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Samstag, 20. April 2019

Den Bann gebrochen CSKA Moskau zum ersten Mal Gagarin-Cup-Sieger – Mamin wird zum Overtime-Helden

CSKA-Assistenzkapitän Greg Scott reckt den Gagarin Cup in die Höhe.
Foto: imago

Das Warten für den erfolgreichsten Eishockey-Club der Welt hat ein Ende: CSKA Moskau hat sich zum ersten Mal seit dem Fall der Sowjetunion zu Russlands Meister gekrönt und sich im Finale gegen Avangard Omsk mit einem 4:0-Sweep durchgesetzt - genauso KHL-Premiere wie die Tatsache, dass sich der Hauptrundenprimus schließlich auch den Gagarin Cup sichern konnte.

Den ersten KHL-Titel musste sich die Truppe von Coach Igor Nikitin im vierten Duell jedoch hart erkämpfen. Nach 20 Minuten lagen die Hauptstädter nach Treffern von Ex-CSKA-Stürmer Sergei Shumakov (12.) und Verteidiger Cody Franson (18.) mit 0:2 im Hintertreffen und hatten die Hinausstellung von Anton Slepyshev zu kompensieren. Doch der in den Playoffs bis dahin unüblich wenig erfolgreiche Kirill Kaprizov (24.) und Konstantin Okulov mit dem späten 2:2 (58.) schickten die Partie in die erste Verlängerung der Finalserie. Dort sollte dann Angreifer Maxim Mamin, der in Spiel 3 noch unberücksichtigt geblieben war, per Tip-in in der 78. Minute zum Helden auf CSKA-Seite werden.

Das gleiche Schicksal, Moskauer Gäste nach einem Treffer in der Verlängerung auf heimischem Eis den Titel feiern sehen zu müssen, ereilte Avangard bereits 2012 gegen Dynamo Moskau. Wobei "heimisches Eis" in diesem Fall genau genommen relativ ist, musste der Club die westsibirische Heimat ja vor der Saison aufgrund von Sicherheitsbedenken bezüglich der Arena Omsk verlassen und trug seine "Heimspiele" in dieser Spielzeit in Balashikha, einem Ort nahe Moskau, knapp 2.700 Kilometer entfernt von Omsk aus.

Sucht man nach Gründen für die schnelle Entscheidung zugunsten Moskaus im Finale, landet man schnell bei CSKAs Goalie Ilya Sorokin. Der 23-Jährige ließ gerade einmal vier Treffer, davon drei im Powerplay, in den vier Finalspielen zu und war somit einer der Hauptprotagonisten aufseiten des Armee-Clubs - wie schon die gesamte Spielzeit über hinweg. Sowohl in der regulären Saison (40 Partien; 94 Prozent Fangquote; 1,16 Gegentore pro Spiel) als auch in den Playoffs (19 Partien; 94,7 Prozent Fangquote; 1,16 Gegentore pro Spiel) lieferte Sorokin überragende Leistungen. Zudem avancierte er zum ersten Torhüter, der in einer Gagarin-Cup-Finalserie zwei Shutouts verbuchen konnte. Die Auszeichnung zum Endrunden-MVP war damit fast die logische Konsequenz.

Michael Bayer


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Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Mit dem 24-jährigen Filip Stopinski stößt ein neuer Tryout-Spieler zum EHC Freiburg (DEL2). Der Center schnürte seine Schlittschuhe bereits für die Füchse Duisburg und die Lindau Islanders in der Oberliga. Nicht mehr im Kader ist derweil Anton Seewald (22), der ebenfalls ein Tryout absolvierte.
  • gestern
  • Die U18 Frauen-Nationalmannschaft hat ihr zweites Turnierspiel im japanischen Tomakomai mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) gegen die Slowakei gewonnen. Lilli Welcke, Luisa Welcke und Julia Kohberg trafen.
  • gestern
  • Testspielergebnisse aus der Oberliga vom Freitag:Regensburg - Krefeld U23 6:3Bruneck - Rosenheim 0:3
  • gestern
  • Beim Drei-Nationen-Turnier in Budapest unterlag die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im zweiten Spiel gegen die Schweiz mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). Sonja Weidenfelder und Julia Zorn erzielten die Treffer für die DEB-Auswahl.
  • gestern
  • Die deutsche U16-Nationalmannschaft hat ihr abschließendes Spiel beim 4-Nationen-Turnier in Zell am See (Österreich) verloren. Die Mannschaft von U16-Bundestrainer Thomas Schädler unterlag Gastgeber Österreich mit 2:5 (0:2, 0:2, 2:1).

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