Freitag, 19. Mai 2017

Nach dem 1:2 gegen Kanada Dank Grubauer im Spiel geblieben und als Lohn einer guten WM in der Weltrangliste wieder unter den Top Acht

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Philipp Grubauer war der überragende Mann auf dem Eis.
Foto: Unverferth

Die Spielanteile waren zwar mehr als klar verteilt, aber die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit mehr als nur erhobenen Hauptes von der Heim-Weltmeisterschaft verabschiedet. Zu Recht feierten die etwas mehr als 16.000 Fans in der LANXESS Arena die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm. 1:2 gegen Kanada - vor dem Spiel hatten wohl nur die kühnsten Optimisten mit diesem Ergebnis gerechnet. "Ich bin sehr stolz auf meine Jungs", sagte Bundestrainer Marco Sturm. "Um Kanada zu schlagen, muss alles passen Wir haben heute das Beste versucht, aber Kanada war zu gut für uns."

Auch wenn die Arena diesmal nicht ausverkauft war ("Viertelfinals sind in jeder Stadt schwierig", sagte DEB-Präsident Franz Reindl), war die Stimmung doch hervorragend. "Die Zuschauer haben die Mannschaft von Beginn großartig unterstützt", sagte Reindl. "Grubauer-Grubauer"-Sprechchöre waren immer wieder zu hören. 48 von 50 Schüssen parierte der deutsche Schlussmann, der nach seiner Nachnominierung erst sein zweites Spiel bei diesem Turnier absolvierte und erneut mehr als überzeugt: "Er hat uns im Spiel gehalten", sagte Sturm. "Ich kann nur Danke sagen, dass er gekommen ist."


Stimmen zum Spiel gegen Kanada (4 Einträge)

 


Gerade im zweiten Drittel stand die Mannschaft gehörig unter Druck, schaffte nur einen einzigen zählbaren Schuss aufs Tor, Grubauer dagegen ließ nur einen Versuch von Jeff Skinner ins Tor. Dies bedeutete die zwischenzeitliche 2:0-Führung für Kanada, nachdem Mark Scheifele im ersten Drittel in Überzahl getroffen hatte. "Grubauer hat nicht nur jeden Schuss gesehen und war immer in Position", lobte Kanadas Head Coach Jon Cooper. "Das Wichtigste für mich war, dass er jeden Schuss aufgesaugt hat und keine Rebounds gegeben hat."

Cooper bezeichnete dieses Tor von Skinner auch als enorm wichtig: "Wir konnten einfach nicht genug Druck aufbauen, um das dritte zu erzielten." Stattdessen kam die deutsche Mannschaft in Unterzahl durch ein Tor von Yannic Seidenberg knapp sieben Minuten vor dem Ende noch einmal heran. "Aber wir haben danach das Spiel kontrolliert", lobte Cooper. Deutschland wurde in den letzten beiden Minuten so ins eigene Drittel eingeschnürt, dass Goalie Grubauer nur wenige Sekunden vor dem Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis gehen konnte. Eine Offensivaktion kam nicht mehr zustande. 50:20 Schüsse standen am Ende in der Statistik. Sie belegen die Überlegenheit der Kanadier.

Die Bilder zum Spiel gegen Kanada (13 Einträge)

 


"Die letzten spiele haben wieder Hoffnung gemacht, auch wenn es immer wieder Bereiche gibt, in denen man mehr arbeiten muss", zog Sturm ein Fazit. "Meine Jungs haben alles gegeben." Er selbst, der das Lettland-Spiel als besten Moment der WM heraushob ("Wie im Märchen."), wollte nach dem Spiel nicht mehr feiern. "Die Jungs aber sollen den Abend genießen."

"Wenn man sich so aus dem Turnier verabschiedet, ins Viertelfinale kommt und dann gegen den Weltmeister ausscheidet - bei der Spielweise, die die Kanadier gezeigt haben, dann kann man nur stolz sein", lobte Reindl sein Team. Lohn für die deutsche Mannschaft ist der Sprung in der Weltrangliste vom zehnten auf den achten Platz, was bedeutet, dass sich das Team in den vergangenen zwei Jahren um fünf Plätze verbessert hat und damit den Wunsch von Bundestrainer Marco Sturm, sich weiter nach oben zu arbeiten, erfüllt hat.

Michael Bauer



Kurznachrichtenticker

  • vor 11 Stunden
  • Der Weltverband IIHF hat die provisorischen Sperren gegen die beiden ukrainischen Nationalspieler Eduard Zakharchenko und Vladimir Varivoda, die im Rahmen der Division-IA-WM 2017 in einen geplanten Wettbetrug involviert gewesen sein sollen, aus Mangel an Beweisen vorerst wieder aufgehoben.
  • vor 12 Stunden
  • Gute Nachricht für die Krefeld Pinguine: Laut Rheinischer Post hat der Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH (Betreiber der Arena) dem neuen Mietvertrag mit den Pinguinen bezüglich der Nutzung des Königpalastes zugestimmt. Die Unterschriften der jeweiligen Geschäftsführer sollen zeitnah folgen.
  • vor 13 Stunden
  • Die Dresdner Eislöwen haben ihren Kader erweitert und bis zum Saisonende Thomas Schmid unter Vertrag genommen. Der 23-jährige Verteidiger wechselt vom Oberligisten Harzer Falken an die Elbe. In der laufenden Spielzeit bestritt Schmid 40 Spiele in der Oberliga und erzielte dabei 14 Tore.
  • vor 16 Stunden
  • James Wisniewski, bis vor zwei Wochen noch in Diensten der Kassel Huskies und nun bei Olympia mit Team USA im Viertelfinale ausgeschieden, wird nicht zum DEL2-Cub zurückkehren. „Ich gehe nach Kalifornien und schaue, was passiert“, sagte der Defender der Tageszeitung HNA.
  • vor 17 Stunden
  • Die finnische Frauen-Nationalmannschaft hat sich mit einem 3:2-Erfolg über die Olympische Athletinnen aus Russland die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang gesichert. Das Endspiel zwischen Kanada und den USA findet dann am Donnerstag (5.10 Uhr MEZ) statt.

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