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Mittwoch, 24. Juni 2020

Titelthema der aktuellen Ausgabe DEB-Sportdirektor Schaidnagel äußert sich exklusiv zum Konzept der Task Force „Eishockey“

DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel stand im großen Interview in der aktuellen Ausgabe ausführlich Rede und Antwort.
Foto: City-Press

Nach wie vor stehen viele ungeklärte Fragen dazu im Raum, wann, unter welchen Voraussetzungen und ob die Saison 2020/21 überhaupt gespielt werden kann. DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel stand Eishockey NEWS exklusiv Rede und Antwort, um das Konzept der Task Force „Eishockey“ darzulegen.   

Herr Schaidnagel, wie weit ist denn die Task Force mit ihrem Konzept, Eishockey in der kommenden Saison möglich zu machen?
Stefan Schaidnagel: „Wir sind mit der reinen inhaltlichen Erstellung unseres Konzepts fertig und haben bis zuletzt auf die aktuellen Entwicklungen reagiert. Es wird die nächsten zehn Tage eine Revision von Experten stattfinden. Universitäten sind dabei, der Deutsche Olympische Sportbund, aber auch Professoren aus dem In- und Ausland, die teilweise schon an Konzepten gearbeitet haben von größerer Tragweite. Danach wird das Konzept in der ersten Juliwoche zunächst den politischen Entscheidungsträgern und den zuständigen Institutionen zugeleitet, die es dann bewerten müssen.“

Was passiert, wenn ein oder mehrere Spieler positiv getestet werden? Quarantäne nach Vorgabe der örtlichen Behörden, so wie im Fußball?
Schaidnagel: „Da sind wir genau an der Grenze, was wir selbst dem Eishockeysport in Deutschland als Schablone überstülpen können. Wenn an einem Ort ein Fall vorliegt, dann muss dort die Meldekette funktionieren. Wir geben dazu nur allgemeine Hinweise, wie ein Szenario ausschauen könnte. Die Umsetzung wird Aufgabe des neuen Hygienebeauftragten, den verpflichtend jeder Verein stellen muss.“

Ist es denkbar, dass in der kommenden Saison nur Zuschauer aus einem bestimmten Umkreis in die Stadien dürfen und Fans ihre Mannschaft nicht zu Auswärtsspielen begleiten können?
Schaidnagel: „Diese Frage ist zunächst noch nicht zu beantworten, weil erst entschieden werden muss, ob überhaupt Zuschauer in die Stadien dürfen und in welcher Form. Wenn das entschieden ist, wird man sich mit dieser Frage beschäftigen müssen. Das wird aber eher auf politischer oder lokaler Behördenebene geschehen. Da werden die Vorgaben gemacht. Grundsätzlich gilt aber eines: Wir können kein Rundum-sorglos-Paket liefern. In der Task Force sitzen zwar Leute, die mit ihrem Namen für Qualität stehen, vor allem für Knowhow, aber es wäre komplett vermessen, wenn wir proklamieren würden: Unser Konzept hat jetzt schon für alles die richtige Antwort – in einer Situation, die immer in Bewegung ist, und die es in dieser Form noch nie gab.“

Interview: Torsten Weiß

Weitere Fragen, die Schaidnagel in der aktuellen Ausgabe von Eishockey NEWS unter anderem beantwortet, drehen sich beispielsweise um den Catering-Bereich in den Stadien, um die Themen Vollvisier oder Quarantäne für Import-Spieler nach ihrer Rückkehr nach Deutschland sowie den Kostenfaktor Tests. Bei der DEL und der DEL2 ist man unterdessen weiter optimistisch, was den pünktlichen Saisonstart am 18. September anbelangt. Reaktionen von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch sind in der aktuellen Ausgabe ebenso nachzulesen wie eine Einschätzung des Sportpolitischen Sprechers der CSU-Landtagsfraktion im Bayerischen Landtag, Berthold Rüth. Ausgabe 26 ist seit Dienstag im ausgewählten Zeitschriftenhandel oder jederzeit in unserem Onlineshop erhältlich.


Kurznachrichtenticker

  • gestern
  • Goalie Craig Anderson (39) erhält keinen neuen Vertrag bei den Ottawa Senators mehr. Dies bestätigte General Manager Pierre Dorion am Mittwoch. Anderson war 2011 via Trade aus Colorado nach Ottawa gekommen und dort seitdem über weite Strecken die Nummer eins, etwa beim Conference-Finaleinzug 2017.
  • gestern
  • Die Krefeld Pinguine haben den Verbleib von Goalie Nils Kapteinat bestätigt. Der 20-Jährige spielte schon in der vergangenen Spielzeit für das Oberliga- sowie das DNL-Team des KEV und kam auch in der laufenden Saisonvorbereitung bereits für die Krefelder U23 zum Einsatz.
  • gestern
  • Mit der Verpflichtung von Christian Wendler hat der Herner EV sein Torhütertrio für die neue Saison komplettiert. Der 30-Jährige, der bereits zwischen 2015 und 2018 für den Nord-Oberligisten aktiv war, hütete in der Spielzeit 2019/20 das Tor der Füchse Duisburg (38 Einsätze).
  • gestern
  • Aufgrund der neuen Corona-Verordnungen in Bayern wurde das für Freitag geplante Testspiel des EHC Red Bull München (DEL) bei den spusu Vienna Capitals (ICE HL) kurzfristig abgesagt.
  • gestern
  • Der Herforder EV (Oberliga Nord) hat Torhüter Ennio Albrecht verpflichtet. Der 20-Jährige spielte zuletzt für den Krefelder EV und kam in der Spielzeit 2019/20 zu 17 Einsätzen für das DNL-Team des KEV. Zudem bestritt Albrecht zwei Partien für die Krefelder Oberligamannschaft.
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