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Samstag, 2. Januar 2021

U20-WM in Kanada 1:2-Niederlage gegen Russland: Deutsches U20-Team schrammt im Viertelfinale gegen Russland knapp an der Sensation vorbei

Für Tim Stützle und die deutsche U20 endete eine turbulente WM-Reise am Samstagabend im Viertelfinale gegen Russland.
Foto: IIHF-HHOF / Andrea Leigh Cardin

Für die deutsche U20-Auswahl ist das WM-Turnier in Edmonton am Samstagabend zu Ende gegangen. Die DEB-Mannschaft unterlag im Viertelfinale der Auswahl Russlands denkbar knapp mit 1:2 und muss nun die Heimreise antreten. Florian Elias hatte dem Team von U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter noch einmal Hoffnung eingehaucht im Schlussdrittel, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen. Zu den besten deutschen Spielers des Turniers wurden im Anschluss an die Partie Torhüter Florian Bugl, Verteidiger Mario Zimmermann und Angreifer Tim Stützle gewählt.

Im ersten Abschnitt war die deutsche Auswahl in erster Linie mit diszipliniertem Verteidigen beschäftigt. Umso ärgerlicher deshalb, dass man den russischen Führungstreffer ausgerechnet bei eigener Überzahl kassierte. Vasili Ponomaryov brachte die Sbornaja auf die Siegerstraße (10.). Im zweiten Abschnitt schaffte es die DEB-Auswahl zunächst, sich mehr Spielanteile zu erarbeiten. Doch Elias scheiterte aus spitzem Winkel in Minute 22, als er das leere russische Gehäuse nicht traf. Eine Szene, die für den 1:1-Ausgleich hätte sorgen müssen/können.

Das Spiel im Stenogramm: (1 Einträge)

 

So aber kam es anders und nach einer kurzen Druckphase der Russen war es Danil Bashkirov, der auf 2:0 für den Favoriten stellte. Dem vorausgegangen war ein Fehlpass von DEB-Verteidiger Maximilian Glötzl hinter dem eigenen Gehäuse. Im Schlussdrittel dann der Hoffnungsschimmer: Elias nutzte seine nächste Gelegenheit und stellte in der 44. Minute auf 1:2. Der Ausgleichstreffer war den Deutschen dann aber nicht mehr vergönnt, auch weil erneut Elias zunächst per Tipp am Gestänge und kurz vor Ende aus der Nahdistanz an Russlands Schlussmann Yaroslav Askarov scheiterte.

Nach dem Spiel bilanzierte Elias: "Die Situation war da, die Russen hatten etwas Glück. Aber man kann es nicht ändern. Es ist einfach Pech, dass wir den Sieg nicht geschafft haben. Aber wir haben ein brutales Turnier geliefert, sind als erste deutsche U20 ins Viertelfinale gekommen. Das hat das deutsche Eishockey auf jeden Fall vorangebracht.“

Und U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter ergänzte nach dem Viertelfinal-Aus: „Jeder kann stolz auf sich sein, es war eine unglaubliche Leistung der gesamten Mannschaft. Gerade durch die Quarantäne ist die Mannschaft so richtig zusammengewachsen. Wir haben uns gegenseitig gepusht und motiviert. Die Russen haben gewackelt, wir haben gedrückt und an den Sieg geglaubt. Es war ganz, ganz knapp vor einer Sensation.“

Sebastian Groß


Kurznachrichtenticker

  • vor 13 Stunden
  • Nachdem sich der Corona-Verdachtsfall beim Deggendorfer SC nicht bestätigte, nimmt der Süd-Oberligist bereits am Montag den Trainingsbetrieb wieder auf. Dem geplanten Heimspiel am Freitag gegen den EV Lindau sollte damit nichts im Wege stehen.
  • vor 13 Stunden
  • Die Höchstadt Alligators (Oberliga Süd) müssen bis Saisonende auf Routinier Vitalij Aab verzichten. Der 41-jährige Angreifer muss sich einer Schulteroperation unterziehen. Glück hatte hingegen Milan Kostourek, der aufgrund seines Stockstichs am Sonntag nur für eine Partie gesperrt wurde.
  • vor 17 Stunden
  • Der Anfang März auslaufende Vertrag von Mario Lamoureux (32) bei den Tölzer Löwen wird nicht verlängert. Der US-Angreifer war Anfang Januar als Ersatz für den verletzten Tyler McNeely gekommen und verbuchte in 18 DEL2-Partien 20 Punkte (acht Tore, zwölf Assists). McNeely ist nun aber wieder genesen.
  • vor 19 Stunden
  • Alex Lambacher von den Augsburger Panthern muss sich einer Hüftoperation unterziehen. Für den italienischen Nationalstürmer mit deutschem Pass ist die Saison 2020/21 damit vorzeitig beendet. Der 24-Jährige bestritt in der laufenden Spielzeit 18 Partien (ein Tor, zwei Assists) in der PENNY DEL.
  • gestern
  • Die Saale Bulls Halle haben den Vertrag mit Angreifer Frantisek Wagner einvernehmlich aufgelöst. Der 24-jährige Angreifer war erst im Januar von den Bayreuth Tigers (DEL2) zum Nord-Oberligisten gewechselt. Für Halle erzielte der Tscheche mit deutschem Pass in sieben Partien einen Treffer.
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