Versammlung in Zürich jedoch genauso wie die Austragung der WM unmöglich.

Aus deutscher Sicht dabei vor allem interessant: Einer der Anträge sieht vor, das Mandat der bestehenden Führungsriege außerplanmäßig zu verlängern. Sollte diesem Antrag beim außerordentlichen virtuellen Kongress am 24. Juni stattgegeben werden, bleiben IIHF-Präsident René Fasel & Co. bis September 2021 im Amt. Schon seit längerer Zeit hatte es auch rund um DEB-Präsident und IIHF-Council-Mitglied Franz Reindl Spekulationen gegeben, dass er die Nachfolge des seit 1994 an der Spitze des Weltverbandes stehenden Schweizers Fasel antreten könnte. Dies muss nun bis 2021 warten. Eine Verlängerung der Mandate würde sich auch auf sämtliche andere IIHF-Organe auswirken.

Hintergrund: Eigentlich wären die Wahlen eines neuen IIHF-Präsidenten und eines neuen IIHF-Councils beim halbjährlich stattfindenden Kongress Ende September im russischen St. Petersburg angestanden. Durch die Coronavirus-Pandemie ist es derzeit allerdings mehr als unwahrscheinlich, dass die IIHF sowie die Vertreter ihrer Mitgliedsverbände tatsächlich auch anreisen können. Deshalb wird auch in diesem Fall eine virtuelle Zusammenkunft in Betracht gezogen.

Als weitere Anträge, über die am 24. Juni entschieden werden soll, wurden verabschiedet:

1. Die Eishockey-WM 2021 in Minsk und Riga, deren Gruppen seit Mittwoch offiziell feststehen, soll nach Willen des IIHF Council um zwei Wochen später beginnen. Grund sind bereits jetzt aufgetretene Verzögerungen in den Vorbereitungen für das Turnier. Demnach würde die WM am 21. Mai 2021 beginnen und am 6. Juni 2021 enden. Das gleiche Prozedere schlägt man für die WM der Division I Gruppe A sowie der Division I Gruppe B vor. Diese würden nicht mehr von 25. April bis 1. Mai 2021, sondern von 9. bis 15. Mai 2021 stattfinden. Die Empfehlung wurde vor allem in Erwartung von sich verzögernden Saisonstarts in den Ligen ausgesprochen. Somit würde der Zeitdruck zwischen Ende der jeweiligen Spielzeit und dem WM-Start etwas abnehmen, sofern der Spielplan einigermaßen eingehalten werden kann. „Es ist bereits jetzt ersichtlich, dass sich der Saisonstart in vielen unserer Top-Ligen verzögern wird. Wir müssen versuchen, unseren Plan zu adaptieren, um den europäischen Ligen und Clubs mehr Zeit zur Beendigung ihrer Spielzeit zu geben“, so Fasel in der Mitteilung.

2. Ein neuer Plan für eine Olympia-Qualifikation der Frauen über drei Runden. Diese soll nun im August 2021 (gleichzeitig mit dem Qualifikationsturnier der Männer) ausgespielt werden. Der Spielplan wird nach erfolgter Zustimmung veröffentlicht.

3. Ein neues Format für den 2021 IIHF Continental Cup, dessen Sieger sich seit 2016 für die Champions Hockey League qualifiziert. So soll dem Antrag zufolge die erste Phase gestrichen werden und stattdessen ein sich über drei Runden erstreckendes Format angewandt werden. Beginnen soll das Ganze mit einer Qualifikationsrunde vom 16. bis 18. Oktober 2020, welche die Teilnehmer der Gruppenphase (vier Gruppen à vier Teams) ermittelt. Diese wiederum mündet in einer Finalrunde mit den jeweiligen Gruppenersten von 8. bis 10. Januar 2021. Organisatoren, die von der Änderung des Formats betroffen wären, haben die Möglichkeit, das Turnier bis zu acht Wochen vor Beginn der Austragung abzusagen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Das Gleiche gilt für eigentlich qualifizierte Clubs, die ihre Teilnahme innerhalb der selben Frist zurückziehen bzw. verweigern. Falls ein Turnier nicht gespielt werden kann, wird der am höchsten eingestufte Club zur nächsten Runde zugelassen.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 10 Stunden
  • Der 22-jährige Defender Arne Uplegger hat seinen Vertrag bei den Dresdner Eislöwen verlängert. In der letzten Spielzeit absolvierte Uplegger 51 Partien für die Blau-Weißen. Dabei erzielte der Abwehrspieler zwei Tore und steuerte sieben Vorlagen bei.
  • vor 14 Stunden
  • Der EV Landshut (DEL2) hat Nicolas Sauer verpflichtet und mit einem Einjahresvertrag ausgestattet. Der 21-jährige Angreifer kommt von den Eisbären Regensburg, für die er in der Saison 2019/20 in 48 Oberligaspielen neun Treffer erzielte und 13 Assists sammelte.
  • gestern
  • Mikhail Nemirovsky (45) bleibt Trainer beim Höchstadter EC. Der Deutsch-Ukrainer kam nach dem Aus für Bayernligist Bad Kissingen Ende November 2019 als Spieler zu den Alligators und übernahm im Februar als Coach für Martin Sekera.
  • gestern
  • Tom Kübler hat seinen Vertrag bei den Crocodiles Hamburg um zwei Jahre verlängert. Der 20-jährige Verteidiger steht seit 2018 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis und bestritt bis dato 76 Oberligaspiele (zwei Tore, zehn Assists).
  • gestern
  • Die Skaterhockey-Europameisterschaft der Herren, welche eigentlich vom 06. bis zum 08. November in Duisburg stattfinden sollte, ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie in das Jahr 2021 verschoben worden.

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