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Sonntag, 16. Dezember 2018

Auszeichnung bei der Gala in Baden-Baden Gold glänzende Silber-Helden: Nationalteam erstmals als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet

<p>Die Mannschaft des Jahres - nicht alle Spieler hatte es rechtzeitig von ihren Spielen nach Baden-Baden geschafft. Die Münchner Spieler beispielsweise kamen erst nach der Ehrung auf der Bühne, freuten sich aber mindestens genauso. <br/>Foto: DEB</p>

Die Mannschaft des Jahres - nicht alle Spieler hatte es rechtzeitig von ihren Spielen nach Baden-Baden geschafft. Die Münchner Spieler beispielsweise kamen erst nach der Ehrung auf der Bühne, freuten sich aber mindestens genauso.
Foto: DEB

Die deutsche Eishockeynationalmannschaft ist Mannschaft des Jahres des deutschen Sports. Das DEB-Team, das im Februar im südkoreanischen Pyeongchang sensationell die Olympische Silbermedaille gewann, wurde am Abend bei der Gala "Sportler des Jahres" in Baden-Baden mit dem Preis ausgezeichnet.

Es ist das erste Mal seit Einführung der Wahlen im Jahr 1947 (die Mannschaft des Jahres wird seit 1957 gewählt), dass Eishockeyspieler ganz oben stehen. Mit 2.510 Stimmen verwiesen sie die Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot (Eiskunstlauf/1661 Stimmen) und den Deutschland-Achter (Rudern/1011) auf die weiteren Podestplätze. Rund 1.100 Journalisten stimmten ab. Mit stehenden Ovationen wurde die Mannschaft in Richtung Bühne begleitet.

"Selbst wenn wir nicht den ersten Platz belegt hätten, hätte für mich persönlich festgestanden, dass wir die Mannschaft des Jahres sind", sagte Marcus Kink von den Adlern Mannheim. "Unser Olympia-Erfolg hat uns auf ewig zusammengeschweißt. Wenn sich die Jungs, die in Pyeongchang ein Stück deutsche Sportgeschichte geschrieben haben, jetzt bei Ligaspielen gegenüberstehen, machen sie das mit einem breiten Lächeln", betonte Kink. "Die Leidenschaft und der Teamgeist haben diesen Erfolg ermöglicht", sagte Christian Ehrhoff.

Den bis Februar 2018 größten deutschen Erfolg in der Eishockey-Historie hatte die Nationalmannschaft 1976 gefeiert, als sie - ebenfalls völlig überraschend - in Innsbruck Bronze gewann. Insofern war es kein Wunder, dass mit Alois Schloder und Erich Kühnhackl zwei Mitglieder des damaligen Teams die Lobrede auf die Silberhelden hielten. "Wann ist man in den vergangenen 50 Jahren schon einmal für eine TV-Sendung aufgestanden? Für die Mondlandung 1969, beim Mauerfall, bei den Boxkämpfen von Muhammad Ali - und in diesem Jahr für das olympische Finale unserer Jungs!", stellte Schloder den Stellenwert des historischen Triumphs heraus. Und Kühnhackl sgte: "Was die Jungs erreicht haben, ist einzigartig. Nicht nur ich, sondern wir alle sind sehr stolz auf euch! Vielen Dank, Jungs!"

Marco Sturm, der aus Los Angeles zugeschaltet war, sagte: "Ich war damals ein wenig im Schockzustand. Man schlägt nicht jeden Tag Schweden, die Schweiz und eine kanadische Mannschaft. Das waren einfach magische Momente. Ich war nicht nur Trainer, ich war Teil der Mannschaft." Die Spieler erhielten noch auf der Bühne einen Pepita-Hut in Anlehnung an Xaver Unsinns Pepita-Hut, der nationalmannschaftsintern immer für den Spieler des Tages vergeben wird.

Sogar Fußball-Bundestrainer Jogi Löw betonte, beim Olympia-Finale mitgefiebert zu haben - "nicht zum ersten Drittel, aber zum zweiten und dritten. Es war beeindruckend. Das Finale war Dramatik pur." Die Fußballer seien in diesem Jahr "nur Statisten" gewesen.

Die Jury der Fachjournalisten zeichnete Tennis-Spielerin Angelique Kerber (gewann Wimbledon, zum zweiten Mal nach 2016 geehrt) und den Triathlon-Weltmeister Patrick Lange (gewann zum zweiten Mal den Ironman auf Hawaii) als Einzelsportler des Jahres aus.

Christian Rotter/Michael Bauer

Bilder von der Gala am Sonntag (6 Einträge)

 

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Kurznachrichtenticker

  • vor 34 Minuten
  • Nach der Freistellung von Markus Berwanger als Cheftrainer der Tölzer Löwen wird auch am kommenden Wochenende der bisherige Assistent Florian "Flocko" Funk den DEL2-Club interimsweise als Chef an der Bande betreuen.
  • vor einer Stunde
  • Verteidiger Tyler Brower, Deutsch-Amerikaner aus Edina, verstärkt die Defensive des ECC Preussen Berlin (Oberliga Nord). Seine letzte bekannte Vereinsspielstation waren die Thunder Bay North Stars (kanadische SIJHL) in der Saison 2013/14.
  • vor 2 Stunden
  • Die Bayreuth Tigers haben nach Brett Jaeger auch mit Stüremer Kevin Kunz verlänget. Der 20-Jährige erzielte in seinen ersten 37 DEL2-Spielen fünf Tore und lieferte vier Vorlagen.
  • vor 2 Stunden
  • Georgijs Pujacs, Verteidiger der Dresdner Eislöwen (DEL2), hat eine Einladung zum Trainingscamp der lettischen Nationalmannschaft erhalten. Demnach steht der 37-Jährige den Sachsen vom 4. bis zum 10. Februar nicht zur Verfügung.
  • vor 4 Stunden
  • Tim Dreschmann, im November aus Bad Kissingen (Bayernliga) zu den Harzer Falken (Oberliga Nord) gewechselt, hat jetzt die Spielberechtigung für den Club aus Braunlage erhalten und wird am Wochenende erstmals für die Falken stürmen.

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