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Donnerstag, 2. Januar 2020

Wichtiger Schritt in Richtung Verbleib in der Top-Division U20-Nationalteam schlägt Kasachstan in Spiel 1 der Relegation mit 4:0 – Noch ein Sieg zum Klassenerhalt nötig

Die deutsche U20 bejubelt eines ihrer vier Tore gegen Kasachstan.
Foto: DEB/Diekmann

Zwei Tage nach dem deutlichen 1:6 gegen in allen Belangen überlegene Russen wartete mit Kasachstan in Spiel 1 der Relegation ein komplett anderer Gegner auf die deutsche U20-Nationalmannschaft. Nach zähem Beginn und harter Kost im ersten Abschnitt war die DEB-Auswahl die restlichen 40 Minuten die klar bessere Mannschaft und kam schlussendlich zu einem souveränen 4:0 (0:0, 2:0, 2:0). Damit kann das Team von Head Coach Tobias Abstreiter den Nicht-Abstieg bereits im zweiten Duell am Samstag um 11 Uhr (live bei MagentaSport) klarmachen. DEB-Torhüter Hendrik Hane verlebte vor nur etwas mehr als 1.000 Zuschauern in der Ostravar Arena einen recht ruhigen Donnerstagvormittag zwischen den Pfosten und hielt alle 23 Schüsse, die auf sein Tor kamen.

Das im Vergleich zur Niederlage gegen Russland unverändert angetretene DEB-Team versuchte, von Beginn an das Heft in die Hand zu nehmen, während die Kasachen schnell ihre physische Komponente zeigten – Verteidiger Madi Dikhanbek übertrieb es allerdings, bekam für seinen klaren Kniecheck gegen Taro Jentzsch, der zum Glück weiterspielen konnte, unverständlicherweise jedoch keine Strafe ausgesprochen (4.). Insgesamt war es bis zum ersten Power Break ein zäher Auftakt, Dennis Lobach per Abfälscher (6.) sowie Taro Jentzsch (8.) und Jan Nijenhuis per Rebound (11.) hatten aber keinen Erfolg. Zuvor hatte Konstantin Bondarenko einen der anfangs wenigen offensiven Nadelstiche des auf Konter lauernden Kontrahenten knapp verzogen (5.). Auf der anderen Seite scheiterte JJ Peterka an Goalie Vladislav Nurek (12.), Deutschland tat sich gegen engmaschig stehende Kasachen insgesamt weiter schwer, Konstruktives in der Offensive zusammenzubringen – und musste nach einem hohen Stock von Eric Mik die erste Unterzahlsituation überstehen, was gegen behäbige Kasachen aber problemlos gelang. Der bis dahin recht beschäftigungslose Hendrik Hane war zu Ende des ersten Drittels gegen ein nun aktiver werdendes Kasachstan erstmals so richtig gefordert, hielt gegen Danil Butenko (18.), Andrei Buyalski (19.) und Denis Chaporov (20.) aber das 0:0 fest. Mit dem dritten Anfangsdrittel ohne Tor in Folge für die DEB-Auswahl, die in den ersten 20 Minuten auch zu viele Einzelaktionen versuchte, ging es also in Abschnitt zwei.

Das Spiel im Stenogramm (1 Einträge)

 

