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Dienstag, 22. Januar 2019

Nach Verlängerungschaos am Freitag Riessersees Entscheidung bezüglich eines Protests steht aus, Klostersee verzichtet auf Einspruch

<p>Chaos vor dem Tor, Verwirrung bei den Schiedsrichtern: Die Partie zwischen dem SC Riessersee und dem EHC Klostersee vom Freitag endete ungewöhnlich und beschäftigt die beteiligten Clubs weiterhin.<br/>Foto: Peter Volk<br/></p>

Chaos vor dem Tor, Verwirrung bei den Schiedsrichtern: Die Partie zwischen dem SC Riessersee und dem EHC Klostersee vom Freitag endete ungewöhnlich und beschäftigt die beteiligten Clubs weiterhin.
Foto: Peter Volk

Am vergangenen Freitag wurde es in der Partie zwischen dem SC Riessersee und dem EHC Klostersee kurios. Dass die Partie der Verzahnungsrunde der Oberliga Süd mit der Bayernliga in die Verlängerung ging, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Jedoch dauerte diese auf Geheiß des Schiedsrichters Dominik Merath zehn Minuten und es liefen vier Feldspieler pro Team auf dem Eis umher.

Ein fataler Irrtum, denn: Dieser Modus wird zwar in den Oberliga-Playoffs gespielt, nicht jedoch in der Verzahnungsrunde. Dort wird - wie mittlerweile üblich - fünf Minuten lang im Drei-gegen-drei-Format der Sieger ermittelt. Bei Philipp Wachters Treffer zum 5:4 für den SCR nach 69:58 Minuten Spielzeit hätte die Partie also gar nicht mehr laufen dürfen. Als man Merath seinen Fehler anhand der Durchführungsbestimmungen endlich begreifbar machen konnte, waren nur noch 3:33 zu spielen, die dann auch mit dem bekannten Ende durchgezogen wurden.

Nun äußerte sich Ligenleiter und DEB-Vize Marc Hindelang zu dem Vorfall wie folgt: "Die Entscheidung von Dominik Merath war ein klarer Fehler." Verständnis für den Fauxpas im Olympia-Eissportzentrum zeigt er nicht: "Ich setze voraus, dass unsere Schiedsrichter das Regelwerk beherrschen", macht er deutlich. Und:"Solche Aktionen sind peinlich für den gesamten Verband."

Für das Schiedsrichtergespann hat der Fauxpas finanzielle und auch sportliche Folgen. So muss das Trio eine Geldstrafe entrichten und wird vorerst keine Spiele mehr mit Beteiligung der Werdenfelser oder der Grafinger leiten. Merath galt zudem lange als heißer Kandidat für das Finale der Bayernliga-Meisterrunde. Das dürfte sich nun auch erledigt haben.

Wie es nun in diesem Fall weitergeht, bleibt offen. Hindelang sagt: "Solange keine Mannschaft Protest einlegt, bleibt das Ergebnis bestehen." Das Ergebnis hat zum jetzigen Zeitpunkt Bestand, Klostersee hat bereits signalisiert, keinen Einspruch einzulegen. Folglich liegt der Puck also beim SCR - und der muss sich einen Protest und eine damit einhergehende Neuansetzung der Partie aufgrund von hohen Fixkosten gut überlegen. Immerhin sind Duelle gegen Klostersee als Risikospiele eingestuft und daher mit mehr Sicherheitspersonal verbunden. Außerdem würde ein Nachholtermin ungünstig liegen und vergleichsweise wenige Zuschauer anlocken.

"Da muss man sich schon genau überlegen, ob wir uns mit dem Protest einen Gefallen tun", so dann auch die Einschätzung von Geschäftsführer Stefan Endraß. Zudem ist nicht garantiert, dass der Favorit dann auch die vollen drei Zähler einfährt - auch wenn das SCR-Trainer George Kink anders sieht: "Ich bin sicher, wir würden gewinnen." Eine finale Entscheidung der Werdenfelser steht momentan noch aus.


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Kurznachrichtenticker

  • vor 9 Stunden
  • Christoph Fischhaber hat bei Oberligist EV Landshut seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Er hat in 35 Spielen neun Tore erzielt und 35 vorbereitet.
  • gestern
  • Was sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte, ist nun offiziell: Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben den Vertrag mit Verteidiger Maxime Fortunus verlängert. Der 35-jährige Routinier kommt in bisher 48 Spielen auf drei Tore und 17 Vorlagen.
  • gestern
  • Der ERC Ingolstadt hat den Vertrag mit Verteidiger Colton Jobke vorzeitig verlängert. "Colton hat als grimmiger Verteidiger und Unterzahlspezialist auf dem Eis überzeugt. Es freut mich, dass wir ihn weiter in unserem Team haben“, sagt ERC-Sportdirektor Larry Mitchell.
  • gestern
  • Die Bayreuth Tigers haben den Vertrag mit Gustav Veisert verlängert. Der Kontrakt hat aber nur Gültigkeit bei einem Verbleib in der DEL2. Der Verteidiger verbuchte in dieser Saison in 28 Spielen drei Assists, kam zudem beim Oberligisten Selb zum Einsatz.
  • vor 2 Tagen
  • Brett Olson vom ERC Ingolstadt ist vom Disziplinarausschuss der DEL für zwei Partien gesperrt worden. Der US-Center erhielt beim 4:1-Heimerfolg über die Schwenninger Wild Wings am Dienstagabend eine große nebst Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines Checks gegen die Bande gegen Dominik Bittner.

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