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Sonntag, 22. Februar 2026

Im Alter von 54 Jahren „Es müsste ein Wunder geschehen": Stürmer-Legende Jaromir Jagr deutet sein Karriereende an

Am 21. Dezember stand Jaromir Jagr bislang zum letzten Mal auf dem Eis - es könnte das letzte Spiel der großen Karriere gewesen sein.
Foto: IMAGO / CTK Photo

Am vergangenen Freitag äußerte sich Tschechiens größtes Eishockey-Idol, Jaromir Jagr, zum olympischen Turnier in Mailand. „Es war das beste Eishockey der letzten zehn, fünfzehn Jahre. Alles war darauf ausgerichtet, die NHL hervorzuheben. Wenn wir jetzt auf die Weltmeisterschaft blicken, wird sie uns wie die zweite Liga vorkommen“, sagte Jagr in einem Video auf seinem Instagram-Kanal. Mit einer gewissen Überzeugung bemerkte er zum Auftreten der tschechischen Mannschaft: „Wir hatten extrem viel Pech. Hätten wir das Viertelfinalspiel gegen Kanada gewonnen, hätten wir Gold geholt.“

Jagr selbst ist 1998 in Nagano mit dem tschechischen Team Olympiasieger geworden. Diesmal hat er das olympische Geschehen dauerhaft vor dem Fernseher verfolgt. „Ich habe vier oder fünf Kilo zugenommen. Sport ist extrem wichtig, doch am schwersten fällt es mir, mich dazu zu zwingen, wenn ich es nicht muss“, verriet der 54-Jährige, um gleich darauf sein Karriere-Ende anzudeuten: „Die Fans werden mich nicht mehr sehen. Es müsste ein Wunder geschehen, Gott müsste in mich eintreten und mich um 15 Jahre jünger machen. Aber ich gehe ab und zu noch Schlittschuh laufen.“ Jagr bestritt sein letztes Spiel für Rytiri Kladno am 21. Dezember. In Liberec stand er 7:38 min auf dem Eis.

Lothar Martin

Redaktioneller Hinweis: Jaromir Jagr hat seine Autobiografie veröffentlicht, die im Oktober unter dem Titel „JÁ68“ beim Czech News Center im Rahmen der Edition Sport herausgegeben wurde. Die Autoren des Buches sind Lukas Tomek und Zdenek Janda, die Jagr auf seinem Weg über 13 Jahre lang begleitet haben. Entstanden ist dabei ein bemerkenswertes Buch, in dem Jagr auf 528 Seiten der Öffentlichkeit ein umfangreiches Portfolio seiner inspirierenden Ideen und Lebenseinstellungen präsentiert. Eishockey NEWS hat von den Verlegern des Werkes die Möglichkeit erhalten, Auszüge aus dem Buch auch für die deutschsprachige Leserschaft zugänglich zu machen. Die Übersetzung aus dem Tschechischen hat unser Prager Korrespondent Lothar Martin übernommen. In unserer Ausgabe 8/2006 finden Sie einen ersten Teil. Wir werden im Rahmen einer Online-Serie ausführlich aus Jagrs Autobiografie berichten.


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Notizen

  • gerade eben
  • Maximilian Daubner vom EHC Red Bull München geht es „den Umständen entsprechend gut. Er wurde mit mehreren Stichen genäht", gab Manager Christian Winkler bekannt. Daubner hatte sich am Sonntag zu Beginn des DEL-Spitzenspiels gegen die Kölner Haie einen Cut im Gesicht zugezogen.
  • vor 4 Stunden
  • NHL-Ergebnisse am Sonntag: Pittsburgh - Vegas 5:0, San Jose - Winnipeg 2:1 n.V., Utah (mit JJ Peterka: 18:10 Minuten Eiszeit) - Chicago 0:4, Minnesota (mit Nico Sturm: 9:05 Minuten Einsatzzeit) - St. Louis 1:3, N.Y. Islanders - Florida 5:4, Anaheim - Calgary 3:2 n.P.
  • gestern
  • Hernes Verteidiger Niklas Heyer wird aufgrund einer Verletzung nicht mehr ins Spielgeschehen der laufenden Oberliga-Nord-Saison eingreifen können.
  • gestern
  • Für Angreifer Michael Fomin von den Füchsen Duisburg (Oberliga Nord) ist die Saison aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich in Hannover zuzog, beendet.
  • vor 2 Tagen
  • Max Herzog fehlt den IceFighters Leipzig (Oberliga Nord) am Sonntag. Der 19 Jahre alte Stürmer ist nach der zweiten Fünf-Minuten-Strafe wegen Fighting automatisch für ein Spiel gesperrt.
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