Dieser begann mit einer Chance aus (zu) spitzem Winkel für Justin Schütz – wenige Sekunden später klingelte es aber endlich im Tor von Nurek (später kasachischer Spieler des Spiels), als das folgende Bully zwar verloren ging, die Scheibe über Daniel Wirt aber den Weg zurück in die kasachische Zone fand, Peterka auf links zu Lukas Reichel querlegte und der mit seinem zweiten Turniertreffer trocken und humorlos ins linke obere Kreuzeck abschloss (22.). Deutschland war nun deutlich wacher und zielstrebiger, Dominik Bokk prüfte Nurek mit dem Extra-Angreifer auf dem Eis, nachdem Dikhambek eine Strafe ziehen hatte müssen. Kurz darauf bot sich nach einer weiteren Strafzeit gegen Alikhan Omirbekov die riesige Chance auf das 2:0, doch das über eine Minute währende Fünf gegen Drei verstrich trotz einiger guter Chancen erfolglos – die Möglichkeiten kamen aber weiter Schlag auf Schlag: Yannik Valenti traf mit noch einem Mann mehr auf dem Eis erst den Pfosten (26.), platzierte dann einen Schuss zu zentral (27.) und wurde danach auch noch von Tim Fleischer abgeschossen, der zentral vor dem Tor das quasi leere Gehäuse verfehlte (28.). Der zweite Treffer lag weiter förmlich in der Luft, zeitweise zeigten sich nun klar tonangebende Deutsche allerdings zu verspielt – Louis Brune besorgte den längst überfälligen Ausbau der Führung mit seinem Treffer ins lange Eck (32.) dann doch. Peterka – nach toller Vorlage von Tim Stützle (34.) –, Lobach (35.) und der in dieser Phase sehr auffällige Valenti (36.) verpassten die Vorentscheidung noch im zweiten Abschnitt, in dem sich die deutsche Überlegenheit auch im Schussverhältnis von 19:3 widerspiegelte.  

Die besorgte dann Peterka nach lediglich 69 Sekunden im Schlussdrittel, der mustergültig von Stützle (Spieler des Spiels auf deutscher Seite) bedient wurde und locker per Direktschuss zum 3:0 vollendete. Die U20 des DEB schaltete daraufhin etwas zurück, wodurch die über lange Zeit komplett abgetauchten Kasachen zu einer Großchance in Person von Omirbekov kamen, welcher aber nur den Innenpfosten traf (44.). Das zweite Penalty Killing, als Wirt auf die Strafbank musste, verlief für Deutschland ebenso erfolgreich – und man hielt gegen nun wieder aggressivere und forschere Gegner ordentlich dagegen. Die nahmen sich mit zwei Strafzeiten (Buyalski und Maxim Musorov) den leichten Wind selbst aus den Segeln – so machte Dominik Bokk mit einem sehr sehenswerten Onetimer aus spitzem Winkel bei doppelter Überzahl endgültig alles klar (52.) und stellte letztlich auch den Endstand her.

Michael Bayer

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Kurznachrichtenticker

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  • Nickolas Bovenschen hat seinen Vertrag bei den Hannover Indians bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Der 35-jährige Verteidiger steht seit 2016 für den Nord-Oberligisten auf dem Eis und bestritt in der laufenden Saison bis dato 37 Partien (zwei Tore, fünf Assists).
  • vor 12 Stunden
  • Die TecArt Black Dragons Erfurt haben ihr Nachholspiel der Oberliga Nord gegen den Krefelder EV 81 nach 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren und damit ihre letzte Chance auf das Erreichen der Pre-Playoffs verspielt. Den entscheidenden Treffer erzielte Michael Jamieson 1:02 Minuten vor dem Ende.
  • vor 18 Stunden
  • Die Hannover Scorpions erhalten ab dem kommenden Wochenende Unterstützung vom ehemaligen DEL-Spieler Marian Dejdar. Der 36-jährige Angreifer spielte schon in den vergangenen Saison für die Niedersachsen. Weiter offen ist hingegen die Trainerfrage beim Nord-Oberligisten.
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  • Nord-Oberligist EXA IceFighters Leipzig muss bis auf Weiteres auf Goran Pantic und Antti Paavilainen verzichten. Pantic hatte die Partie am 14. Februar in Krefeld aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Ende führen können, Untersuchungen laufen noch. Paavilainen liegt mit einer Virusinfektion flach.
  • gestern
  • Lean Bergmann wurde von den San Jose Sharks zurück in den NHL-Kader berufen. Somit könnte der 21-Jährige beim Gastspiel der Sharks in Philadelphia in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu seinem neunten NHL-Einsatz kommen. Der letzte datiert vom 7. November des vergangenen Jahres.

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