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Dienstag, 5. Februar 2019

Ehliz' spätes Tor bringt keine Wende mehr Drei Gegentreffer in Unterzahl: EHC Red Bull München verliert CHL-Endspiel bei Frölunda Göteborg verdient mit 1:3

<p> Titel verpasst: Enttäuschte Gesichter bei den Spielern des EHC Red Bull München nach der 1:3-Endspielniederlage bei Frölunda Göteborg.</p><p>Foto: City-Press</p>

Titel verpasst: Enttäuschte Gesichter bei den Spielern des EHC Red Bull München nach der 1:3-Endspielniederlage bei Frölunda Göteborg.

Foto: City-Press

Keine Krönung für den deutschen Meister: Der EHC Red Bull München hat das Champions-Hockey-League-Endspiel 2019 bei Frölunda Göteborg am Dienstagabend mit 1:3 (0:1, 0:2, 1:0) verloren. Dabei zeigte das Team von Erfolgstrainer Don Jackson zwar über weite Strecken eine passable Leistung und hielt gegen die leicht favorisierten Gastgeber ordentlich dagegen, doch der Erfolg der starken Schweden war unter dem Strich verdient. Zum Verhängnis wurde den Oberbayern vor allem das Powerplay Frölundas, das gleich dreimal zuschlug. Für die Indians ist es in der fünften Champions-Hockey-League-Saison der bereits dritte Titelgewinn.

Vor mehr als 12.000 Zuschauern im ausverkauften Göteborger Scandinavium startete der EHC Red Bull München selbstbewusst und mutig in das Endspiel und war in den Anfangsminuten sogar die etwas gefährlichere Mannschaft. Das erste Tor des Abends gelang jedoch den Gastgebern: Im ersten Powerplay Frölundas gewährte die Münchener Unterzahlformation Samuel Fagemo etwas zu viel Raum, und der auffällig starke Youngster der Schweden bestrafte diese Nachlässigkeit mit einem Kracher in den Winkel zum 1:0 (11.), wobei Münchens Goalie Danny aus den Birken durch Frölunda-Angreifer Patrick Carlsson auch noch die Sicht versperrt war.

Fagemos Treffer läutete brenzlige Minuten für den EHC Red Bull München ein: Der DEL-Serienchampion hatte nun erhebliche Schwierigkeiten, die Geschwindigkeit Frölundas in der neutralen Zone zu kontrollieren, verlor in der einen oder anderen Situation seine defensive Zuordnung und hätte sich in dieser Phase über ein zweites Gegentor nicht unbedingt beschweren dürfen. Erst zum Ende des ersten Drittels meldete sich München mit einigen druckvollen Wechseln in der Partie zurück, doch insgesamt war die knappe Göteborger Führung nach dem Auftaktabschnitt nicht unverdient.

Das CHL-Endspiel 2019 in der Statistik (1 Einträge)

 

Im zweiten Drittel erwischte München dann eigentlich einen vielversprechenden Start, doch auch in seinem zweiten Überzahlspiel schlug der Frölunda HC zu: CHL-Rekordscorer Ryan Lasch schloss eine Zwei-gegen-eins-Situation durch die Schoner von aus den Birken cool mit dem 2:0 ab (25.). Und spätestens, als die Hausherren wiederum mit einem Mann mehr auf dem Eis auch das 3:0 erzielten, avancierte Frölundas Powerplay endgültig zum großen München-Schreck: Diesmal war es Ponthus Westerholm, der nach einer sehenswerten Kombination einen Pass von Simon Hjalmarsson gekonnt ins Netz abfälschte (35.). Unter dem Strich fehlten den Roten Bullen im mittleren Abschnitt allerdings auch bei numerischer Ausgeglichenheit auf dem Eis die Mittel, um Frölunda ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, auch wenn München insbesondere physisch ordentlich dagegenhielt. Und als das Jackson-Team nach zwei Frölunda-Strafzeiten innerhalb von eineinhalb Minuten in der Endphase des zweiten Drittels selbst die große Gelegenheit hatte, in Überzahl zu verkürzen, entschärfte Göteborgs Goalie Johan Gustafsson die beste Chance durch Kapitän Michael Wolf stark mit seiner Fanghand (39.).

Im dritten Abschnitt klappte es dann jedoch auch für München mit einem Powerplay-Tor: Als bereits mehr als 51 Minuten gespielt waren und Don Jackson seinen Torhüter aus den Birken schon vom Eis genommen hatte, sorgte Yasin Ehliz mit einem Handgelenkschuss für das 1:3. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Frölunda das Schlussdrittel kontrolliert und die Roten Bullen offensiv nicht zur Entfaltung kommen lassen, doch nach Ehliz' Treffer entwickelte sich eine unterhaltsame Schlussphase, in der München noch einmal alles versuchte und sich auch die eine oder andere gute Gelegenheit erarbeitete, Frölunda allerdings gleichzeitig auch immer wieder zu Konterchancen kam. Letztlich blieb es nach temporeichen und zweikampfintensiven 60 Minuten jedoch beim Göteborger 3:1-Erfolg, der insgesamt auch absolut in Ordnung ging. Zumindest erhielt Münchens Torjäger Trevor Parkes aber nach der Schlusssirene noch die MVP-Auszeichnung als kleines Trostpflaster.

Stefan Wasmer


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Kurznachrichtenticker

  • gerade eben
  • Mit dem 20-jährigen Peter Spornberger steht der fünfte Verteidiger im Kader des EHC Freiburg fest. Er kommt von der U20 des Kölner EC. Der italienische Nachwuchsnationalspieler, der auch vier Spiele in der A-Nationalmannschaft vorzuweisen hat, wird noch vor der Saison einen deutschen Pass erhalten.
  • vor 2 Stunden
  • Verteidiger Andrew MacDonald (32), dessen Kontrakt mit bisher durschnittlich fünf Millionen US-Dollar zu Buche schlug, ist von den Philadelphia Flyers auf die Waiver-Liste gesetzt worden, um seinen Vertrag mit noch einem Jahr Laufzeit aufzulösen.
  • vor 2 Stunden
  • Die Los Angeles Kings haben den jährlich sieben Millionen US-Dollar schweren Vertrag mit Verteidiger-Routinier Dion Phaneuf vorzeitig beendet. Der Kontrakt wäre noch zwei Spielzeiten gelaufen. Der 34-Jährige kam 2018/19 in 67 Partien auf lediglich einen Treffer und fünf Vorlagen.
  • gestern
  • Verteidiger Stefan Rott bleibt dem EV Füssen auch nach dem Aufstieg in die Oberliga Süd erhalten. Der 30-Jährige steuerte zur Meisterschaft und der damit verbundenen Rückkehr in die Drittklassigkeit in 48 Partien 19 Torvorlagen bei.
  • gestern
  • Stürmer Jordan Eberle (29) hat einen neuen Fünfjahresvertrag bei den New York Islanders unterschrieben und verdient jährlich 5,5 Mio. US-Dollar. Während er in der Hauptrunde mit 19 Toren und 18 Assists in 78 Partien enttäuschte, war er mit neun Punkten in acht Playoff-Spielen bester Isles-Scorer.

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